Nachrichten

Stabilo und Takata überzeugen mit grünen Controlling-Lösungen

Innovative und effektive Controlling-Lösungen, mit denen sich ökologisch orientierte Unternehmensstrategien gestalten lassen, zu prämieren, ist die Absicht des Green-Controlling-Awards. Bereits zum 14. Mal wurde der mit 10.000 Euro dotierte Preis von der Péter-Horváth-Stiftung vergeben. Die Stiftung möchte mit dem Green Controlling Preis einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Bedeutung der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit stärker ins Bewusstsein der Controlling-Community zu rücken. Das Unternehmen, das im jeweiligen Jahr die effektivste und innovativste „grüne“ Controllinglösung umgesetzt hat, wird prämiert. In diesem Jahr waren dies der Schreibgerätehersteller Stabilo und der japanische Automobilzulieferer Takata.

Stuttgart/München (csr-news) > Innovative und effektive Controlling-Lösungen, mit denen sich ökologisch orientierte Unternehmensstrategien gestalten lassen, zu prämieren, ist die Absicht des Green-Controlling-Awards. Bereits zum 14. Mal wurde der mit 10.000 Euro dotierte Preis von der Péter-Horváth-Stiftung vergeben. Die Stiftung möchte mit dem Green Controlling Preis einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Bedeutung der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit stärker ins Bewusstsein der Controlling-Community zu rücken. Das Unternehmen, das im jeweiligen Jahr die effektivste und innovativste „grüne“ Controllinglösung umgesetzt hat, wird prämiert. In diesem Jahr waren dies der Schreibgerätehersteller Stabilo und der japanische Automobilzulieferer Takata.

Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung, ist das gewürdigte Projekt bei Stabilo. Im Rahmen ihrer Strategie 2014 hat das Unternehmen konkrete Nachhaltigkeitsziele vereinbart. Das Controlling als Business Partner des Managements und der operativen Einheiten war gefordert, die Anforderungen, die sich aus den Nachhaltigkeitszielen ergaben, in die täglichen Abläufe zu integrieren. Die grüne Controlling-Lösung umfasst drei Komponenten. Dazu gehört die Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsprogramms, die Lösung soll Transparenz über Programmergebnisse schaffen und darüber berichten und sie soll das Nachhaltigkeitsprogramm prozessintegriert begleiten. Im entwickelten Lösungskonzept erkannte die Jury mehrere innovative Aspekte. Durch die grüne Controlling-Lösung verbunden mit der Nachhaltigkeitsstrategie, der Veröffentlichung der Ziele und Maßnahmen sowie dem kontinuierlichen Reporting konnte die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Thema Nachhaltigkeit gefördert werden. Die Green-Controlling-Lösung konnte die Erfolge des Nachhaltigkeitsprogramms sichtbar machen. So ist das Controlling als interner Berater in alle Prozesse integriert, während die Fachabteilungen in der Umsetzung ihrer Projekte autark sind. Zudem werden alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit integriert betrachtet und Transparenz über deren Wechselwirkungen geschaffen. Als wesentlicher Bestandteil des Nachhaltigkeitsprogramms ist die Green-Controlling-Lösung in das bestehende Controlling integriert. Dabei bestand die Prämisse, dass das Controlling des Nachhaltigkeitsprogramms zu keinem zusätzlichen oder parallelen Controlling-Prozess führen darf. Vielmehr wurden bestehende Budgetierungs- und Reportingprozesse um Nachhaltigkeitsziele erweitert. Einzig das Maßnahmen-Controlling, welches zum laufenden Monitoring der Nachhaltigkeitsmaßnahmen eingesetzt wird, wurde neu aufgebaut. So konnte die grüne Controlling-Lösung dazu beitragen, die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Zudem wurden wesentliche Erfolge des Nachhaltigkeitsprogramms sichtbar und stärken dadurch den Nachhaltigkeitsanspruch in der Unternehmensphilosophie.

Der zweite Preisträger, das japanische Unternehmen Takata. Für die Jury war unter anderem ausschlaggebend, dass die die Green-Controlling-Lösung des Herstellers von automobilen Insassenschutzsystemen, als Innovator und Treiber sowie als „Vernetzer“ der Organisationseinheiten agiert und dabei die vorhandenen Ressourcen und Infrastruktur im Unternehmen nutzt. Bewusst wurde anstelle einer zusätzlichen Green-Controlling-Abteilung das Thema in die Controlling-Abteilung mit ihren Tagesaufgaben integriert. Mit der prämierten Green-Controlling-Lösung hat Takata das klassische KPI-System um neu entwickelte Kennzahlen und eine höhere Detaillierung erweitert. Es wurden „green MbOs” (Management by Objectives als weltweites, variables Vergütungssystem für Manager) – „Minimize Impact on Environment“, „Limit Potential of ecologic Hazards and Risks“, „Rational materials consumption“ – im Zielvereinbarungssystem implementiert. Das Zielvereinbarungssystem wurde mit dem KPI-Reporting gekoppelt. Als „Green Projects“ versteht Takata alle Projekte, welche die Umwelt entlasten, Energie sparen oder Umweltrisiken vermeiden. Das Controlling unterstützt die Fachabteilungen und priorisiert grüne Projekte durch Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Datenrecherchen und Ergebnistracking. Dabei wirken die Controller als Moderatoren und Sparringspartner, beispielsweise bei Diskussionen mit den Fertigungsbereichen. Am Ende werden dadurch nicht nur sichtbare ökonomische wie ökologische Verbesserungen erzielt, beispielsweise die Senkung der Energiekosten um 19 Prozent trotz eines um zehn Prozent höheren Produktionsvolumens. Es konnte auch ein geschärftes Bewusstsein für Nachhaltigkeitsanforderungen und klare Verantwortlichkeiten bei den Akteuren erreicht werden. Insgesamt hat das Controlling seine interne Position stabilisiert und dem Unternehmen zu einem Innovationsschub verholfen.