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Tausende Kambodschaner demonstrieren zum Menschenrechtstag

Illegale Aneignung von Land ist ein großes Problem in Kambodscha, zudem demonstrierten hunderte Textilarbeiter für höhere Löhne und die Respektierung ihrer Rechte.

Phnom Penh (afp) – Tausende Kambodschaner haben anlässlich des internationalen Menschenrechtstags gegen die Verfolgung von Kritikern und für die Freilassung inhaftierter Landrechtsaktivisten demonstriert. Rund 3000 Menschen, darunter Mönche und Textilarbeiter, versammelten sich am Mittwoch vor dem Parlament in Phnom Penh mit Ballons, Flaggen und den Porträts inhaftierte Aktivisten. Sie überreichten eine Petition an die Regierung, in der sie den Stopp der Gewalt gegen Menschenrechtsaktivisten und ein Ende von Zwangsräumungen forderten.

Illegale Aneignung von Land ist ein großes Problem in Kambodscha, wo infolge der Herrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren viele Eigentumsrechte umstritten sind. Die kommunistische Bewegung hatte Privateigentum grundsätzlich abgeschafft. Ministerpräsident Hun Sen, der seit fast drei Jahrzehnten an der Macht ist, steht seit langem wegen seines autoritären Regierungsstils und der Unterdrückung von Oppositionellen in der Kritik.

Am Mittwoch demonstrierten auch hunderte Textilarbeiter für höhere Löhne und die Respektierung ihrer Rechte. Die Regierung hatte im November nach einer Serie von Streiks und Protesten den Mindestlohn für das kommende Jahr für die rund 650.000 Textilarbeiter auf 128 Dollar (103 Euro) pro Monat angehoben. Die Gewerkschaften hatten jedoch 140 Dollar gefordert.

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