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Deutschlandfunk: Nachhaltigkeitsberichte manchmal schöner Schein

Nachhaltigkeitsberichte zeugen dann von einem glaubwürdigen CSR-Engagement, wenn Unternehmen auch unwirtschaftliche Entscheidungen treffen.

Bonn (csr-news) – Nachhaltigkeitsberichte zeugen dann von einem glaubwürdigen CSR-Engagement, wenn Unternehmen auch unwirtschaftliche Entscheidungen treffen. Der Bremer Nachhaltigkeitsexperte Prof. Georg Müller-Christ sagte dem Deutschlandfunk (Onlinemeldung vom Mittwoch): „“Ich würde immer darauf achten, auf die Informationen, die verdeutlichen, dass Unternehmen über die Effizienzhürde springen“. Mit Investitionen in Energieeinsparungen oder die Mitarbeiter, die sich auch mittelfristig möglicherweise nicht rechnen, seien Unternehmen auf dem richtigen Weg. Müller-Christ weiter: „Wenn Sie immer nur hören, dass sie dadurch Kosten gespart haben und dass sich das rechnet, dann machen sie nur das, was sie sowieso immer machen. Da brauchen sie keinen Nachhaltigkeitsbegriff für.“ Rationalisieren sei eine ur-unternehmerische Aufgabe – dem ein grünes Mäntelchen umzuhängen, Greenwashing, so der Professor gegenüber dem Deutschlandfunk.

Der Beitrag beleuchtet den Nachhaltigkeitsbericht der Deutschen Post. Dort ist von Investitionen in eine Fahrzeugflotte mit alternativem Antrieb zu lesen. Die Post befinde sich damit in einem Graubereich, denn sie verfolge damit unter dem Begriff „Shared Value“ auch ökonomische Ziele.

Der Beitrag des Deutschlandfunk >> im Internet

Kommentar

  • Als „schön“ kann man diesen Schein eigentlich kaum noch bezeichnen. Die meisten Nachhaltigkeitsberichte lesen sich oft als krude Mischung aus Marketingfeuerwerk, weiträumigen Bilderstrecken von glücklichen Mitarbeitern in Schulungsräumen und langatmigen Auflistungen von Spendenkampagnen. Die Berichte leiden unter einem fehlenden Konzept. Nachhaltigkeitsberichte sollten ohnehin abgeschafft werden und die Informationen im regulären Geschäftsbericht untergebracht werden, wo sie auch hingehören.

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