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Bundesregierung plant Unternehmensnetzwerke zum Energiesparen

Die Bundesregierung will Wirtschaft und Verbraucher mit einem Aktionsplan zu mehr Anstrengungen beim Energiesparen bewegen. Dieser sieht unter anderem vor, dass sich Unternehmen künftig zu Energieeffizienz-Netzwerken zusammenschließen, wie die FAZ berichtete. Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) beinhalte “zahlreiche” Vorschläge und befinde sich derzeit in der Abstimmung mit den anderen Ressorts, bestätigte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.

Düsseldorf (afp) – Die Bundesregierung will Wirtschaft und Verbraucher mit einem Aktionsplan zu mehr Anstrengungen beim Energiesparen bewegen. Dieser sieht unter anderem vor, dass sich Unternehmen künftig zu Energieeffizienz-Netzwerken zusammenschließen, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” am Montag berichtete. Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) beinhalte “zahlreiche” Vorschläge und befinde sich derzeit in der Abstimmung mit den anderen Ressorts, bestätigte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.

Der FAZ zufolge plant das Ministerium von Sigmar Gabriel (SPD) rund 500 Energieeffizienz-Netzwerke aus jeweils acht bis 15 Unternehmen. Sie könnten branchenübergreifend oder branchenspezifisch organisiert sein und von einem “qualifizierten Energieberater” betreut werden. Jedes Netzwerk solle ein Einsparziel formulieren, das auf den individuellen Zielen der Mitgliedsunternehmen beruhe.

Der Aktionsplan sehe insgesamt “fünf Dutzend” Maßnahmen vor, die neben Unternehmen auch Verbraucher beträfen, berichtete die “FAZ”. Demnach könnten Haushaltsgeräte in Zukunft zur Steigerung ihrer Energieeffizienz einem sogenannten Top-Runner-Programm unterworfen werden. Ein solches Programm sieht vor, dass zu einem bestimmten Stichtag das Gerät mit der besten Energieeffizienz zum Standard erhoben wird. Andere Geräte müssen sich daran dann orientieren und messen lassen.

Der Aktionsplan soll laut Wirtschaftsministerium Anfang Dezember vom Bundeskabinett beschlossen werden. Darin soll nach Angaben der “Rheinischen Post” (Montagsausgabe) auch die energetische Gebäudesanierung eine wichtige Rolle spielen. Im Gespräch seien unterem anderen mehr direkte staatliche Investitionszuschüsse durch die Förderbank KfW sowie steuerliche Erleichterungen für private Investoren.

Investitionen in die energetische Gebäudesanierung, die aufgrund von steuerlichen Vorteilen getätigt würden, führten auch zu Zusatzeinnahmen für die öffentlichen Haushalte, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der “Rheinischen Post”. “Das Handwerk erwartet von Bundesregierung und Ländern ein klares Bekenntnis zu mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand.” Auch der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, forderte “steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für die energetischen Sanierungsmaßnahmen”.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch zu senken. Sie will den Stromverbrauch bis 2020 bis um zehn Prozent senken. Im Gebäudebereich soll der Heizwärmebedarf bis 2020 um 20 Prozent verringert werden. Der Aktionsplan soll nun dabei helfen, die Ziele zu erreichen.

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