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CSRbriefly am Freitag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Randstad veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht, WWF-Politikbarometer zur Biodiversität, Hohe Ausgaben für Manager-Renten, GLS Bank als nachhaltigste Bank ausgezeichnet, Studie zum gesetzlichen Whistleblowerschutz,Pioniere der Nachhaltigkeit, Utopia-Studie zur Blogosphäre für Nachhaltigkeit, R+V veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Perception Indicator, Ethik Gütesiegel für Flextronics Althofen, Neue Südwind-Fact-Sheets erschienen und Leuphana legt Nachhaltigkeitsbericht vor.

 

Randstad veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht
Der Personaldienstleister Randstad hat seinen inzwischen 3. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Gegenstand sind die Maßnahmen zur gesellschaftlichen Verantwortung der vergangenen zwei Jahre. Themen sind die Verantwortung im Markt, für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt. Hier geht es zum Download.

WWF-Politikbarometer zur Biodiversität
Der WWF wollte wissen, wie in Politik und Verwaltung auf Bundesebene mit dem Thema Biologische Vielfalt umgegangen wird und wie im Parlament und den Ministerien Biodiversitätspolitik im Alltag gelebt wird. Dazu wurden im Jahr 2013 Interviews mit den für Biodiversität zuständigen Personen von fünf Bundestagsfraktionen und elf Bundesministerien geführt. Herausgekommen ist das WWF-Politikbarometer.

Hohe Ausgaben für Manager-Renten
Insgesamt 7,9 Millionen Euro hat das durchschnittliche DAX-Unternehmen 2013 an die früheren Mitglieder seines Vorstands gezahlt, hat der Vergütungsfachmann Heinz Evers im Auftrag der Böckler Stiftung ermittelt. Damit gaben die Konzerne für die Renten ihrer einstigen Spitzenmanager noch einmal knapp 40 Prozent der Summe aus, die sie den aktiven Vorstandsmitgliedern überwiesen. Zusätzlich flossen pro Unternehmen im Schnitt 3,1 Millionen Euro in die Rückstellungen für das künftige Ruhegeld der heute aktiven Spitzenmanager – rund 500.000 Euro pro Person. Erstmals liefert Evers’ Analyse auch Daten für die 47 mittelgroßen Konzerne, die im MDAX notiert sind: Sie wendeten im Durchschnitt 1,8 Millionen Euro für die Pensionszahlungen an ihre ehemaligen Vorstandmitglieder auf. Hinzu kamen 1,2 Millionen Euro, die ein durchschnittliches MDAX-Unternehmen allein 2013 für die künftigen Pensionen seiner aktiven Vorstandmitglieder zurücklegte. Hier geht es zur vollständigen Auswertung.

GLS Bank als nachhaltigste Bank ausgezeichnet
Die GLS Bank wurde in Österreich mit dem Victor Preis in der Kategorie „nachhaltige Bank“ ausgezeichnet. Der Victor Preis wird in verschiedenen Kategorien vergeben, in diesem Jahr erstmalig im Bereich Nachhaltigkeit. Die GLS Bank musste sich mit 70 weiteren Banken messen. Dabei konnten Kunden in einer Online-Umfrage ihr Bankhaus unterstützen. Zugleich nahm eine Expertenjury die einzelnen Institute unter die Lupe.

Studie zum gesetzlichen Whistleblowerschutz
Die Antikorruptionsorganisation Transparency hat in Zusammenarbeit mit zwei australischen Universitäten und der Organisation Blueprint for Free Speech eine vergleichende Studie zum gesetzlichen Schutz von Whistleblowern in den G20-Staaten veröffentlicht. Erstmalig wird in der Studie die Umsetzung der in den Jahren 2010 und 2012 erfolgten Selbstverpflichtungen der G20-Staaten analysiert, angemessene Maßnahmen zum gesetzlichen Schutz von Hinweisgebern zu treffen.Deutschland liegt der Studie zufolge beim Whistleblowerschutz sowohl im Privatsektor als auch im öffentlichen Sektor weit unter dem Durchschnitt. Die Studie zum Download.

Pioniere der Nachhaltigkeit
Mit der Broschüre „Pioniere der Nachhaltigkeit“ informiert die Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigkeit“ – ein Zusammenschluss der Pilotunternehmen des CSE Certified Sustainable Economics Standard – über ihre Arbeit. Der CSE Standard wird ausführlich erläutert, es werden Hintergründe geliefert und Unternehmen porträtiert. Hier geht es zum Download.

Utopia-Studie zur Blogosphäre für Nachhaltigkeit
Blogs und Social Media sind meinungsbildend zum Thema Nachhaltigkeit geworden. Das Nachhaltigkeitsportal utopia hat 300 von ihnen unter die Lupe genommen. 56 Prozent der betrachteten Blogs im Bereich Nachhaltigkeit berichten grundsätzlich offen und dialogbereit, wie die Studienergebnisse zeigen. Weitere 32 Prozent schreiben neutral und distanziert über Unternehmensthemen, und nur eine Minderheit von 5,2 Prozent muss als dialogfern eingestuft werden. Hier sind die ausführlichen Ergebnisse.

R+V veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht
Die R+V Versicherung hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Auf 64 Seiten präsentiert der genossenschaftliche Versicherer Fakten und Projekte rund um das Thema verantwortliches Handeln. Schwerpunkte sind dabei die Rolle von R+V als Kapitalanleger und Arbeitgeber, die Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz sowie ein Überblick über das soziale Engagement der R+V Versicherung und ihrer Mitarbeiter. Der Nachhaltigkeitsbericht zum Download.

Corporate Perception Indicator
Wirtschaftsunternehmen leiden weltweit unter einem Imageproblem, doch in Deutschland ist das Bild am schlechtesten – das ergibt der erste Corporate Perception Indicator von CNBC und der PR-Agentur Burson-Marstellter. Für die Studie wurden weltweit über 25.000 Einzelpersonen aus der allgemeinen Bevölkerung und mehr als 1.800 Wirtschaftsmanager zu ihrer Meinung über Unternehmen und deren Rolle in der Gesellschaft befragt. Die Deutschen sehen es als größte Aufgabe von Unternehmen an, Arbeitsplätze zu schaffen. Dies ist demnach wichtiger als die Produktion von Konsumgütern, die Einnahme von Steuergeldern oder das Wirtschaftswachstum, das durch Unternehmen erreicht wird. 58 Prozent der deutschen Allgemeinbevölkerung geben an, dass Unternehmen eine negative Rolle spielen, wenn es um die Frage nach Einkommensgerechtigkeit geht. Über die Hälfte der deutschen Manager und Normalbürger meinen darüber hinaus, dass die soziale Verantwortung von Unternehmen insgesamt abgenommen hat. Ähnlich sieht es beim Thema Lobbying aus: 65 Prozent der deutschen Verbraucher finden, dass Unternehmen zu viel Einfluss auf die Regierung haben. Zum Vergleich: In den untersuchten Industrienationen insgesamt sehen das 54 Prozent genau so, in Entwicklungsländern dagegen gerade einmal 30 Prozent. Die Deutschen haben damit laut Corporate Perception Indicator weltweit das negativste Bild von Unternehmen in der Gesellschaft.

Ethik Gütesiegel für Flextronics Althofen
Das Ethik Gütesiegel „zukunftsfähig & enkeltauglich“ des Wirtschaftsethik Instituts Stift St. Georgen (WEISS) wurde an die Flextronics International GmbH, für eine ethisch sehr hoch entwickelte Verantwortungskultur verliehen. „Faires und verantwortungsvolles Handeln sollte für jedes Unternehmen das Leitmotiv bilden. Denn je mehr Unternehmen die Notwendigkeit von ökonomischen, ökologischen und gesell-schaftlichen Aspekten für ihr Handeln erkennen, umso besser wird es uns gelingen, Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität für nachfolgende Generationen „zukunftsfähig und enkeltauglich“ zu sichern.“ So Diözesanbischof Alois Schwarz, der die Auszeichnung überreichte. Institutsleiter Franz Schils würdigte die verantwortungsvolle und ethische Organisationsführung des Unternehmens. „Ebenso konnte bei der Geschäftsführung, den leitenden Mitarbeitern und dem Personal eine hoch entwickelte Verantwortungskultur identifiziert werden. Dies war ausschlaggebend für die Verleihung des Gütesiegels“ so Schils.

Neue Südwind-Fact-Sheets erschienen
Das Fact-Sheet „Afrikas weißes Gold – Frauenarbeit im Baumwollanbau“ zeigt auf, dass Frauen zwar weltweit die Mehrheit der Baumwoll-Pflückerinnen bilden und auf allen Arbeitsebenen in der Baumwollproduktion involviert sind, jedoch im Kontext männlich dominierter Strukturen nur über geringe Entscheidungskompetenzen und eingeschränkte Landrechte verfügen. Somit sind Frauen nach wie vor nicht angemessen an den Gewinnen und den Entscheidungsprozessen im Baumwollanbau beteiligt. Auch ihre Bezahlung liegt im Durchschnitt in allen Tätigkeitsbereichen ca. 20 Prozent unterhalb des Lohnes der Männer. Das Fact-Sheet „Bio-Baumwolle: Eine Perspektive für afrikanische Farmerinnen“ beleuchtet die vielversprechende Perspektive, die der kontrolliert biologische Anbau von Baumwolle bietet. Im Gegensatz zum konventionellen Anbau handelt es sich um ein ganzheitliches Produktionssystem, das die Gesundheit der Böden, Pflanzen, Menschen und Tiere bewahrt und lokale Kreisläufe nutzt.

Leuphana legt Nachhaltigkeitsbericht vor
Der Nachhaltigkeitsbericht der Leuphana Universität Lüneburg „Schritte in die Zukunft“ greift wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte auf und beschreibt die Integration von Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Transfer. „Als erste Universität in Deutschland haben wir vor vier Jahren eine eigene Fakultät Nachhaltigkeit eingerichtet. Das unterstreicht die Bedeutung, die das Thema für uns hat“, erläutert Universitätspräsident Sascha Spoun. Der Bericht steht im Internet zur Verfügung.

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