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Die Nominierten

Der Herbst ist die Zeit der Preisverleihungen. Nachdem der CSR-Preis der Bundesregierung bereits im September vergeben wurde, stehen in den nächsten Wochen weitere Preisverleihungen an. Zu den wichtigsten gehören der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, der Ecodesign-Award und der Blaue Engel Preis. Wer eine Chance auf einen der Preise hat, steht bereits fest. Eine Übersicht über die Nominierten.

Berlin/Düsseldorf (csr-news) > Der Herbst ist die Zeit der Preisverleihungen. Nachdem der CSR-Preis der Bundesregierung bereits im September vergeben wurde, stehen in den nächsten Wochen weitere Preisverleihungen an. Zu den wichtigsten gehören der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, der Ecodesign-Award und der Blaue Engel Preis. Wer eine Chance auf einen der Preise hat, steht bereits fest. Eine Übersicht über die Nominierten.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis:

In der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Großunternehmen 2014“ sind der Hausgerätehersteller Miele, der Recyclingdienstleister Remondis und die Hotelkette Scandic nominiert. Produktnutzungsdauer und -lebenszyklus im Hinblick auf Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch haben die Jury beim Gütersloher Unternehmen Miele überzeugt. „Die branchenweit vorbildliche Produktlebensdauer bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch sendet ein außerordentlich gutes Nachhaltigkeitssignal an Branche und Gesellschaft“, so die Begründung. Das Familienunternehmen Remondis konnte mit seinem Programm Rohstoffwende punkten. „Hier geht das Unternehmen auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft mit gutem Beispiel voran“, lautet das Fazit der Jury. Die internationale Hotelkette Scandic betreibt in Deutschland zwei Hotels, bei denen sich durch die gesamte Wertschöpfungskette, von der Wahl der Baumaterialien bis hin zum nachhaltigen Verhaltenskodex für Lieferanten, nachhaltiges Handeln zeigt. Entsprechend die klare Aussage der Jury: „Damit sendet Scandic Hotels wichtige Impulse ins internationale Hotelgewerbe für mehr Konsequenz im nachhaltigen Tourismus“.

In der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Unternehmen mittlerer Größe 2014“ wurden der DJH Landesverband Unterweser-Ems, die Rauch Möbelwerke und die Unternehmensgruppe Wolff & Müller nominiert. Der regionale Jugendherbergs-Verband ist nach Auffassung der Jury in Sachen Nachhaltigkeit schon weiter als zahlreiche Premiumanbieter. Mit vielen Ideen wie dem Veggie Day befindet sich der Verband auf dem Weg zu einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie. „Damit wirken die Jugendherbergen über den Aufenthalt hinaus in die Gesellschaft hinein auf Zukunftsfähigkeit hin“, so das Urteil. Der Möbelhersteller Rausch konnte dagegen mit seiner ganzheitlichen Unternehmensstrategie im Kampf gegen demografischen Wandel und Preisverfall überzeugen. Besonders beeindruckt hat die Jury, „dass trotz Rohstoffproblemen die Möbelwerke – anders als große Mitbewerber – ihre Rohstoffe aus Deutschland beziehen und so regionale Märkte stützen“. Das Familienunternehmen Wolff & Müller ist eines von wenigen Unternehmen der Bauindustrie, die sie sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Dabei macht der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens deutlich, dass sich eine nachhaltige Ausrichtung und Profitabilität nicht ausschließen.

In der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Kleinunternehmen 2014“ sind der Fair Trade Anbieter GEPA, die Naturstrom AG und der Chemiebetrieb W. Neudorff nominiert. GEPA konnte die Jury überzeugen, weil das Unternehmen mit der eigenen Marke „fair plus“ der Verwässerung durch konventionelle Anbieter entgegenwirkt und damit ein klares Signal an Mitbewerber sendet. Der Energieversorger Naturstrom setzt Nachhaltigkeit auf allen Stufen der Wertschöpfungskette um und kann mit seinem innovativen Einkaufsmodell wichtige Impulse in den Strommarkt geben. Damit leiste das Unternehmen im Kleinen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. W. Neudorff ist einer der ersten deutschen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und zählt im Bereich der Agrochemie zu den Pionieren der Nachhaltigkeit. „Die Ausrichtung des Agrochemie-Unternehmens hat deutliche Signalwirkung in einer Branche, die im Bereich Nachhaltigkeit sonst wenig von sich reden macht“, so die Jury.

In der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Marken 2014“ wurden die Berliner Stadtreinigungsbetriebe, noch mal Gepa und die Lebensbaum Ulrich Walter GmbH nominiert.

Für den Sonderpreis „Ressourceneffizienz“ 2014“ sind der Hersteller synthetische Polyamidfasern Aquafil, der Armaturenhersteller Grohe und der Produzent von Duft- und Geschmacksstoffen Symrise nominiert.

Als „Deutschlands nachhaltigste Großstädte 2014“ konnten sich die Städte Dortmund, Karlsruhe und Nürnberg behaupten. Die Ruhrmetropole Dortmund arbeitet kontinuierlich daran, sich von den industriellen Altlasten zu befreien. „Mit zahlreichen Maßnahmen zeigt die Stadt, dass dieser Kraftakt gelingen kann und begreift Nachhaltigkeit als wirksame Strategie zur Unterstützung des Strukturwandels“, heißt es in der Begründung der Jury. Karlsruhe, die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs setzt auf ein breites Nachhaltigkeitsprofil mit integriertem Stadtentwicklungskonzept. Das Fazit der Jury: „Insgesamt ist Karlsruhe in allen Bereichen der Nachhaltigkeit gut aufgestellt – besonders die zukunftsweisenden Konzepte im Bereich Infrastruktur und Mobilität konnten überzeugen und haben Vorbildcharakter“. Die fränkische Großstadt Nürnberg konnte mit ihrem umfassenden Nachhaltigkeitsmonitoring die Jury überzeugen. Mit 200 Indikatoren ist der Monitoringprozess auch gleichzeitig Grundlage für den Nachhaltigkeitsbericht der Stadt.

Für den Preis „Deutschlands nachhaltigste Städte mittlerer Größe 2014“ sind die Städte Delitzsch, Ludwigsburg und Lüneburg nominiert. Die sächsische Stadt Delitzsch zeigt, dass trotz knapper Kassen und Abwanderung nachhaltiges Handeln in den strukturschwachen Gebieten im Osten Deutschlands Wege aus der Krise ebnen kann. Ludwigsburg, die Stadt in der Metropolregion Stuttgart überzeugt mit einem breit angelegten Nachhaltigkeitskonzept auf Basis einer konstruktiven Bürgerbeteiligung. Die Hansestadt Lüneburg hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft den Weg zur nachhaltigen Stadt geebnet.

In der Kategorie “Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2014“ wurden die niedersächsische Samtgemeinde Barnstorf, die bayrische Gemeinde Furth und die Nordseeinsel Juist nominiert.

Drei innovative Forschungsideen sind für den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014“ nominiert. Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin macht im Carismo-Projekt aus energiefressenden Kläranlagen Kraftwerke, die Leuphana Universität Lüneburg liefert mit einer Batterie zur Speicherung thermischer Energie einen Beitrag zur Wärmewende und das Forscherteam eines Konsortiums u. a. aus drei Universitäten (HU Berlin, LU Hannover, TU München) entwickelte ein Gewächshauskonzept, mit dem sich in erheblichem Umfang Ressourcen auf allen Ebenen der Pflanzenproduktion sparen lassen.

Für den Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ 2014 ist das Gebäude-Ensemble „Am Urban“ in Berlin Kreuzberg, die Elbarkaden in der HafenCity der Hansestadt Hamburg und der Plusenergiehof im Taubertal nominiert. Gesucht wurden Neu- und Bestandsbauten, die in besonderer Weise Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Ästhetik miteinander verbinden. „Die drei nominierten Projekte bieten einen bemerkenswerten Querschnitt durch nachhaltige Baukultur“, so die Jury. Mit Am Urban in Berlin-Kreuzberg ist ein gemeinsam von privaten und öffentlichen Bauträgern saniertes, denkmalgeschütztes Viertel auf dem Gelände eines alten Krankenhauses entstanden, das soziale Einrichtungen und innerstädtischen Wohnraum vereint und unter stadtteilgerechten, ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten verwirklicht wurde. Die neu gebauten Elbarkaden in der Hamburger HafenCity setzen mit einer hohen Planungs-, Gebrauchs- und Umnutzungsflexibilität sowie der Verzahnung mit dem öffentlichen Raum auf Zukunftsfähigkeit. Bau und Nutzung des Gebäudekomplexes stehen im Zeichen von Ressourcen und Energieeffizienz, beim Innenausbau wurde auf baubiologische Materialien Wert gelegt. HOF8 – Der Plusenergiehof im Taubertal ist ein Musterbeispiel für die innovative und ökologische Gesamtsanierung einer landwirtschaftlichen Hofanlage. Die Wiederverwendung vorhandener oder Nutzung neuer Materialien regionaler Herkunft, das Energiekonzept eines Plusenergiehauses mit Versorgung durch erneuerbare Energien sowie der effiziente Umgang mit Ressourcen sind ökologisch beispielhaft umgesetzt und tragen zur Optimierung der Lebenszykluskosten bei.

 

„Blauer Engel-Preis“ 2014

Die Auszeichnung „Blauer Engel-Preis“ wird in diesem Jahr für besonderes unternehmerisches Engagement im Umwelt- und Gesundheitsschutz vergeben. Nominiert sind der Möbelhersteller hülsta, der Produzent von Pelletheizkesseln KWB sowie der Druckerhersteller KYOCERA.

 

Bundespreis Ecodesign 2014

Für den Bundespreis Ecodesign 2014 sind insgesamt 29 Produkte, Dienstleistungen und Konzepte nominiert. Der Preis wird in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs vergeben. Die Nominierten werden in einer Online-Ausstellung vorgestellt.

 

Econ-Awards 2014

112 Unternehmen sind in diesem Jahr für den Econ Award für Unternehmenskommunikation nominiert. In der Kategorie Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte sind dies die Abfallwirtschaftsbetriebe München, die Credit Suisse Group, CWS-boco Deutschland, der Flughafen München, Franz Haniel & Cie., die GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, die GEWOBAG Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank – (L-Bank), die Raiffeisen Zentralbank Österreich, TUI Cruises und Vaillant. Auch in den Kategorien „integrierte Kommunikation“, Geschäftsbericht, Online-Reporting und Imagepublikationen sind einige Nachhaltigkeitsberichte im Kreis der Nominierten. Die vollständige Shortlist zum Download.

Der deutsche PR-Preis 2014

Auch für den deutschen PR-Preis stehen die Finalisten inzwischen fest. 4040 Einreichungen mussten sich in vier Runden der Bewertung durch die Jury aussetzen. Vergeben wird der Preis auch in der Kategorie Verantwortungskommunikation und CSR. Nominiert sind Daimler, bellaflora Gartencenter, Jägermeister und Deutschland rundet auf. Die ausführliche Shortlsit im Internet.

 

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