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Agrarminister Schmidt will Antibiotika-Einsatz bei Tieren reduzieren

„Das Thema hat bei mir allerhöchste Priorität“, sagte Schmidt der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Hamburg (afp) – Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will den Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung zurückdrängen. „Das Thema hat bei mir allerhöchste Priorität“, sagte Schmidt der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut Vorabbericht vom Mittwoch. Die Verwendung von Antibiotika müsse „sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tiermedizin“ auf den Prüfstand. In beiden Fachgebieten gebe es ebenso wie in der Gesellschaft insgesamt eine gewisse „Sorglosigkeit“ im Umgang mit den Medikamenten. Ein übermäßiger Einsatz von Antibiotika fördert die Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen die Arzneien.

Im Zusammenhang mit der Massentierhaltung urteilte Schmidt zudem, dass Fleisch hierzulande manchmal zu billig verkauft werde. „Das Kilo Grillfleisch für 2,99 Euro – das geht nicht“, sagte er. Mehr Tierschutz sei nicht möglich „ohne eine Steigerung des Kostenniveaus beim Fleisch“. Er wolle die „hohen Standards“ im System der Fleischproduktion weiter steigern, sagte Schmidt.

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