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Arbeitswelt im Wandel: Wo Flexibilität zur Belastung wird

Düsseldorf (csr-news) > Immer mehr Menschen arbeiten in sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen wie Teilzeit oder Minijob. Zu einem großen Teil sind es Frauen. Dieser Wandel der Arbeitswelt bietet Unternehmen und Beschäftigten sowohl Chancen als auch Risiken. Wie diese aus Sicht der Arbeitnehmer aussehen, hat das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung in NRW untersucht. Seit 1994 befragt das Institut regelmäßig alle vier Jahre in Form von telefonischen Interviews Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen zu ihrer Situation am Arbeitsplatz. In der aktuellen Untersuchung „Gesunde Arbeit NRW 2014“ zeigt sich, dass grundsätzlich die subjektiv empfundenen Belastungsfaktoren, vor allem die psychischen Belastungen, mit kleinen Schwankungen auf relativ hohem Niveau verharren. Weil dem Thema aber zunehmende Aufmerksamkeit zuteil wird und zahlreiche Maßnahmen beim Arbeitsschutz und zur Gesundheitsförderung durchgeführt wurden, lassen sich erste Anzeichen einer Verbesserung erkennen. Hohe Verantwortung und Zeitdruck sind zwei Faktoren, die von den Beschäftigten als besonders belastend empfunden werden. Aber auch Multitasking und geringe Wertschätzung werden als Belastung empfunden.

Gesunde Arbeit NRW 2014

Quelle: Studie „Gesunde Arbeit NRW 2014“

Resultat sind neben physischen Beschwerden besonders häufig erschöpfungsbezogene Beanspruchungen. „Hieraus ergeben sich besondere Herausforderungen für die Unternehmen in Bezug auf die Gestaltung der Arbeit und für die Beschäftigten im Spannungsfeld zwischen Arbeit, Privatleben und Erholung“, heißt es in der Studie. Ein wichtiger Ansatz, um diesen Belastungen zu begegnen, ist eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Wie die Ergebnisse zeigen, besteht in diesem Punkt jedoch teilweise noch deutlicher Handlungsbedarf. Welche Belastungen und Beanspruchungen die Beschäftigten für sich am stärksten empfinden bzw. welche Folgen dies ihrer Einschätzung nach hat, beantwortet die aktuelle Ausgabe der Beschäftigtenbefragung „Gesunde Arbeit NRW 2014. Belastung – Auswirkung – Gestaltung – Bewältigung. Hier geht es zum Download.

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