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14 Prozent der Unternehmensgründungen der vergangenen acht Jahre sind „grün“

Seit 2006 wurden rund 170.000 Unternehmen gegründet, die sich Nachhaltigkeitsthemen wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz widmen. Ihr Anteil an allen Unternehmensgründungen in diesem Zeitraum beträgt 14 Prozent. Das zeigt eine Studie des Borderstep Institut gemeinsam mit der Universität Oldenburg.

Berlin (csr-news) – Seit 2006 wurden rund 170.000 Unternehmen gegründet, die sich Nachhaltigkeitsthemen wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz widmen. Ihr Anteil an allen Unternehmensgründungen in diesem Zeitraum beträgt 14 Prozent. Knapp zwei Drittel der „grünen“ Startups bietet nachhaltige Dienstleistungen an, ein Drittel stellt umwelt- und ressourcenschonende Produkte her. Diese Ergebnisse ermittelte das Borderstep Institut gemeinsam mit der EXIST-Gründerhochschule Universität Oldenburg im Rahmen des „Green Economy Gründungsmonitor 2014“.

Für die Studie analysierten sie eine Stichprobe im Umfang von 5.000 grünen Startups aus den insgesamt rund 500.000 Unternehmensgründungen im Zeitraum von 2006 bis 2013. Ziel war es, den Beitrag von Startups zur „Green Economy“, einer umwelt- und klimaschonenden Wirtschaft, anhand der Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen zu bestimmen. Das Borderstep Institut hat nun eine Zusammenfassung der Studienergebnisse auf seiner Website veröffentlicht.

„Mit einem Weltmarktanteil von 14 Prozent ist Deutschland bei den Umwelttechnologien Exportweltmeister“, kommentiert Ralf Weiß, Senior Researcher am Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit, die Ergebnisse. „Die jungen Unternehmen haben insgesamt 1,1 Millionen Arbeitsplätze geschaffen – grüne Start-ups sind damit ein wesentlicher Faktor bei der Erneuerung und Transformation der Wirtschaft hin zu einer Green Economy.“ Mehr als 840.000 Mitarbeiter sind nach den Studienergebnissen in Unternehmen beschäftigt, bei denen grüne Produkte und Dienstleistungen das Hauptgeschäft darstellen. 210.000 Mitarbeiter arbeiten in Unternehmen, bei denen Nachhaltigkeit zum Nebengeschäft zählt.

Die Ergebnisse des Gründungsmonitors zeigen, welchen Bereichen der Green Economy sich die Startups besonders häufig widmen: 81 Prozent der grünen Unternehmen leisten mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zum Klimaschutz. Etwa die Hälfte ist im Bereich Erneuerbare Energien tätig und 43 Prozent im Bereich Energieeffizienz. Außerdem geht aus den Studienergebnissen hervor, dass die meisten nachhaltigen Startups in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gegründet wurden. Mit insgesamt über 82.000 grünen Unternehmensgründungen entfällt auf die Bundesländer fast die Hälfte aller Gründungen im Bereich der Green Economy. Zu den Handlungsempfehlungen der Forschergruppe gehört eine systematische Verknüpfung von Clusterinitiativen mit der Gründungsförderung, wie sie in Bayern und Nordrhein-Westfalen praktiziert wird. Zudem könnte eine Verbesserung der Finanzierungsbedingungen grüner Start-up’s die Gründungsaktivitäten in diesem Bereich deutlich steigern.

Das Forschungsprojekt wurde im Rahmen der vom Bundesumweltministerium und der Nationalen Klimainitiative unterstützten Gründerinitiative StartUp4Climate durchgeführt. Ein Abschlussbericht soll im Januar 2015 veröffentlicht werden.

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