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Verkaufsstart für Brennstoffzellenauto von Toyota

Bereits fast 1000 Kunden hätten einen Mirai (japanisch für Zukunft) vorbestellt, berichtete die Wirtschaftszeitung “Nikkei”.

Tokio (afp) – Der japanische Autobauer Toyota hat am Montag mit dem Verkauf seines Brennstoffzellenautos begonnen. Bereits fast 1000 Kunden hätten einen Mirai (japanisch für Zukunft) vorbestellt, berichtete die Wirtschaftszeitung “Nikkei”. Toyota wollte dies nicht bestätigen und gab lediglich an, es seien mehr als 400 Autos bestellt worden. Damit wäre das selbst gesetzte Verkaufsziel des Konzerns bis Ende 2015 bereits erfüllt.

Toyota kann lediglich rund 700 Mirai pro Jahr herstellen. Wegen des großen Interesses will der Konzern laut “Nikkei” die Produktionskapazitäten verdreifachen und dafür 20 Milliarden Yen (135 Millionen Euro) investieren.

Bislang interessieren sich vor allem Firmen und die öffentliche Verwaltung für den Mirai. Das hängt auch mit dem Preis zusammen – das Auto kostet 7,23 Millionen Yen (knapp 50.000 Euro, Steuern inbegriffen). Der Verkauf ist zunächst auf Japan beschränkt, im September 2015 soll der Mira dann auch in den USA sowie in Deutschland, Dänemark und in Großbritannien angeboten werden.

Der Mirai wird angetrieben von einer Brennstoffzelle. Wasserstoff reagiert dabei mit Sauerstoff zu Wasser, wobei Elektrizität erzeugt wird. Übrig bleibt als Abgas nur Wasserdampf. Das Auto hat laut Toyota eine Reichweite von 650 Kilometern mit einer einzigen Ladung, die nur drei Minuten dauern soll.

Die japanische Regierung unterstützt das Projekt mit erleichterten Vorschriften für die Errichtung von Wasserstoff-Ladestationen. Bisher gibt es davon in ganz Japan nur rund 40, bis März 2016 sollen es 100 sein. Die Regierung will mit der Lockerung von Vorschriften auch erreichen, dass für solche Ladestationen nur noch die Hälfte der aktuellen Kosten aufgebracht werden müssen. Laut “Nikkei” kostet der Bau einer Station 400 bis 500 Millionen Yen (2,7 bis 3,4 Millionen Euro).