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Praxisleitfaden zur Korruptionsbekämpfung

Was wird eigentlich unter Korruption verstanden und was lässt sich dagegen unternehmen? Unter anderem diesen Fragen widmet sich ein neuer Leitfaden, den das Deutsche Institut für Compliance (DICO) in Kooperation mit dem Global Compact Deutschland veröffentlicht hat. Auf 88 Seiten werden in praxisnahen Texten alle Bereiche rund um das Thema Korruptionsprävention, wie beispielsweise rechtliche Grundlagen, Compliance Risiken, Kommunikation und Information, Sponsoring oder Compliance in Grauzonen behandelt.

Berlin (csr-news) > Was wird eigentlich unter Korruption verstanden und was lässt sich dagegen unternehmen? Unter anderem diesen Fragen widmet sich ein neuer Leitfaden, den das Deutsche Institut für Compliance (DICO) in Kooperation mit dem Global Compact Deutschland veröffentlicht hat. Auf 88 Seiten werden in praxisnahen Texten alle Bereiche rund um das Thema Korruptionsprävention, wie beispielsweise rechtliche Grundlagen, Compliance Risiken, Kommunikation und Information, Sponsoring oder Compliance in Grauzonen behandelt.

„Praxisnähe war der zentrale Leitgedanke bei der Zusammenstellung und Aufarbeitung der Themen“, sagt DICO-Vorstand Meinhard Remberg. „Wir wollen aufzeigen, welche Maßnahmen zur Korruptionsprävention entscheidend sind und wie sich diese im Unternehmen umsetzen lassen. Damit bietet der Leitfaden jedem Mittelständler, der ein Compliance Management-System in seinem Unternehmen aufbauen will, eine wertvolle Hilfestellung.“ In insgesamt 25 Fachbeiträgen werden sowohl rechtliche Grundlagen als auch konkrete Präventionsmaßnahmen thematisiert, aber auch Sonderthemen wie Sponsoring und Hospitality behandelt. „Als Autoren konnten wir erfahrene Compliance-Praktiker gewinnen, die sich in ihren Unternehmen bereits seit Jahren mit der Thematik auseinandersetzen“, sagt Philip Matthey, Vorsitzender des DICO-Verwaltungsrats. „Unserem interdisziplinären Ansatz bleiben wir treu, indem auch in diesem Leitfaden Experten aus der Wissenschaft und von Beratungsunternehmen zu Wort kommen.“

In dem Leitfaden wurden fünf Elemente für eine wirksame und effiziente Korruptionsprävention herausgearbeitet. Diese sind zunächst eine integre Unternehmenskultur in der Korruption weder akzeptiert noch toleriert wird und eine fundierte Risikoanalyse insbesondere der Themenfelder und Unternehmensbereiche, die einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sind. Daraus ergeben sich konkrete Handlungsanweisungen für Mitarbeiter und Geschäftspartner sowie abgestimmte Trainings- und Kommunikationsmaßnahmen. Das fünfte Element ist die Etablierung eines festen Ansprechpartners als Anlaufstelle.

Fünf Elemente als Basis für eine erfolgreiche Korruptionsprävention

Korruptionsprävention

Quelle: DICO – Leitfaden Korruptionsprävention für Unternehmen

Auch wenn Deutschland laut dem Corruption Perception Index (CPI) aus dem Jahr 2013 von 177 gelisteten Ländern noch vor anderen großen Industriestaaten, wie z.B. Großbritannien, den USA oder Japan, auf Platz 12 liegt, ist Korruption auch in Deutschland ein strafrechtliches aber vor allem wirtschaftliches Problem. Laut dem Korruption Bundeslagebild 2012 des BKA wurde für das Jahr 2012 ein monetärer Schaden von 354 Millionen Euro durch Korruption in Deutschland gemeldet, was einem Anstieg von 28 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Dunkelziffer wird jedoch deutlich höher liegen. Insbesondere die finanziellen Schäden, die durch Korruption erlangte Aufträge und Genehmigungen entstehen, lassen sich nur schwer beziffern und dürften den, der deutschen Wirtschaft tatsächlich entstehenden Schaden, um ein vielfaches übersteigen.

Der Leitfaden Korruptionsprävention für Unternehmen zum Download

 

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