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Die Zeit: Nahles fordert Umdenken in der Arbeitsmarktpolitik

Hamburg (csr-news) – Die Arbeitsmarktpolitik ist zu sehr von der „Logik der Massenarbeitslosigkeit“ geprägt. Diese Ansicht vertritt Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ (aktuelle Ausgabe). Angesicht der verbesserten Beschäftigungslage hätten sich die Prioritäten der Beschäftigten verändert. „Auf einmal geht es für viele Menschen darum, wieder Zeit aus der Arbeit herauszulösen: Zeit für die Familie zum Beispiel. Oder für Weiterbildung. Oder auch einfach nur Zeit für sich selbst“, sagte Nahles. Das vollzeitarbeitende Paar sei lange ein Ideal der SPD gewesen. „Mittlerweile begegne ich aber immer mehr Menschen, die sich sorgen, dass die Arbeit alles andere in ihrem Leben erschlägt“, so die Ministerin. Arbeit solle gleichmäßiger über den Lebensverlauf verteilt und zwischen den Geschlechtern aufgeteilt werden. Eine Familienarbeitszeit von 32 Stunden in der Woche für Mütter und Väter böte dazu die nötige Flexibilität. Die Arbeitszeitreduktion dürfe aber „kein Privileg für Besserverdienende sein“, so Nahles gegenüber der „Zeit“.