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Quoten für Roten Thunfisch werden deutlich angehoben

Nach Angaben eines wissenschaftlichen Komitees hat sich der Bestand an Rotem Thunfisch gegenüber 2008 von 150.000 auf 585.000 Tonnen fast vervierfacht.

Genua (afp) – Zur großen Sorge von Umweltschützern sollen in den kommenden Jahren wieder deutlich mehr Thunfische in Mittelmeer und Ostatlantik gefangen werden. Die beteiligten Länder einigten sich am Montag in Genua, die Quote für Roten Thunfisch – Nordatlantischer Thun oder Blauflossen-Thunfisch genannt – auch in den kommenden drei Jahren jeweils um 20 Prozent anzuheben, wie der World Wide Fund For Nature (WWF) mitteilte. „Die enormen Anstrengungen der vergangenen Jahre zum Schutz der Bestände könnten schnell zunichte gemacht werden“, erklärte der WWF.

Wissenschaftlichen Studien zufolge hat sich der Rote Thunfisch erholt. Die Cicta, ein Zusammenschluss der EU und 48 Ländern, darunter Japan und die USA, beriet daher seit dem 10. November in Genua über eine Anhebung der Quoten. Der WWF nahm als Beobachter teil.

Seinen Angaben zufolge sieht die Einigung vor, die Jahresbegrenzung von 13.500 Tonnen in diesem auf 16.142 im nächsten und 19.269 im übernächsten Jahr anzuheben. Für 2017 sei eine Quote von 23.155 Tonnen vorgesehen, was aber nach einer neuen Erhebung zur Entwicklung der Bestände im Jahr 2016 überprüft werden solle. Es falle sehr schwer, einen jährlichen Anstieg von 20 Prozent als „gemäßigten Ansatz“ zu bewerten, erklärte die Umweltschutzorganisation.

Nach Angaben des wissenschaftlichen Komitees der Cicta hat sich der Bestand an Rotem Thunfisch gegenüber 2008 von 150.000 auf 585.000 Tonnen fast vervierfacht. Die Wissenschaftler rieten deswegen zu einer „schrittweisen und mäßigen Anhebung“ der Quote.