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Logistikachse Ems ruft Unternehmen auf, nachhaltige Projekte zu melden

Zu dem Thema „Nachhaltigkeit in der Logistik“ will die Logistikache Ems eine Broschüre herausgeben, bei der unter anderem „nachhaltige Best-Practice-Beispiele aus den Unternehmen präsentiert werden. Unternehmen aus der Region können nun ihre Projekte und Maßnahmen einreichen.

Emden (csr-news) > Zu dem Thema „Nachhaltigkeit in der Logistik“ will die Logistikache Ems eine Broschüre herausgeben, bei der unter anderem „nachhaltige Best-Practice-Beispiele aus den Unternehmen präsentiert werden. Unternehmen aus der Region können nun ihre Projekte und Maßnahmen einreichen.

„Wir wollen mit dem Printwerk dazu beitragen, dass sich der Gedanke nachhaltigen Wirtschaftens in der Logistik der Ems-Achse weiter ausbreitet und dauerhaft etabliert. Dazu suchen wir unter anderem konkrete Umsetzungsbeispiele aus der Region“, so Helmut Weermann, Netzwerkmanager der Logistikachse Ems. Diese haben dann die Chance in der Broschüre als Best-Practice-Beispiel genannt zu werden. Bei der Auswahl wird das Team der Logistikachse Ems durch Prof. Ingmar Ickerott unterstützt. Ickerott lehrt am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistikmanagement. „Was Nachhaltigkeit anbelangt, so stellt sie die Logistikbranche vor besondere Herausforderungen. Längst ist die Logistik eng verflochten mit den Produktionsprozessen der Kunden“, so Ickerott. Künftig werde der langfristige Erfolg der meisten Unternehmen stark von der Umsetzung nachhaltiger Geschäftsmodelle abhängen. „Bereits heute sind die Unternehmen der Logistikachse in der Entwicklung und Implementierung ressourcen- und umweltschonender Konzepte aktiv und nehmen ihre gesellschaftliche Sozialverantwortung sehr ernst“, so Weermann. Das habe eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter den Mitgliedern der Logistikachse ergeben. „Aber es gibt noch Luft nach oben“. Erst im Juli hatten 40 Unternehmen aus der Region über Nachhaltigkeit in der Logistik diskutiert. „Die weitere Verbesserung der Nachhaltigkeit in logistischen Prozessen ist eine der großen Herausforderungen für die Zukunft“, fasste Weermann die Einschätzung der Branchenvertreter zusammen. Hierbei beinhaltet Nachhaltigkeit sowohl ökologische Prozesse, wie zum Beispiel die Reduzierung der CO2 Emissionen, ökonomische Prozesse, wie die Optimierung von Wertschöpfungsketten oder auch sozialökonomische Aspekte, wie die Implementierung von Work-Life-Balance Modellen. „Nachhaltigkeit ist für Logistiker nichts Neues, auch wenn wir sie in der Vergangenheit so nicht beim Namen genannt haben“, ist auch Netzwerkmanager Weermann überzeugt. Alles was zum Beispiel durch gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch führe, reduziere gleichzeitig die CO2-Belastung. Verbesserung der Energieeffizienz verbesserten die CO2-Bilanz und reduziere Kosten. Programme zur Findung, Bindung und Gesunderhaltung von Personal oder Arbeitszeitmodelle, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, wirken dem Fachkräftemangel entgegen und seien Ausdruck der sozialen Verantwortung des Unternehmens. Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich nicht nur an die Mitgliedsunternehmen der Ems-Achse und nicht nur an Logistikunternehmen. „Logistikprozesse finden nicht nur in Speditionsunternehmen statt, sondern sind Bestandteil der Wertschöpfungskette in Industrieunternehmen“, ist Weermann überzeugt. Die Projekte können bis zum 15. September bei der Logistikachse Ems eingereicht werden.

Foto: v.l. Prof. Ingmar Ickerott und Helmut Weermann

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