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Nachhaltige Unternehmensführung – Vorhandene Lösungen mutiger umsetzen

Am morgigen Freitag wird zum siebten Mal der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Der Preis will den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft fördern, indem er exzellente Nachhaltigkeitsleistungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auszeichnet. Anlass für die Unternehmensberatung A.T. Kearney mehr als 300 Experten und Teilnehmer des Preises zum Thema zu befragen – mit eindeutigem Ergebnis.

Düsseldorf (csr-news) > Am morgigen Freitag wird zum siebten Mal der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Der Preis will den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft fördern, indem er exzellente Nachhaltigkeitsleistungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auszeichnet. Anlass für die Unternehmensberatung A.T. Kearney mehr als 300 Experten und Teilnehmer des Preises zum Thema zu befragen – mit eindeutigem Ergebnis.

Nach Auffassung der Befragten erreichen die Unternehmen in Deutschland ihre Nachhaltigkeitsziele nur begrenzt. Zwei Drittel sind zudem der Meinung, dass die Unternehmen hierzulande nicht auf dem richtigen Weg sind, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, das sie nicht genügend dazu beitragen, den anthropogenen Klimawandel zu stoppen und die Erderwärmung zu begrenzen. Nur 26 Prozent sehen den Verlust von Natur- und Artenvielfalt gestoppt. Mehr als die Hälfte erhofft sich eine umfassendere Unterstützung der Bundesregierung. Dabei existieren bereits zahlreiche gute und erprobte Lösungen, um den Nachhaltigkeitsanforderungen zu begegnen. Die Berater von A.T. Kearney glauben, dass die Führungskräfte die vorhandenen Lösungen nicht in der Breite einsetzen. Gleichzeitig bietet die Studie nach ihrer Einschätzung aber auch Anlass zum Optimismus. „Mit 76 Prozent ist sich die Mehrheit der Befragten einig, dass Unternehmen in Deutschland international eine Vorreiterrolle einnehmen. Denn deutsche Lösungen werden als „skalierbar“ angesehen, ihnen wird also zugetraut, dass sie Nachhaltigkeitsherausforderungen auch in anderen Regionen der Welt lösen können“, so Carsten Gerhardt, Nachhaltigkeitsexperte von A.T. Kearney. Deshalb sollten Führungskräfte in Wirtschaft und Politik die vorhandenen guten Lösungen auch mutiger und entschlossener umsetzen. Immerhin sehen 98 Prozent der Befragten Führungskräfte als entscheidend dafür an, ob Unternehmen nachhaltig agieren. Eine Auffassung, die sich auch bei Deutschen Nachhaltigkeitspreis widerspiegelt. Erfolgreich sind oftmals die Unternehmen, die mit starken Persönlichkeiten an der Spitze das Thema Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen vorangetrieben haben. “Wir brauchen entschlossene Führungspersönlichkeiten, die mit Mut die vorhandenen Nachhaltigkeitslösungen konsequenter umsetzen. Wirtschaft und Politik sollten in den Dialog treten und neue Initiativen ergreifen“, so Gerhardt.

In der Befragung kristallisierten sich einige konkrete Handlungsfelder heraus, in den Politik und Wirtschaft entschlossener handeln sollten. So wünscht sich ein Großteil der Befragten, dass Unternehmen verstärkt energieeffiziente sowie erneuerbare und emissionsfreie Technologien einsetzen. Gleichzeitig sollten sie sich in ihrer Produktentwicklung auf klimafreundliche Produkte konzentrieren. Die Politik wiederum sollte die Förderung klimaschädlicher Technologien einstellen und eine Vorfahrtsregulierung für klimafreundliche Technologien schaffen. Die Befragten forderten außerdem, dass Unternehmen die Lebensdauer von Produkten erhöhen und die Politik die Ressourceneffizienz in Unternehmen mithilfe von Programmen fördern soll. Hinsichtlich erneuerbarer Rohstoffe erachten es 60 Prozent als sinnvoll, dass die Politik die Forschung im Bereich von erneuerbaren Rohstoffen fördert. Analog unterstützt die Mehrheit den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Materialien in Unternehmen. Die Mehrheit der Befragten plädiert dafür, Produkte zu verbieten, die Natur und Arten zerstören, sowie artgerechte Tierhaltung nicht gewährleisten. Darüber hinaus sollten Unternehmen Lieferanten ausschließen, von denen sie Arten und Natur zerstörende Produkte beziehen. Außerdem schlagen 85 Prozent der Befragten vor, Schadstoff-Emissionen zu eliminieren. Die Mehrheit ist der Meinung, dass die Politik die Entwicklung durch stetig sinkende Emissionsgrenzwerte beschleunigen könnte.

 

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