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Firmen investieren pro Mitarbeiter 1130 Euro in Weiterbildung

86 Prozent der Unternehmen ermöglichten ihren Angestellten 2013 eine betriebliche Weiterbildung, drei Prozentpunkte mehr als vor drei Jahren.

Köln (afp) – So viele Unternehmen wie noch nie haben einer Studie zufolge im vergangenen Jahr die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter gefördert. 86 Prozent der Unternehmen ermöglichten ihren Angestellten 2013 eine betriebliche Weiterbildung, drei Prozentpunkte mehr als vor drei Jahren, wie aus der am Montag vorgestellten Weiterbildungserhebung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht. Die Firmen investierten mit 33,5 Milliarden Euro zudem 16 Prozent mehr als bei der vorangegangenen Untersuchung im Jahr 2010. Sie gaben pro Mitarbeiter im Schnitt 1132 Euro aus.

In die betriebliche Weiterbildung wurde zugleich mehr Zeit investiert: Jeder Mitarbeiter nahm im vergangenen Jahr laut IW-Erhebung durchschnittlich knapp 33 Stunden lang an Lehr- und Informationsveranstaltungen teil. Das seien elf Prozent mehr als 2010. Etwa ein Drittel der Weiterbildung entfalle dabei auf die Freizeit der Beschäftigten. Dies sei ein Indiz dafür, dass auch die Arbeitnehmer selbst bereit seien, in ihre Weiterbildung zu investieren, erklärte das IW. Die Beteiligung sei aber umso geringer, je niedriger die Qualifikation des Angestellten sei. An- und Ungelernte bildeten sich oft gar nicht weiter.

Von der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter erhoffen sich die Unternehmen laut IW vor allem einen größeren Geschäftserfolg und die Sicherung ihrer Innovationsfähigkeit. Sie wollen demnach auch die Kompetenzen ihrer Belegschaft fördern, ihre Mitarbeiter motivieren und an die Firma binden. Jedes dritte Unternehmen gab in der Befragung zudem an, seine Mitarbeiter weiter zu qualifizieren, weil auf dem Arbeitsmarkt keine geeigneten Fachkräfte zu finden seien.

Für die Weiterbildungserhebung befragte das IW zwischen April und Juni 2014 mehr als 1800 Unternehmen. Bei ihnen waren Ende 2013 insgesamt rund 1,54 Millionen Menschen beschäftigt. Die Erhebung erfolgt alle drei Jahre. Bei der vorangegangenen Untersuchung zum Jahr 2010 waren noch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu spüren gewesen.