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Ökobilanzstudie über Getränkeverpackungen

Bern (csr-news) > Eine neue Ökobilanzstudie über Getränkeverpackungen im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Umwelt BAFU kommt zu dem Ergebnis, dass die heutigen Sammlungs- und Verwertungssysteme ökologisch sinnvoll sind. Die Getränkeverpackungen schneiden aus Umweltsicht gut ab. Die Ökobilanzstudie über in der Schweiz gebräuchliche Getränkeverpackungen zeigt, welche Verpackung für eine bestimmte Getränkeart und -menge die ökologisch vorteilhafteste Lösung darstellt. Gemäß der Studie können unabhängig vom verwendeten Material umweltverträgliche Getränkeverpackungen hergestellt werden, d.h., es gibt keine Materialien, die zwangsläufig eine schlechte Ökobilanz aufweisen. Geeignete und ökologisch sinnvolle Getränkeverpackungen brauchen bei der Produktion möglichst wenig Material, können rezykliert werden oder sind zusätzlich für eine Mehrfachnutzung konzipiert. Wenn das Recycling von brennbaren Verpackungen aus Qualitätsgründen nicht mehr möglich ist, ist die thermische Verwertung in einer Verbrennungsanlage eine sinnvolle Lösung, weil dabei Strom und Wärme produziert werden. Auch die gängige Abfalltrennung und Wiederverwertung hält die Studie für ökologisch sinnvoll.

Die Resultate der Ökobilanz werden aber noch von anderen Faktoren beeinflusst. Wird zum Beispiel das Auto zum Einkaufen verwendet, ist es sinnvoll, den Transport möglichst rationell und effizient zu gestalten. So müssten bei einer Einkaufsdistanz von 10 km mindestens 50 Liter Mineralwasser in PET-Flaschen oder Mehrweg-Glasflaschen eingekauft werden, damit die Umweltbelastung des Einkaufs, d.h. des Transports mit dem Auto, nicht höher ist als jene der Herstellung. Die Studie verglich auch Recycling und thermische Verwertung von Getränkeverpackungen aus ökologischer Sicht. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den großen Mengen separat gesammelter Getränkeverpackungen das Recycling im Vergleich zur Verbrennung in einer Kehrichtverbrennungsanlage ökologisch vorteilhafter ist. Damit die Stoffkreisläufe optimal geschlossen werden können, ist weiterhin eine möglichst sortenreine Sammlung wesentlich, da Qualität und Effizienz des Recyclings von der Menge und von der Reinheit des Sammelgutes abhängig sind. Eine Steigerung der Sammelquoten sei jedoch nur dann sinnvoll, wenn Aufwand und ökologischer Gewinn verhältnismäßig sind. Zudem muss eine entsprechende Nachfrage für den durch das Recycling zurückgewonnenen Rohstoff auf dem Markt bestehen.

Die komplette Ökobilanz zum Download.

About the author

CSRjournalist

Achim Halfmann ist Geschäftsführer von CSR NEWS und lebt im Bergischen Land. Seine Themen liegen vorallem in den Bereichen Gesellschaft, Medien und Internationales.

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