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Delivering Tomorrow: Deutsche Post DHL präsentiert Stakeholder-Management-Studie

Für den nachhaltigen Unternehmenserfolg ist eine „ganzheitliche Unternehmensführung erforderlich, die per se auf den Dialog mit relevanten Anspruchsgruppen setzt“. Diese Ansicht vertrat der Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung von Deutsche Post DHL, Prof. Christof Ehrhart, am Mittwoch bei der Vorstellung einer Studie zum Stakeholder-Management an der Universität St.Gallen.

St.Gallen (csr-news) – Für den nachhaltigen Unternehmenserfolg ist eine „ganzheitliche Unternehmensführung erforderlich, die per se auf den Dialog mit relevanten Anspruchsgruppen setzt“. Diese Ansicht vertrat der Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung von Deutsche Post DHL, Prof. Christof Ehrhart, am Mittwoch bei der Vorstellung einer Studie zum Stakeholder-Management an der Universität St.Gallen.

„Erfolgsfaktoren unternehmerischen Handelns verändern sich dramatisch“, so Ehrhart. Es sei eine „neue Generation von Konsumenten herangewachsen, die eine deutlich höhere Erwartung an unternehmerische Nachhaltigkeit haben.“ Die Einbeziehung von Stakeholder-Interessen sei ein entscheidendes Element nachhaltigen Wirtschaftens. Weiter sagte der Post-Kommunikationschef: „Wir wollen etwas tun, nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein, sondern einen Beitrag für Gesellschaft und Umwelt leisten.“

Ehrhart stellte die aktuelle Studie der Deutschen Post DHL mit dem Titel „Zuhören, gestalten, Wert schaffen: Erfolgsfaktor Stakeholder-Management“ vor. Bestandteil der Studie ist eine im August 2013 durchgeführte Umfrage mit 1.230 Teilnehmern aus Brasilien, Großbritannien, Indien, Japan, den USA und Deutschland. Danach bevorzugen 71 Prozent der Befragten solche Unternehmen, die mit ihren Anspruchsgruppen im offenen Austausch stehen. Während sich in Deutschland und Großbritannien 79 Prozent der Befragten davon überzeugt zeigten, dass Unternehmen primär die Interessen der Kapitalgeber bedienen, waren es in Indien und Japan nur 35 Prozent. Dies überrascht, zumal die Direktorin des GRI Focal Point India, Aditi Haldar, in derselben Publikation schreibt: „Bisher haben nur eine Handvoll Unternehmen in Indien erkannt, dass Rechenschaftspflicht und Einbindung von Stakeholdern nötig sind, um echte Veränderungen herbeizuführen.“

In der Studie kommen weitere renommierte Stakeholder-Management-Experten zu Wort. So schreibt der Wirtschaftsethiker Prof. Peter Ulrich, für Unternehmen sei die Rücksichtnahme auf einflussreiche Stakeholder geschäftsstrategisch gut – ohne dass dabei eigenständige ethische Gesichtspunkte ins Spiel kämen. „In einem ethisch gehaltvollen Stakeholder-Konzept geht es demgegenüber um die Anerkennung legitimer Ansprüche aller vom unternehmerischen Handeln Betroffenen um ihrer selbst willen – es ist gerechtigkeits-, nicht macht- und interessenbasiert“, so Ulrich weiter.

Der amerikanische Managementexperte Robert Phillips schreibt: „Das Spannungsverhältnis zwischen Kooperation und Konkurrenz gehört zu den größten Herausforderungen in der Steuerung eines Geflechts von Stakeholder-Beziehungen.“ Die vielleicht wichtigste Aufgabe eines Stakeholder-Managements sei „die Entwicklung einer gemeinsamen Vision – einer koordinierenden Ethik -, welche die Interessen werteorientierter Menschen miteinander abstimmt.“

Und für Sunil Misser, CEO von AccountAbility, steht fest: „Sehr bald wird es nicht mehr ausreichen, dass ein Unternehmen Stakeholder-Management betreibt. Stattdessen werden die Aktivitäten und ihre Ergebnisse genauestens untersucht.“

Die Studie erscheint in der 2009 begründeten Reihe „Delivering Tomorrow“, mit der die Deutsche Post DHL Denkanstöße für den gesellschaftlichen Diskurs geben will.

Die Studie „Zuhören, gestalten, Wert schaffen: Erfolgsfaktor Stakeholder-Management“ >> als PDF zum Download

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