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Frauenanteil in Dax-Vorständen steigt wieder

Der Frauenanteil in den Vorständen der 30 Unternehmen des Deutschen Aktienindex (Dax) ist wieder leicht gestiegen. 13 von 185 Vorstandsposten der größten börsennotierten Unternehmen seien derzeit mit Frauen besetzt, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit. Seit Juli sind demnach drei Frauen neu als Vorstände berufen worden.

Berlin (afp) – Der Frauenanteil in den Vorständen der 30 Unternehmen des Deutschen Aktienindex (Dax) ist wieder leicht gestiegen. 13 von 185 Vorstandsposten der größten börsennotierten Unternehmen seien derzeit mit Frauen besetzt, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Freitag in Berlin mit. Seit Juli sind demnach drei Frauen neu als Vorstände berufen worden. Die Quote stieg damit laut DIW von 5,5 auf sieben Prozent. Ende 2012 waren es nach Angaben des Instituts noch 7,8 Prozent gewesen.

Es bestehe Hoffnung, dass die „Talsohle“ beim Frauenanteil in den Dax-Unternehmen durchschritten sei, erklärte DIW-Forschungsdirektorin Elke Horst. Die 13 weiblichen Vorstände verteilten sich auf elf Unternehmen. Neu hinzugekommen seien Ariane Reinhart bei Continental, Lisa Davis bei Siemens und Giuseppina Albo bei Munich Re. Zudem ändern sich laut DIW die Zuständigkeiten der Frauen: Die Mehrzahl sei nicht mehr für Personal, sondern für einen anderen Bereich verantwortlich.

Bei den Aufsichtsräten seien die Dax-Unternehmen schon wesentlich weiter, erklärte das DIW. Hier gebe es 121 Frauen unter den insgesamt 490 Aufsichtsräten und somit eine Frauenquote bei 24,7 Prozent. Ein Drittel der Unternehmen erfülle die von der Bundesregierung anvisierte Frauenquote von 30 Prozent schon jetzt. An der Spitze stehe der Konsumgüterkonzern Henkel mit einem Frauenanteil von 44 Prozent im Aufsichtsrat. Das Schlusslicht bildet demnach der Gesundheitskonzern Fresenius, in dessen Kontrollgremium keine Frau zu finden ist.

Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD darauf verständigt, ab 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent für Aufsichtsräte von Unternehmen vorzuschreiben, die börsennotiert und voll mitbestimmungspflichtig sind. Zuletzt hatte es daran erneut Kritik aus der Unionsfraktion gegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte daraufhin, das Gesetz zur Quote werde kommen.

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