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Deutsche-Bank-Chef macht sich für Normalverdiener und Arme stark

Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen hat sich für die Belange der Normalverdiener und Armen stark gemacht. „Die Reichen dürfen ihre Augen nicht vor den Sorgen der anderen verschließen“, sagte Fitschen dem Berliner „Tagesspiegel“. Auf Dauer müssten alle Mitglieder der Gesellschaft vom wachsenden Wohlstand profitieren.

Berlin (afp) – Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen hat sich für die Belange der Normalverdiener und Armen stark gemacht. „Die Reichen dürfen ihre Augen nicht vor den Sorgen der anderen verschließen“, sagte Fitschen dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). Auf Dauer müssten alle Mitglieder der Gesellschaft vom wachsenden Wohlstand profitieren. „Alles andere ist nicht gesund“, sagte der zusammen mit Anshu Jain an der Spitze der größten deutschen Bank stehende Fitschen.

Fitschen sieht vor allem bei den Arbeitnehmern finanziellen Nachholbedarf. Viele Menschen hätten in den vergangenen zehn Jahren keine Reallohnerhöhung gesehen. „Irgendwann könnte der Geduldsfaden reißen, wenn die Vermögenden in Zukunft immer mehr verdienen, während zu viele Bürger das Gefühl entwickeln, nicht angemessen teilhaben zu können an dem gemeinsam erwirtschafteten Mehrwert.“

Konkreten Handlungsbedarf sehe er bei der bereits diskutierten kalten Progression, die Gehaltserhöhungen steuerlich auffressen kann. Aber auch die Frage nach höheren Steuern für Reiche etwa durch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes stünden für ihn im Raum, berichtete der „Tagesspiegel“.

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