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Verbraucher scheitern an Lebensmittelkennzeichnung

Berlin (csr-news) > Die gegenwärtige Kennzeichnung von Lebensmitteln lässt Kunden oft ratlos zurück, lautet das Fazit einer repräsentativen Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der Verbraucherorganisation foodwatch durchgeführt hat. Die Gründe sind vielfältig und reichen von fehlenden Informationen, über die unverständliche Angaben bis hin zur kaum lesbaren Schrift. Drei Viertel der über 1000 befragten Bundesbürger halten es demnach für schwierig, die Qualität von Lebensmitteln anhand der Angaben auf der Verpackung richtig zu beurteilen.

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Quelle: Foodwatch Verbraucherreport

„Alle reden vom mündigen Verbraucher – doch weder Hersteller noch Gesetzgeber geben uns die Informationen an die Hand, die uns Verbraucher erst mündig machen würden“, erklärte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. „Eine klare Information über die wesentlichen Eigenschaften eines Lebensmittels ist Voraussetzung für das Funktionieren des Marktes, sie ist Voraussetzung für bewusste Kaufentscheidungen und gleichzeitig der beste Schutz vor Täuschung. Nicht zuletzt hilft Transparenz auch allen Qualitätsanbietern, weil erst Information Qualität erkennbar macht“. Tatsächlich wünschen sich 69 Prozent der Verbraucher mehr Informationen über die Produkte. Rund 9 von 10 Bundesbürgern halten beispielsweise eine Angabe zur Herkunft der wichtigsten Zutaten für wichtig. Die Emnid-Befragung ist Teil des heute in Berlin vorgestellten foodwatch-Verbraucherreports 2014, der unter dem Titel „Was der Kunde nicht weiß…“ umfassend über die derzeitigen Kennzeichnungsvorgaben und -lücken informiert.

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Quelle: Foodwatch Verbraucherreport