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Bundesregierung will Mindeststandards für Textilindustrie

Die Bundesregierung arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an Mindeststandards für die Textilindustrie. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Samstag berichtete, plant Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein „Bündnis für nachhaltige Textilien“ und will dazu am Montag wichtige Vertreter der Branche treffen.

Frankfurt/Main (afp) – Die Bundesregierung arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an Mindeststandards für die Textilindustrie. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Samstag berichtete, plant Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein „Bündnis für nachhaltige Textilien“ und will dazu am Montag wichtige Vertreter der Branche treffen. Industrie und Handel sollen demnach garantieren, dass sie über die gesamte Herstellungskette hinweg soziale und ökologische Mindeststandards einhalten.

„Die Vergütung für die reguläre Arbeitszeit muss existenzsichernd sein, das heißt, die Grundbedürfnisse der Beschäftigten und ihrer Familien decken und ihnen darüber hinaus ein frei verfügbares Einkommen lassen“, zitiert die Zeitung aus einem Aktionsplan des Ministers. Die Unternehmen C&A, Adidas, Tchibo, Otto und Aldi sollten dem Bündnis beitreten, hieß es weiter.

In einigen Ländern, in denen die Textilindustrie fertigen lässt, gibt es immer wieder schwere Unglücke und Arbeitsunfälle. Massive Überstunden, enormer Leistungsdruck und Arbeitsrechtsverletzungen gehören zum Alltag der Näher.

Eines der schwersten Unglücke ereignete sich am 24. April 2013, als der Rana-Plaza-Fabrikkomplex in Bangladesch einstürzte. Mehr als 1100 Arbeiter kamen ums Leben, mehr als 2000 weitere Menschen wurden verletzt. Zahlreiche westliche Firmen hatten in dem Gebäude Kleider nähen lassen.