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3. NRW-Nachhaltigkeitstagung: Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Zu den Leitlinien der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gehört eine nachhaltige Politik. Ökologische Verantwortung und ökonomische Vernunft sollen eng mit sozialer Gerechtigkeit verknüpft werden. So wollen es die Leitlinien für eine nachhaltige Politik der Landesregierung im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein Westfalen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist breites Engagement der Bevölkerung nicht nur erwünscht, sondern auch notwendig. Genau darum ging es auf der 3. NRW-Nachhaltigkeitstagung „Gut Leben, Arbeiten und Wirtschaften in 2030“.

Mühlheim an der Ruhr (csr-news) > Zu den Leitlinien der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gehört eine nachhaltige Politik. Ökologische Verantwortung und ökonomische Vernunft sollen eng mit sozialer Gerechtigkeit verknüpft werden. So wollen es die Leitlinien für eine nachhaltige Politik der Landesregierung im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein Westfalen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist breites Engagement der Bevölkerung nicht nur erwünscht, sondern auch notwendig. Genau darum ging es auf der 3. NRW-Nachhaltigkeitstagung „Gut Leben, Arbeiten und Wirtschaften in 2030“. Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider sowie Umweltminister Johannes Remmel haben mit Vertretern aller gesellschaftlichen Gruppen über das Strategiepapier der Landesregierung zur Entwicklung einer NRW-Nachhaltigkeitsstrategie in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr diskutiert.

„Wir wollen uns gemeinsam auf den Weg zu einer nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweise in NRW aufmachen. Auch die Erkenntnisse aus dem jüngsten Weltklimabericht zeigen: Schnelles Handeln ist jetzt ein Muss“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. Der Umweltminister sieht für die NRW-Unternehmen große Potenziale, die Ökonomie, Soziales und Ökologie in ihren Geschäftsmodellen miteinander verbinden und ein innovatives Know-how zur Bewältigung der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende und Ressourcenknappheit aufbauen. Als wichtigen Unterstützungshebel der Landesregierung sieht Remmel dabei den mit 40 Millionen Euro dotierten ersten Aufruf für den Leitmarktwettbewerb „EnergieUmweltwirtschaft.NRW“, für den er zuvor den Startschuss gegeben hatte. Das NRW-Kabinett hat bereits im November 2013 den Beschluss gefasst, die Nachhaltigkeit als politisches Handlungsziel stärker zu verankern und weiter zu entwickeln. Im Koalitionsvertrag wird die nachhaltige Entwicklung zu einem „Leitprinzip“ der Landesregierung erklärt. Dabei sollen ökologische Verantwortung und ökonomische Vernunft eng mit sozialer Gerechtigkeit verbunden werden.

Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Arbeitsminister Guntram Schneider diskutierten zusammen mit Kathrin Menges aus dem Vorstand des Düsseldorfer Industriekonzerns Henkel die wirtschafts- und arbeitspolitischen Aspekte der Nachhaltigkeit: Durch Aktivitäten der Unternehmen im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung können Vorteile für die Kundinnen und Kunden, die Umwelt, die Mitarbeiterschaft und die Nachbarn eines Unternehmens erzielt werden, gleichzeitig aber auch die Wettbewerbsposition des Unternehmens als glaubwürdiger Akteur auf den Märkten gestärkt werden. Minister Duin: „Wir müssen deutlicher herausstellen, dass die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein Treiber für Innovation im Unternehmen sein kann. Denn aktuelle Herausforderungen wie der Klimawandel, Ressourcenknappheit oder demografische Verschiebungen fordern Unternehmen dazu auf, nach besseren Lösungen zu suchen. Das verändert Produkte, Produktionsprozesse und Geschäftsmodelle im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.“ Die Landesregierung möchte im kommenden Jahr fünf regionale Kompetenzzentren einrichten, die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen beim Ausbau ihrer Corporate Social Responsibility (CSR) unterstützen. Die Organisationen der Wirtschaft sind aufgerufen, sich am laufenden Interessenbekundungsverfahren zu beteiligen. „Gut ausgebildete und angemessen bezahlte Beschäftigte sowie ausgeprägte Mitbestimmungsstrukturen in Betrieben sind Grundlage von unternehmerischem Erfolg. Nur durch gute und faire Arbeit können menschenwürdige Lebensbedingungen nachhaltig sichergestellt werden“, betonte Arbeitsminister Schneider. In Zeiten des demografischen Wandels stehen viele Unternehmen und Regionen des Landes vor großen Herausforderungen, etwa bei der Fachkräftegewinnung und der Vereinbarkeit von Familie und Pflege und Beruf.

Im Zentrum der 3. Nachhaltigkeitstagung stand die Diskussion eines Strategiepapier der Landesregierung: In einer großen Podiumsdiskussion und per Twitter konnten viele Teilnehmende der Konferenz, aus der Zivilgesellschaft, den Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaft, ihre Anregungen zu einer zukünftigen NRW-Nachhaltigkeitsstrategie einbringen. Die Landesregierung wird bei der für 2015 geplanten Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie dieses Feedback berücksichtigen. In den Themenforen der Tagung, zu denen Abgeordnete aller Landtagsfraktionen und sowie Vertreter des Landesjugendrings als „Stimme der Jugend und der nachfolgenden Generationen“ eingeladen waren, konnten wichtige Themenfelder einer Nachhaltigkeitsstrategie wie beispielsweise nachhaltige Wissenschaft sowie nachhaltiger Konsum und nachhaltige Lebensstile vertieft werden. In der Abschlussdiskussion unterstützte auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks den ambitionierten Vorstoß Nordrhein-Westfalens, die Transformation zu nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensstilen konkret anzugehen. Auf Bundesebene steht im Jahr 2016 eine Generalüberholung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie an. Ohne deutliche Fortschritte in NRW beispielsweise bei Klimaschutz, Energiewende und ressourceneffizientem Wirtschaften wird es auch auf Bundesebene nicht möglich sein, anspruchsvolle Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen. Umweltminister Remmel wies darauf hin, dass noch bis zum 30. November 2014 von allen Interessierten weitere Hinweise zum Nachhaltigkeits-Strategiepapier der Landesregierung übermittelt werden können. Zum Abschluss der Konferenz sagte er: „Nur durch gemeinsame Anstrengungen in der Zivilgesellschaft, den Kommunen, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik werden wir ein nachhaltiges und zukunftsfähiges NRW in 2030 erreichen.“