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Ritter Sport will keinen Schadenersatz von Stiftung Warentest

Trotz seines Erfolgs vor Gericht im Schoko-Streit mit der Stiftung Warentest verzichtet Ritter Sport auf eine Schadenersatzklage gegen die Verbraucherschutzorganisation. „Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen“, sagte Unternehmenssprecher Thomas Seeger dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“.

Berlin (afp/csr-news) – Trotz seines Erfolgs vor Gericht im Schoko-Streit mit der Stiftung Warentest verzichtet Ritter Sport auf eine Schadenersatzklage gegen die Verbraucherschutzorganisation. „Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen“, sagte Unternehmenssprecher Thomas Seeger dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“. Das Unternehmen habe beweisen wollen, „dass unsere Deklaration korrekt ist“. Das habe Ritter Sport erreicht.

Der Schokoladenhersteller hatte vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erwirkt. Die Verbraucherschutzorganisation darf nach dieser Entscheidung nicht mehr behaupten, Ritter verwende für seine Voll-Nuss-Schokolade statt des natürlichen Vanille-Aromas ein künstliches Vanille-Aroma.

Die Stiftung Warentest hatte kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres der Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport die Note „mangelhaft“ gegeben. In dem Testbericht hatten die Tester geschrieben, bei der Schokolade sei der chemisch hergestellte Aromastoff Piperonal nachgewiesen worden. Zu diesem Ergebnis waren die Tester aber nur auf Grund von Schlussfolgerungen gekommen – einen Nachweis für eine chemische Herstellung des Piperonal hatten sie nicht. Dieser Aromastoff kann auch natürlich hergestellt werden.

„Nur weil Stiftung Warentest kein geeignetes Verfahren zur Gewinnung natürlichen Piperonals bekannt war, haben die Verantwortlichen auf einen Verstoß gegen die Aromenverordnung geschlossen – nach dem Motto, was ich nicht kenne, kann es auch nicht geben – und unserem wichtigsten Produkt die Verkehrsfähigkeit abgesprochen“, hatte Seegers nach dem letztinstanzlichen Urteil gegenüber der Presse erklärt. Ritter Sport und Symrise hatten während des Prozesses durch eine Patentrecherche mehrere, zum Teil patentierte Verfahren aus verschiedenen Ländern aufgezeigt, mit denen aus Lorbeergewächsen Piperonal auch in industriellem Maß auf natürlichem Weg gewonnen werden kann.

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