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WHO befasst sich in Moskau mit dem Kampf gegen Tabakkonsum

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befasst sich seit Montag auf einer internationalen Konferenz in Moskau mit weiteren Maßnahmen im Kampf gegen den Tabakkonsum. In ihrer Eröffnungsrede warnte WHO-Chefin Margaret Chan vor dem Einfluss der Tabak-Lobby.

Moskau (afp) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befasst sich seit Montag auf einer internationalen Konferenz in Moskau mit weiteren Maßnahmen im Kampf gegen den Tabakkonsum. An den fünftägigen Beratungen nehmen rund 1500 Delegierte aus 167 Mitgliedstaaten des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) teil. Die USA und Kanada boykottieren wegen der Ukraine-Krise die Tagung. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen eine Erhöhung der Zigarettensteuer und schärfere Regeln für den Konsum von nikotinhaltigen E-Zigaretten.

In einer Beschlussvorlage empfiehlt die WHO ein Verkaufsverbot von E-Zigaretten an Minderjährige sowie ein Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen. Experten stufen E-Zigaretten als wertvolle Entwöhnungshilfe, aber auch als Einstiegsdroge ein. Beim Konsum der elektronischen Glimmstängel wird anstelle von Tabak aromatisierter und meist mit Nikotin angereicherter Dampf inhaliert.

In ihrer Eröffnungsrede warnte WHO-Chefin Margaret Chan vor dem Einfluss der Tabak-Lobby. Diese verlange eine Teilnahme an der Debatte, um bei der Suche nach Lösungen zu helfen, doch würde dies bedeuten, „den Bock zum Gärtner zu machen“, sagte Chan. Ausdrücklich lobte sie Russland, das eine der schärfsten Antiraucher-Kampagnen weltweit fährt.

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