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SZ: Risiken multiresistenter Keime aus der Tiermast

Bisher hätten resistente Erreger aus der Tierhaltung in Krankenhäusern wenig Schaden angerichtet, da diese zwar unempfindlich gegen Antibiotika aus der Tierhaltung, nicht aber gegen solche aus der Humanmedizin seien.

München (csr-news) – Deutschland hinkt im Kampf gegen multiresistente Keime den Niederlanden hinterher. „Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt der Mikrobiologe Professor Alex Friedrich von der Universität Groningen der Süddeutschen Zeitung (SZ, Freitagsausgabe). Ein Teil des Problems sei der demografische Wandel: eine alternde Bevölkerung brauche mehr Medikamente. Risiken für die Entstehen multiresistenter Erreger wie des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) seien aber auch eine mit Antibiotika um sich werfende „Konsum-Medizin“ sowie der Antibiotika-Einsatz in der Tiermast. Bisher hätten resistente Erreger aus der Tierhaltung in Krankenhäusern wenig Schaden angerichtet, da diese zwar unempfindlich gegen Antibiotika aus der Tierhaltung, nicht aber gegen solche aus der Humanmedizin seien. „Wenn man allerdings wartet, bis zum Beispiel MRSA aus der Tierhaltung sich so lange unter Menschen ausbreiten, dass die auch noch resistent gegen Krankenhaus-Antibiotika werden, dann hat man ein Problem“, sagt Friedrich der SZ.

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