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Lebensmittelkontrolleure hatten 2013 weniger zu beanstanden

Am häufigsten bemängelten die Kontrolleure sogenannte “Lebensmittel für besondere Ernährungsformen”. 2013 kontrollierten die Überwachungsbehörden zudem rund 1700 Essensausgaben in Schulen und Kindertagesstätten.

Berlin (afp) – Die Kontrolleure der amtlichen Lebensmittelüberwachung hatten 2013 etwas seltener Grund zu Beanstandungen als im Jahr zuvor. Von knapp 400.000 Proben seien elf Prozent beanstandet worden, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Mittwoch mit. 2012 lag die Quote noch bei zwölf Prozent. Ein Problem sieht das Amt bei der Essensausgabe an Schulen und Kindertagesstätten. Viele der Küchen würden Speisen nicht ausreichend warm halten.

Am häufigsten bemängelten die Kontrolleure sogenannte “Lebensmittel für besondere Ernährungsformen”: Fast 22 Prozent der Proben seien beanstandet worden. Darunter verstehen die Tester etwa Nahrung für Säuglinge und Kleinkinder oder Menschen, deren Verdauungssystem oder Stoffwechsel gestört ist. Ebenfalls oft bemängelt worden seien alkoholische Getränke, Zuckerwaren sowie Fleisch, Wild, Geflügel und Erzeugnisse daraus, teilte das BVL mit. 15 bis 17 Prozent dieser Produkte hätten Mängel aufgewiesen.

Die Hälfte der beanstandeten Proben verstieß dem Bundesamt zufolge gegen Vorschriften bei der Kennzeichnung; 18 Prozent seien verunreinigt gewesen und zehn Prozent wiesen Mängel in der Zusammensetzung auf.

Höher als bei den Lebensmittelproben lag die Mängelquote demnach bei Gastronomiebetrieben: In jedem vierten der knapp 540.000 kontrollierten Betriebe stellten die Kontrolleure Verstöße fest. Nicht alle davon hätten Hygienevorschriften betroffen; viele Verstöße seien etwa auch bei der Kennzeichnung von Zutaten bemerkt worden.

2013 kontrollierten die Überwachungsbehörden zudem rund 1700 Essensausgaben in Schulen und Kindertagesstätten. Bei 13 Prozent würden die Speisen nicht ausreichend warm gehalten, teilte das BVL mit. Mindestens 65 Grad Celsius seien nötig, damit Bakterien und Viren abgetötet würden, was in vielen Einrichtungen nicht gewährleistet werde. In einigen Schulküchen hätten Warmhaltebecken sogar ganz gefehlt.