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Bangladesch jetzt auf Platz zwei der Lieferanten für Einzelhandel

Bangladesch hat sich auf der Rangliste der Lieferländer für den deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr auf den zweiten Platz geschoben.

Köln (afp) – Bangladesch hat sich auf der Rangliste der Lieferländer für den deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr auf den zweiten Platz geschoben. Mehr Kleidung und Haushaltswaren als das südasiatische Land lieferte nur China nach Deutschland, wie die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) am Montag in Köln mitteilte. Die Türkei fiel auf den dritten Platz zurück. Aus Bangladesch werden fast ausschließlich Textilien nach Deutschland eingeführt.

C&A, Karstadt, Lidl, Otto oder Tchibo steigerten ihre Importe aus Bangladesch im vergangenen Jahr um knapp 24 Prozent, wie der AVE mitteilte. In dem Verband sind fast alle wichtigen Einzelhändler vertreten, die Importwaren anbieten.

Die Einfuhren aus der Türkei dagegen nahmen um mehr als fünf Prozent ab. Diese Entwicklung dauert schon länger an: Die Importe aus Bangladesch verdreifachten sich in den vergangenen zehn Jahren, die aus der Türkei halbierten sich, wie der AVE mitteilte. Trotz größerer Flexibilität und vergleichsweise kurzer Transportwege aus der Türkei gehe der Trend „eindeutig“ nach Asien.

Auf Platz vier der Lieferländer folgt Indien, dessen Importe um mehr als zehn Prozent zulegen konnten. Die größten Zuwächse verzeichneten Laos (mehr als das Doppelte) und Myanmar (fast 50 Prozent). Volumenmäßig spielten diese kleinen Länder zwar keine große Rolle. Das deutliche Wachstum aber zeige, dass sich dies ändern könne, wenn die politische Öffnung andauere, erklärte der AVE.

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