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Europäisches CSR Label für öffentliche Unternehmen

2008 wurde vom Europäischen Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) zusammen mit der Europäischen Kommission das CSR-Label als eine Art Gütezeichen für Unternehmen der öffentlichen Hand initiiert. Seitdem wurde es an rund 100 Unternehmen aus ganz Europa vergeben. In dieser Woche sind erneut öffentliche Arbeitgeber ausgezeichnet worden, darunter vier aus Deutschland. In zwei Jahren werden sie erneut auf den Prüfstein gestellt.

Mailand/Berlin (csr-news) > 2008 wurde vom Europäischen Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) zusammen mit der Europäischen Kommission das CSR-Label als eine Art Gütezeichen für Unternehmen der öffentlichen Hand initiiert. Seitdem wurde es an rund 100 Unternehmen aus ganz Europa vergeben. In dieser Woche sind erneut öffentliche Arbeitgeber ausgezeichnet worden, darunter vier aus Deutschland. In zwei Jahren werden sie erneut auf den Prüfstein gestellt.

Ausgezeichnet wurden die Unternehmen für ihre „gelungene Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmenspolitik“. Die deutschen Preisträger sind die Berliner Stadtreinigung (BSR), die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Stadtreiniger Würzburg und die Entsorgung Dortmund (EDG). Europaweit wurden 24 Unternehmen ausgezeichnet. Hans-Joachim Reck, Präsident des CEEP: „Mit der Vergabe des europäischen CSR-Labels hat das CEEP-Projekt zur gesellschaftlichen Verantwortung öffentlicher Unternehmen erneut einen wichtigen Beitrag zur Etablierung von CSR-Prinzipien und deren Förderung in öffentlichen Unternehmen geleistet. Durch das CEEP-Label und die eingereichten Projektbeispiele wird der Beitrag der öffentlichen Unternehmen zu einer nachhaltigen Wirtschaft sichtbar und konkret.“ Die Unternehmen durchlaufen dafür einen dreistufigen Bewerbungsprozess. Neben einer Selbsteinschätzung mithilfe eines Online-Fragebogens werden die genannten Maßnahmen durch externe Experten evaluiert und abschließend von einer Jury bewertet. Die Kosten für diesen Prozess belaufen sich, je nach Unternehmensgröße, auf 2.600 – 6.500 Euro. Doch damit ist nicht zwingend die Vergabe des Siegels verbunden. Unternehmen, die den Prozess erfolglos durchlaufen, erhalten kostenlos die Möglichkeit zu einer zweiten Bewerbung.

Doch was haben die Unternehmen davon? Das CSR-Label soll die nationalen Zertifizierungen ergänzen und somit den ausgezeichneten Unternehmen den Nachweis für ein soziales, ökologisches und gesellschaftsbezogenes Profil erleichtern, so wie es bei europaweiten öffentlichen Vergabeverfahren erwartet wird. Von den vier ausgezeichneten deutschen Unternehmen sind drei im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) organisiert. Deren Vizepräsident Patrick Hasenkamp gratulierte den drei Abfallwirtschaftsunternehmen und machte deutlich: „Die Mehrzahl der VKU-Mitgliedsunternehmen ist über rechtliche Vorschriften hinausgehend wirtschaftlich, sozial und ökologisch engagiert. Mit dem europäischen Label können die Unternehmen ihre bislang erworbenen regionalen oder nationalen CSR-Zertifizierungen ergänzen und ihren Mehrwert gegenüber relevanten Stakeholdern – auch über Deutschland hinaus – demonstrieren.“ Der VKU unterstützt den CEEP bei seinem Projektziel, eine flächendeckende Implementierung von Corporate Social Responsibility (CSR) in den kommunalen Unternehmen voranzutreiben und ihnen dadurch die Gelegenheit zu geben, ihr gesellschaftliches Engagement besser sichtbar zu machen. Zu den bislang ausgezeichneten Unternehmen in Deutschland zählen: Abfallwirtschaftsbetrieb München, Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Rheingau-Taunus Kreis, Erdgas Südbayern GmbH, Wasser- und Abwasserwirtschaft Gemeinde Wietzendorf, Dortmunder Energie und Wasserversorgung GmbH (DEW21), HEAG Südhessische Energie AG, Entsorgung Dortmund GmbH, Stadtreinigung Hamburg A.ö.R., Berliner Stadtreinigungsbetriebe A.ö.R., Stadtwerke Mainz AG, Berliner Wasserbetriebe A.ö.R.

Der Bundesverband Öffentliche Dienstleistungen – Deutsche Sektion des CEEP im Internet.

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