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HVB Nachhaltigkeitsbericht: Gewinne integer erwirtschaften

„Zuhören, verstehen, echte Antworten geben“, so ist der neueste Nachhaltigkeitsbericht der Hypovereinsbank HVB überschrieben. Dieser ergänzt den Sustainability Report der Konzernmutter UniCredit um die Perspektive der HVB. Von der Ratingagentur oekom research wurde die HVB als nachhaltigste Geschäftsbank in Deutschland ausgezeichnet und landete im internationalen Vergleich unter den besten zehn Instituten. Mit den größten Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet das Produktportfolio.

München (csr-news) > „Zuhören, verstehen, echte Antworten geben“, so ist der neueste Nachhaltigkeitsbericht der Hypovereinsbank HVB überschrieben. Dieser ergänzt den Sustainability Report der Konzernmutter UniCredit um die Perspektive der HVB. Von der Ratingagentur oekom research wurde die HVB als nachhaltigste Geschäftsbank in Deutschland ausgezeichnet und landete im internationalen Vergleich unter den besten zehn Instituten. Mit den größten Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet das Produktportfolio.

„Stabilität und Leidenschaft: Diese beiden Schlagwörter beschreiben, was die Gesellschaft von einer Bank zu Recht erwartet“, schreibt Theodor Weimer, Vorstandssprecher der HVB, im Vorwort des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts. „Stabilität lässt sich jedoch nicht nur in Zahlen messen. Sie erwächst vor allem aus dem Vertrauen, das uns Kunden, Geschäftspartner und die Gesellschaft entgegenbringen. Wir sind darauf angewiesen, dass sie die Art und Weise, wie wir Geschäfte betreiben, für richtig erachten. Dazu zählt auch, wie wir ethische Normen an das eigene Verhalten anlegen. Auf diesem Feld hat die Finanzbranche im Allgemeinen in der Vergangenheit nicht immer voll überzeugt“. Die HVB zählt mit einer Bilanzsumme von rund 290 Milliarden Euro zu den großen Universalbanken in Deutschland. Im vergangenen Jahr hat sie ein operatives Ergebnis von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Seit 2005 gehört das Unternehmen zur europäischen Bankengruppe UniCredit.

HVB_Nachhaltigkeitsbericht

Quelle: Nachhaltigkeitsbericht „Zuhören, verstehen, echte Antworten geben“

Die Produkte und Dienstleistungen sind ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie. In diesem Sinne bedeutet verantwortliche Unternehmensführung die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte und international anerkannter Standards bei den Investments, aber auch ein nachhaltig ausgerichtetes Produktangebot für die unterschiedlichen Kundengruppen. Oekom Research hat im Rahmen seiner Bewertung die konsequente Integration ökologischer uns sozialer Aspekte sowohl in das Kreditgeschäft als auch in die Vermögensverwaltung besonders betont. Dazu gehört auch, dass die Bank versucht Reputationsrisiken konsequent zu vermeiden, indem sie versucht, diese über strikte Prozesse und Kriterien zu identifizieren. Alle wesentlichen neuen Geschäftsvorfälle werden auf mögliche Reputationsrisiken hin untersucht. Für bestimmte Einzeltransaktionen und Änderungsprozesse ist das interne Reputationsrisiko-Council (RRC) zuständig. Im vergangenen Jahr musste es über 133 Fälle entscheiden. Für Kredite werden die konzernweiten „Reputational Risk Governance Guidelines“ angewendet sowie die allgemeinen Kreditgrundsätze der HVB, die eine Kreditprüfung auch nach ökologischen und sozialen Aspekten vorsehen. Für besonders sensible Wirtschaftszweige hat die Bank zudem eigene branchenspezifische Richtlinien erarbeitet. Grundlage dafür sind internationale Standards wie die „International Finance Corporation Performance Standards“ mit den dazugehörigen „Environmental, Health, & Safety Guidelines“ der Weltbank sowie die „Equator Principles“. Aktuell wendet die Bank spezielle Branchenrichtlinien für die Rüstungsindustrie, die Atomenergie, Bergbau und Wasserinfrastrukturprojekte an. Richtlinien für die verantwortliche Finanzierung von kohlebasierten Energieprojekten sind für das kommende Jahr geplant. In 2013 wurden insgesamt 22 Projekte gemäß den Richtlinien der „Equator Principles“ finanziert, davon drei aus der Kategorie A mit einem hohen Risiko ökologischer und sozialer Umweltauswirkungen.

Außerdem bietet die HVB schon seit Jahren auch nachhaltige Geldanlagen an. Das aktuelle Volumen der „Assets under Sustainable Management“ beträgt 1,5 Milliarden Euro, darin enthalten sind rund 420 Millionen Euro, die sich in Nachhaltigkeitsfonds befinden. Für die interne Weiterentwicklung dieser Anlagen ist der „Arbeitskreis Nachhaltige Geldanlage“ zuständig, in dem sich Experten aus allen Bankbereichen beraten. Bis 2015 soll der Arbeitskreis, auf Grundlage einer in diesem Jahr durchgeführten Bedarfsanalyse, ein verbindliches Nachhaltigkeitsverständnis für das Anlagegeschäft erarbeiten und etablieren. Bereits seit 2012 bietet die Bank keine Finanzprodukte mehr an, die von der Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln abhängen. Zudem gehört die HVB europaweit zu den größten Finanzierern erneuerbarer Energien. Das Portfolio umfasst Investments in der Größenordnung von 4,3 Milliarden Euro, von den rund 70 Prozent auf Windenergieprojekte entfallen. Um Unternehmen zu unterstützen die sich aktiv drängenden sozialen oder ökologischen Fragen widmen, beteiligt sich die HVB unter anderem am Social Venture Fund – dem ersten Fonds, der europaweit Sozialunternehmen Wachstumskapital zur Verfügung stellt. Aus der Erstbeteiligung in Höhe von 700.000 Euro sind inzwischen 22,3 Millionen für den Folgefonds geworden.

Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht der HVB enthält der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht „Zuhören, verstehen, echte Antworten geben“.