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CSR MAGAZIN „Verantwortung in der Lieferkette“ – Beteiligen Sie sich an den Recherchen

Im März erscheint die erste Ausgabe des CSR MAGAZIN für 2015. Die Aufträge zu den Fachartikeln sind vergeben und die Recherchen haben begonnen. Hier erfahren Sie mehr über den Magazin-Schwerpunkt „Verantwortung in der Lieferkette“ und weitere praxisrelevante Themen der Ausgabe. CSR NEWS-Leser sind eingeladen, sich mit Ihrer Expertise an den Recherchen zu beteiligen.

Hückeswagen (csr-news) – Im März erscheint die erste Ausgabe des CSR MAGAZIN für 2015. Die Aufträge zu den Fachartikeln sind vergeben und die Recherchen haben begonnen. Hier erfahren Sie mehr über den Magazin-Schwerpunkt „Verantwortung in der Lieferkette“ und weitere praxisrelevante Themen der Ausgabe. CSR NEWS-Leser sind eingeladen, sich mit Ihrer Expertise an den Recherchen zu beteiligen.

An diesen Themen arbeiten Fachjournalisten für die nächste Magazinausgabe:

Palmöl: Problem erkannt – Gefahr gebannt?

Die Produktion von Palmöl ist in den vergangenen 30 Jahren um das Zehnfache gestiegen. Der Anbau der Ölfrucht für Nahrungsmittel, Kosmetikindustrie und Biosprit führt zu immer neuen Plantagen in Südostasien, aber auch in Ländern Afrikas sowie Zentral- und Südamerikas. Oft kommt es dabei zu Umweltzerstörung und Vertreibungen. Kann nachhaltiges Palmöl einen Weg aus der Misere bieten? Mit welchen „Hebeln“ können palmölverarbeitende Unternehmen Einfluss auf die Situation in der Erzeugerländern nehmen? Welche Möglichkeiten bleiben mittelständischen und kleinen Unternehmen für einen verantwortungsvollen Palmöleinsatz? Wie (gut) funktionieren Multistakeholder-Initiativen für nachhaltiges Palmöl? Und wer trägt im Wechselspiel von Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft welche Verantwortung?

Existenzsichernde Löhne

60 Wochenstunden Arbeit für 50.- EUR im Monat – dieses Beispiel aus der Textilindustrie in Bangladesch wiederholt sich in vielen Branchen weltweit. Europäische Konsumenten zeigen sich nach entsprechenden Medienberichten entsetzt, ändern ihr Kaufverhalten jedoch nicht (kaum). Und die Fachdiskussion um den „existenzsichernden Lohn“ scheint an Dynamik verlosen zu haben. Was ist ein existenzsichernder Lohn, wie lässt er sich ermitteln? Und was können Handelskonzerne und Produzenten tun, um solche Löhne in ihren Lieferketten durchzusetzen / zu fördern? Gibt es eine Best Practice? Wer sind die Akteure (auch auf NGO-Seite)?

Lieferkette Holz

Der Beitrag schaut auf die Beschaffung aus heimischen Beständen. Angesichts der Verarbeitung von Holz als Rohstoff in unterschiedlichen Endprodukte (Papier, Möbel, Spielzeug, Baustoff, Musikinstrumente, Bleistifte, etc.) sucht der Text nach unterschiedlichen Ansätzen bei der Beschaffung sowie Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus stellt er die Frage, welche Dienste Zertifizierungen – FSC, PEFC und andere – leisten.

Chemikalien in der Lieferkette

Im Dezember hat sich die Rewe Group dazu verpflichtet, gesundheitsgefährliche Chemikalien stufenweise bis zum Jahr 2020 aus der Produktion der Textil- und Schuheigenmarken zu entfernen und die strengen DETOX-Standards von Greenpeace in das eigene Nachhaltigkeitsmanagement zu übernehmen. Ein vergleichbares Ziel verfolgt die industriegetriebenen Initiative „Sustainable Apparel Coalition“: Die darin zusammengeschlossenen Unternehmen zeichnen für über ein Drittel des weltweiten Branchenumsatzes verantwortlich. Der Beitrag beleuchtet das Problem giftiger Chemikalien in der Lieferkette der Textil- und Schuhindustrie. Und er zeigt, wo die Herausforderungen für eine umwelt-, arbeiter- und verbraucherfreundliche Produktion liegen.

Bio-Baumwolle – sozial und ökologisch nachhaltige Lieferketten

Sozial und ökologisch nachhaltige Lieferkette bei der Produktion von Bio-Baumwolle – Erfolge und Probleme am Beispiel des Produzenten ägyptischen Produzenten Nuturetex, der für Alnatura produziert. Der Beitrag beruht auf den Ergebnissen einer Recherchereise nach Ägypten und spiegelt die aktuelle Situation wieder. Zu den Erfahrungen dort sollte so berichtet werden, dass sich Vergleichspunkte für andere Bereiche des Bio-Baumwollanbaus ergeben, der immer stärker in den Mainstream gelangt.

Hamburger „N“ Klub

Der N Klub jährlich ca. 100 Gäste, die sich in ihrer Gesinnung und unternehmerischen Ausrichtung dem Themenkomplex Nachhaltigkeit verschrieben haben. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, über eine hohe mediale Aufmerksamkeit langfristig das Nachhaltigkeitsbewusstsein sowohl von Wirtschaftstreibenden, als auch von Privatpersonen zu schärfen und über die Streuung gezielter Informationen Aufklärung zu leisten. Der Beitrag beleuchtet an diesem Beispiel, was ein solches Format für die Teilnehmer bringt, wie es nach außen wirkt und was andere „Netzwerker“ davon lernen können.

Interview mit Daniel Libeskind: Architektur in der nachhaltigen Stadtentwicklung

Der US-amerikanische Architekt und Stadtplaner ist bekannt für einen neuen kritischen Diskurs in der Architektur. Wiederholt lehnte er Aufträge für Repräsentativbauten in China und im Nahen Osten ab; stattdessen entschied er sich für die Entwicklung chinesischer Arbeiterbehausungen. Für ihn das Entwerfen von Wohnhäusern die hohe Kunst der Architektur, so Libeskind. Menschen ein Zuhause zu bauen, sei für ihn die größte und schönste Herausforderung. Dabei nutzt er Licht als „Baumaterial“, weil besonders Licht für Stimmung und Wohlbefinden verantwortlich sei. Unsere Autorin spricht mit Libeskind darüber, wie sich seine Häuser von anderen unterscheiden und was sie sozialer, besser, nachhaltiger machen.

Tierschutz zwischen Desinteresse, Fachdiskussion und Radikalisierung

Der Beitrag stellt die verschiedenen und sehr unterschiedlichen Akteure in Sachen Tierschutz vor: Vereine wie das „Deutsches Tierschutzbüro“, Peta oder „Vier Pfoten“, die mit teils spektakulären Aktionen und manchmal am Rande der Legalität Beweise und Aufmerksamkeit suchen, auf der einen Seite. Und andererseits gibt es den um Fachlichkeit und – aufgrund der Skepsis anderer Kritiker – um Akzeptanz bemühten „Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung PROVIEH“ oder ähnliche Vereinigungen. Und der Beitrag fragt auch danach, was die Aktiven tatsächlich erreicht haben.

Rüstungsunternehmen – Sind die „Bösen“ vielleicht doch gut oder zumindest unentbehrlich?

Briefing: Investitionen in Rüstungsunternehmen sind wohl in allen Nachhaltigkeitsfonds ausgeschlossen. Und tatsächlich schaffte es die Branche immer wieder mit Korruptionsskandalen in die Medien. Andererseits verdeutlichen derzeit die Ukraine-Krise und der Konflikt um den IS-Staat, dass eine gerechtere Ordnung auch mit Waffengewalt verteidigt werden muss. Und nicht zuletzt steht die Rüstungsindustrie in Deutschland für tausende an Arbeitsplätzen. Sind die „Bösen“ also doch gut – oder zumindest unentbehrlich? Der Beitrag reflektiert die ethische und fachliche Diskussion und fragt nach Transparenz und Nachhaltigkeit in der Branche.

Zu den Beiträgen wird es neben den Texten im Magazin umfangreiche Online-Dossiers geben. Beteiligen Sie sich: Weisen Sie die Autoren auf Studien, Praxiserfahrungen oder anderes hin, was im Zusammenhang den Recherchen Bedeutung besitzt. Oder stellen Sie sich als Experte für ein Fach- oder Hintergrundgespräch zur Verfügung. Die Redaktion des CSR MAGAZIN erreichen Sie unter der E-Mail-Adresse redaktion@csr-news.net oder tel. unter +49 2192 8546458.

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