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CSRbriefly am Donnerstag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Tetra Pak veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht, Daniela Büchel wird Mitglied der REWE-Geschäftsleitung, Migros gewinnt Swiss Recycling-Award, Deutsche Post DHL erreicht selbst gesetztes Ökostromziel, Green Star System für Papierportfolio, H.C. Starck veröffentlicht Update zum Nachhaltigkeitsbericht, viele Ziele der Energiewende kaum noch erreichbar, Einhebelfilter gewinnt Preise für Design und Nachhaltigkeit, Jacobs Kunden unterstützen SOS-Kinderdörfer, EDGE-Zertifizierung für L’Oréal, Onlinequiz zu Nachhaltigkeit, Wahl zum Goldenen Windbeutel 2014 gestartet, Bedeutung von Externalitäten, Risiko Rücken – Was tun Unternehmen?, Förderung von Agrarkonzernen verschärft Konflikte in Afrika und sieben Jahre Global Challenges Index.

 

Tetra Pak veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht
Der Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungslösungen für Lebensmittel Tetra Pack, hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2014 veröffentlicht. „Die Marke Tetra Pak gründet auf einem Versprechen: Schützt, was gut ist. Im Kern geht es dabei um den Schutz von Lebensmitteln, aber hinter diesem Versprechen steckt noch mehr“, so Dennis Jönsson, Präsident und CEO der Tetra Pak Group. Beispielsweise das Schulmilchprogramm in Myanmar, das im Juni 2013 gestartet wurde. Es hat dafür gesorgt, dass 45.000 Schüler über drei Jahre mit Schulmilch versorgt werden. Oder die zunehmende Verwendung von FSC-zertifizierten Karton, der im deutschsprachigen Raum in mehr als 88 Prozent der Verpackungen zum Einsatz kommt. Hier geht es zum vollständigen Nachhaltigkeitsbericht.

Daniela Büchel wird Mitglied der REWE-Geschäftsleitung
Zum 1. Oktober dieses Jahres wird Daniela Büchel als neues Mitglied der Geschäftsleitung die Verantwortung für den Bereich Personal bei REWE Vollsortiment in Deutschland übernehmen. Zugleich wird Büchel weiterhin den Bereich Nachhaltigkeit in der REWE Group führen. Die Führung der Public Affairs-Aktivitäten der REWE Group, die bislang in ihrer Verantwortung lag, übernimmt ab Oktober der Leiter des Vorstandsbüros, Sven Spork.

Migros gewinnt Swiss Recycling-Award
Swiss Recycling, die Dachorganisation der Schweizerischen Recycling-Systeme, hat erstmalig gute Leistungen im Bereich Recycling. Der Einzelhändler Migros wird in der Kategorie Organisation mit dem Swiss Recycling-Award 2014 ausgezeichnet. Wir sehen die Plastikflaschensammlung der Migros als ersten Schritt, um bis 2015 ein gesamtschweizerisches Recycling-System für Plastikflaschen einzuführen“, sagt Patrik Geisselhardt, Geschäftsführer von Swiss Recycling. Neben PET- und Milchflaschen können die Kundinnen und Kunden seit 2014 in allen Migros-Filialen auch leere Plastikflaschen aus dem Haushalt, wie jene von Shampoos, Duschgels sowie Putz- und Waschmitteln zurückgeben. Bis heute wurden über 1.000 Tonnen Plastikflaschen zurück genommen, langfristig rechnet man bei der Migros mit rund 2.000 Tonnen. Weitere Informationen zum Swiss Recycling-Award und zum Recycling-Engagement der Migros.

Deutsche Post DHL erreicht selbst gesetztes Ökostromziel
Über die vergangenen Jahre hat die Deutsche Post DHL ihren Stromverbrauch aus erneuerbaren Energien kontinuierlich gesteigert. Im Jahr 2010 betrug der Anteil an Ökostrom noch 37 Prozent, nun liegt er bei mehr als 60 Prozent. Damit hat das Unternehmen einen weiteren Meilenstein seines Umweltschutzprogramms GoGreen erreicht. Im Rahmen des GoGreen-Programms werden Technologien zur Reduzierung des Energieverbrauchs sowie zur Verringerung der CO2-Emissionen durch die Nutzung nachhaltiger Energiequellen eingesetzt. Durch die erzielten Verbesserungen konnte der Konzern über 450.000 Tonnen an CO2 allein im vergangenen Jahr einsparen.

Green Star System für Papierportfolio
Der Papiergroßhändler Antalis hat ein neues System zur Klassifizierung der Nachhaltigkeit seines Papierportfolios eingeführt. Mit dem Green Star System sollen die Kunden, Papiere, die eine besondere Umweltverträglichkeit bieten, schnell und einfach identifizieren. Das System basiert auf dem international verständlichen Sterne-Bewertungssystem für Produkte und Dienstleistungen. „So können auch Kunden, die nicht mit den verschiedenen auf dem Markt eingeführten Papier-Umweltlabels vertraut sind, auf einen Blick die Nachhaltigkeit der verschiedenen Papierprodukte erkennen“, teilte das Unternehmen mit. Um eine Fünf-Sterne-Bewertung zu erhalten, muss das Papier mindestens aus 50 Prozent recycelten Sekundärfasern (Altpapier) bestehen, der restliche Anteil der Fasern muss dem FSC- bzw. dem PEFC-Standard entsprechen. Zusätzlich muss das Papier mit dem EU Ecolabel gekennzeichnet sein. Das Green Star System ist Teil der von Antalis europaweit eingeführten Nachhaltigkeits-Strategie „Antalis Green Connection“. Hier gibt es weitere Informationen.

H.C. Starck veröffentlicht Update zum Nachhaltigkeitsbericht
Der Hersteller von Technologie-Metallen und technischer Keramik H.C. Starck, hat seinen Nachhaltigkeitsbericht mit den Daten für das Geschäftsjahr 2013 aktualisiert und veröffentlicht. Das Unternehmen hat für seine Nachhaltigkeitsaktivitäten fünf Kernbereiche definiert: Compliance und Rohstoffbeschaffung, Produktinnovation und Qualität, Recycling und Umweltschutz, Mitarbeiterentwicklung und Arbeitssicherheit sowie gesellschaftliches und soziales Engagement. „Wir sind stolz auf die erzielten Fortschritte und Erfolge und wollen mit regelmäßigen Berichten auch die Öffentlichkeit über unsere Engagement als verantwortungsvolles Unternehmen der Spezialchemie informieren“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Meier. Hier geht es zum Update.

Viele Ziele der Energiewende kaum noch erreichbar
Trotz des massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien ist das Erreichen zentraler Ziele der Energiewende in Deutschland bis 2020 nicht mehr realistisch. Dazu zählen die Reduzierung der CO2-Äquivalent (CO2e)-Emissionen um 40% im Vergleich zu 1990 ebenso wie die Ziele, den Primärenergie- und Stromverbrauch zu senken und mehr Windanlagen vor den Küsten auszubauen. Dies ergibt sich aus den aktuellen Daten des Energiewende-Index (EWI) von McKinsey & Company. Anhand von 15 Indikatoren analysiert die Unternehmensberatung mit dem EWI seit zwei Jahren alle sechs Monate objektiv und faktenbasiert den Status der Energiewende in Deutschland. Nur bei sechs der 15 untersuchten Indikatoren wird derzeit ein Erreichen der Ziele als realistisch eingestuft. Hier geht es zum EWI.

Einhebelfilter gewinnt Preise für Design und Nachhaltigkeit
Das österreichische Wassertechnologie-Unternehmen BWT, wurde mit drei Awards für den E1 Einhebelfilter geehrt. Die Initiative LifeCare hat ihm den Home&Trend Award als „Innovation des Jahres 2014“ sowie den Golden Award „Best of the Best“ in der Kategorie „Gebäude- und Raumausstattung“ verliehen. Außerdem erhält BWT den EESC European Award 2014 für exzellentes Design und Nachhaltigkeit des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA). Die Design- und Nachhaltigkeitsexperten von LifeCare und EWSA betonten, dass der Hauswasserfilter ein wertvolles Produkt sei, das das Filtern des Leitungswassers erheblich erleichtert.

Jacobs Kunden unterstützen SOS-Kinderdörfer
„Show you care!“ Mit diesem Aufruf forderte die Kaffeemarke Jacobs ihre Fans auf Facebook und auf der Website auf, für ihr Lieblingsprojekt abzustimmen. Zur Wahl standen Hilfsprojekte der SOS-Kinderdörfer sowie von World Vision. Mehr als 17.000 Konsumenten haben an der Aktion teilgenommen. Die Fans der Kaffeemarke konnten mit ihrer Stimme entscheiden, welches Projekt ab Ende Oktober auf allen Jacobs Krönung 500g Packungen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wird und damit die Chance auf finanzielle Unterstützung erhält. Mit knappem Vorsprung lagen die SOS-Kinderdörfer mit ihrem Hilfsprojekt „Nueva Vida“ am Ende vorn.

EDGE-Zertifizierung für L’Oréal
L’Oréal USA ist das erste Unternehmen in den USA, das mit dem globalen EDGE- Standard für die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz (Economic Dividends for Gender Equality) zertifiziert wurde. Der EDGE-Standrad ist die einzige Zertifizierung für die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz, die universell in allen Branchen und Ländern anwendbar ist. Seit seiner Einführung im Januar 2011 haben bereits mehr als 60 Unternehmen in 29 Ländern am Zertifizierungsverfahren teilgenommen.

Onlinequiz zu Nachhaltigkeit
Was haben Kunden, Investoren und jeder einzelne davon, wenn Unternehmen nachhaltig wirtschaften? Das econsense-Onlinequiz stellt das Thema Nachhaltigkeit auf den Prüfstand. Die Fragen stammen größtenteils direkt aus der betrieblichen Wirklichkeit der econsense-Mitgliedsunternehmen. Kritisch, schonungslos und unterhaltsam setzen sich die Fragen mit Chancen und Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auseinander und bieten so überraschende Erkenntnisse für alle, die sich für Nachhaltigkeit und ihre konkrete Umsetzung in Unternehmen und Gesellschaft interessieren. Hier geht es zum Quiz.

Wahl zum Goldenen Windbeutel 2014 gestartet
Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2014 ist eröffnet, der Preis für die dreisteste Werbelüge, vergeben von der Verbraucherorganisation foodwatch. Noch bis zum 30. September können Verbraucher ihre Stimme für einen der fünf Vorschläge abgeben. Zur Wahl stehen das Glacéau Vitaminwater von Coca-Cola, die Knorr activ Hühnersuppe von Unilever, der Unser Norden Bio Apfelsaft naturtrüb von Coop, der Belvita Frühstückskeks von Mondelez sowie die Alete Mahlzeit zum Trinken ab 10. Monat von Nestlé. Hier geht es zur Abstimmung.

Bedeutung von Externalitäten
Ein neuer Bericht der Beratungsgesellschaft KPMG bietet eine Einführung in das umfangreiche Thema der Externalitäten. Beleuchtet wird unter anderem welche Ansätze und Initiativen es gibt und mit welchen Auswirkungen Unternehmen rechnen müssen. Hier geht es zum Download.

Risiko Rücken – Was tun Unternehmen?
Weniger als die Hälfte der Unternehmen beugt systematisch Rückenbeschwerden vor. Das geht aus einer Befragung im Auftrag der Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ hervor. So berücksichtigt zum Beispiel nur knapp jeder zweite Betrieb körperliche Belastungen des Rückens bei der Beurteilung von Gefahren im Betrieb. Das Ergebnis überrascht: Denn insgesamt geben rund drei Viertel der Unternehmen und Beschäftigten an, dass Rückenbelastungen im Arbeitsalltag für sie eine Rolle spielen. Bisher hat aber weniger als die Hälfte der Unternehmen Gesundheitsziele in ihrem Leitbild verankert. Das Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) hat deutschlandweit rund 2.600 Beschäftigte, 1.600 Unternehmer sowie rund 800 Fachkräfte für Arbeitssicherheit zur aktuellen betrieblichen Situation in Bezug auf das Thema Rücken befragt. Hier geht es zur Auswertung und hier zur Kampagne.

Förderung von Agrarkonzernen verschärft Konflikte in Afrika
Riskant und weitgehend nutzlos für die Armutsbekämpfung sind große staatlich unterstützte Agrarprojekte privater Unternehmen in Afrika. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Untersuchung von Oxfam, die den Trend zu landwirtschaftlichen Kooperationsvorhaben westlicher Konzerne und Regierungen („public-private partnerships“, kurz: PPPs) kritisch unter die Lupe nimmt. Die Studie „Hohes Risiko – Moral Hazard“ zeigt, welche mitunter verheerenden Folgen die Kooperationen haben. Dennoch ist die Begeisterung für PPPs bei westlichen Regierungen hoch. In der aktuellen Studie geht Oxfam drei Fragen nach: Wer profitiert von diesen Mega-PPPs? Wer schultert das Risiko der Initiativen? Wer wirkt bei der Entscheidung über Projekte mit? Die Untersuchung basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche, Experteninterviews und drei Fallstudien aus Burkina Faso, Malawi und Tansania. Hier gibt es die Studie in einer deutschen Zusammenfasssung oder vollständig im englischen Original.

Sieben Jahre Global Challenges Index
Der Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, feiert in dieser Woche siebenjähriges Bestehen. Seit dem Start am 3. September 2007 konnte der Index um 59 Prozent zulegen. Der Deutsche Aktienindex (DAX) kam im selben Zeitraum lediglich auf ein Plus von 28 Prozent. Hier geht es zum GCX.

 

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