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EU-Bericht zu Arbeitsmarkt fordert mehr Migration und Mobilität

Als Reaktion auf Fachkräftemangel und die Alterung der Gesellschaft muss Europa einem Bericht zufolge verstärkt auf Einwanderung und Mobilität von Arbeitskräften setzen.

Brüssel (afp) – Als Reaktion auf Fachkräftemangel und die Alterung der Gesellschaft muss Europa einem Bericht zufolge verstärkt auf Einwanderung und Mobilität von Arbeitskräften setzen. „Die Realität sieht heute so aus, dass in vielen EU-Ländern der Bedarf des jeweiligen Arbeitsmarktes nicht mehr mit ausschließlich einheimischen Arbeitskräften gedeckt werden kann“, erklärte die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström anlässlich der Vorstellung eines gemeinsamen Arbeitsmarktberichts von der EU-Kommission und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in Brüssel.

„Die Frage ist nicht, ob wir Migranten brauchen, sondern wie wir Migration am besten nutzen können“, fügte Malmström hinzu. Der Bericht entwirft ein Szenario, nachdem die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in den 28 EU-Staaten bis zum Jahr 2020 um bis zu 11,7 Millionen Menschen schrumpfen könnte. Erwartet wird, dass „Engpässe an qualifizierten Arbeitskräften und Missverhältnisse zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage in der EU zu zentralen Fragen werden“. Daher komme „Mobilität und Migration eine wesentliche Rolle“ zu.

In dem Bericht mit dem Titel „Wirtschaftsmigration und Bedürfnisse des Arbeitsmarkts aufeinander abstimmen“ wird gefordert, die Mobilität von Arbeitskräften innerhalb der EU zu erhöhen und die Integration von Einwanderern von außerhalb der EU zu verbessern. Zudem gehe es darum, gezielt qualifizierte Arbeitnehmer zu gewinnen, die in der EU benötigt werden.

„Es mag für viele Menschen eine Überraschung sein, wenn wir in einer Zeit, in der sich viele europäische Staaten mit anhaltender Arbeitslosigkeit und einer wachsenden Ablehnung von Migration konfrontiert sehen, nun davon sprechen, dass Wirtschaftsmigration und der Bedarf des Arbeitsmarktes Hand in Hand gehen müssen“, erklärte Stefano Scarpetta, Leiter der Direktion Beschäftigung, Arbeitskräfte und Sozialfragen der OECD. Die erfolgreiche Integration von Migranten sowie effizientere Systeme zur Steuerung der Arbeitsmigration seien aber erforderlich, „um sowohl den sozialen Zusammenhalt zu stärken als auch die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu verbessern“.

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