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WWF fordert radikales Umdenken bei der Nutztierhaltung

„Die Hälfte aller deutschen Schweine steht in Beständen mit mehr als 1000 Tieren“

Berlin (afp) – Die Umweltschutzorganisation WWF hat ein radikales Umdenken in der deutschen Nutztierhaltung eingefordert. „Die Haltungsformen müssen an die Bedürfnisse der Nutztiere angepasst und an die regional vorhandene Futterfläche gebunden werden“, sagte der WWF-Tierhaltungsexperte Markus Wolter dem „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe). Die zollfreie Einfuhr von Soja in die Europäische Union müsse außer Kraft gesetzt und zudem alle Tiere gekennzeichnet werden, die mit gentechnisch veränderten Organismen gefüttert würden.

„Die Hälfte aller deutschen Schweine steht in Beständen mit mehr als 1000 Tieren“, sagte Wolter der Zeitung. „Über 50 Prozent der Masthühner und Legehennen müssen sich gar mit 50.000 Artgenossen ihren Stall teilen.“ Eine solche Intensivhaltung sei ohne gentechnisch verändertes Soja aus Übersee nicht möglich.

Tierschutz / Tierwohl