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Verbraucher wollen auf Lebensmittel-Etikett Klarheit über Herkunft

Verbraucher wollen auf Lebensmittel-Etiketten konkrete Angaben zur Herkunft oder zu den Zutaten.

Berlin (afp) – Verbraucher wollen auf Lebensmittel-Etiketten konkrete Angaben zur Herkunft oder zu den Zutaten. Das zeigt eine Umfrage, die der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Montag in Berlin vorstellte. 61 Prozent der Befragten wünschen sich demnach bereits auf der Vorderseite der Verpackungen eine Zutatenliste und 78 Prozent das Mindesthaltbarkeitsdatum. 86 Prozent wollen auf dem Etikett Angaben zur Füllmenge. Und rund jeder Zweite (54 Prozent) wünscht sich Details zur Herkunft, also zum Ursprungsland oder ob die Ware “aus der Region” kommt.

“Der Verbraucher will auf einen Blick verstehen, was er kauft”, erklärte Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Deshalb müssten wichtige Angaben zu Lebensmitteln “klar verständlich auf die Vorderseite”.

72 Prozent der insgesamt rund 1500 Befragten gaben demnach an, dass Lebensmittelhersteller zu genauen Herkunftsangaben verpflichtet werden sollten. 69 Prozent vertrauen Lebensmitteln mehr, wenn die Herkunft angegeben ist.

Der Verbraucherverband forderte daher “eine einheitliche informative Herkunftskennzeichnung”, die bislang nur für wenige Lebensmittelprodukte gilt, zum Beispiel für frisches Fleisch oder auch frisches Obst und Gemüse. Vor allem bei tierischen Produkten interessierten sich die Verbraucher für die Herkunft. Das Etikett dürfe dadurch freilich nicht unübersichtlich werden.

Laut vzbv sind nach der neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), deren Vorgaben von allen Lebensmittelherstellern ab dem 13. Dezember 2014 umgesetzt werden müssen, zwar genauere Angaben als bisher auf dem Etikett vorgeschrieben. Dies müsse aber nicht zwingend auf der Vorderseite passieren.