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Handelsblatt: Deutschland ist Globalisierungsgewinner

Die deutsche Industrie konnte ihre eigene Wertschöpfung seit 1995 um 45 Prozent auf 561,3 Milliarden Euro steigern.

Düsseldorf (csr-news) – Deutschlands Industrie profitiert mehr als die Wirtschaft anderer europäischer Länder von ihrer internationalen Vernetzung und nimmt im globalen Rennen einen Spitzenplatz hinter den USA und China ein. Zwar sei Deutschlands Anteil an der globalen industriellen Bruttowertschöpfung – insbesondere aufgrund der starken Zuwächse in China – seit 1995 von 9,2 auf 6,3 Prozent gesunken, berichtet das Handelsblatt (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Jedoch konnte die deutsche Industrie ihre eigene Wertschöpfung seit 1995 um 45 Prozent auf 561,3 Milliarden Euro steigern. Frankreich erreichte lediglich ein Plus von rund drei und Großbritannien ein Plus von neun Prozent. Japan dagegen verzeichnete ein Minus von sieben Prozent.

Deutschland sei also trotz neuer wirtschaftlicher Kraftzentren „ein Globalisierungsgewinner“, so BDI-Präsident Ulrich Grillo. Laut IW-Studie nutzen mittlerweile zwei von fünf Industrieunternehmen Kostenvorteile durch eigene Werke im Ausland. Während Großunternehmen Auslandsstandorte häufig in Ergänzung zur heimischen Produktion nutzten, gäben kleine Firmen vermehrt dafür Teile der Fertigung in Deutschland auf, berichtet das Handelsblatt. „Wesentlich für die Zukunftsfähigkeit der Industrie in Deutschland ist, dass es gelingt, weiterhin die komplette Wertschöpfung in Deutschland abzubilden“, sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger der Zeitung. Wichtige Voraussetzungen dazu seien Investitionen ins Bildungs- und Verkehrssystem, sichere und bezahlbare Energie, die Stärkung der Akzeptanz der Industrie in der Gesellschaft und die Absicherung des Fachkräftebedarfs.

Die komplette Studie ist inzwischen im Internet >> als PDF abrufbar.

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