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CSRbriefly am Freitag

Hückeswagen (csr-news) – Zum Jahresauftakt mit den Themen: Verbraucherzentralen sehen Handlungsbedarf bei Lebensmittelverpackungen, Nachhaltigkeit als Fokusthema auf Konsumgütermesse, Gute Arbeitsbedingungen für Forschende, Bewerbungsbeginn für den TRIGOS 2015 und EU-Ökodesign-Verordnung löst Innovationsschub aus.

 

Verbraucherzentralen sehen Handlungsbedarf bei Lebensmittelverpackungen
Der Einsatz von Verpackungen ist in vielen Fällen sinnvoll und kann dazu beitragen, dass Lebensmittel länger halten und damit weniger im Müll landet. Der Verpackungsaufwand geht jedoch oft weit über dieses Ziel hinaus, so die Verbraucherzentrale Sachsen. „Viel Verpackung trifft auf wenig Inhalt“, so deren Lebensmittelexpertin Uta Viertel. So liegen beispielsweise wenige hauchdünne Wurstscheiben aufgefächert in einer großen Plastikhülle oder einzeln verpackte Süßigkeiten nochmals in einem separaten Beutel. Immerhin summiert sich dieser Aufwand auf knapp 350 Euro für jeden Bundesbürger pro Jahr. Hinzu kommen häufig unbekannte gesundheitliche Risiken durch die Inhaltsstoffe der Verpackungen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hält einige Punkte im Zusammenhang mit Verpackungen für kritisch, beispielsweise das Lebensmittel immer öfter zum direkten Erhitzen in der Verpackung angeboten werden. Die Verbraucherzentralen wollten im Rahmen einer Befragung von Herstellern mehr zur Sicherheit ihrer Verpackungen wissen. Das Ergebnis: Nur wenige Firmen waren zu Auskünften bereit und stellten kaum aussagekräftige Dokumente zur Verfügung. Das deckt sich in Teilen auch mit den Erfahrungen der Überwachungsbehörden. Deshalb fordern die Verbraucherschützer von der Politik strengere Sicherheitsvorschriften für Verpackungen zu schaffen.

Nachhaltigkeit als Fokusthema auf Konsumgütermesse
Funktionalität, Design, Ästhetik, Qualität – diese Eigenschaften sind bei Konsumenten gefragt, wenn es um die Beurteilung von Produkten geht. Seit einigen Jahren ergänzt das Thema Nachhaltigkeit dieses Spektrum, das im Bewusstsein der Konsumenten mittlerweile fest verankert ist, nachgefragt und eingefordert wird. Auch auf Branchenplattformen wie der Konsumgütermesse Ambiente hat sich das Thema Nachhaltigkeit fest verankert. Nicht nur bei den Ausstellern, die ihr Produktangebot verstärkt nach nachhaltigen Kriterien ausrichten, auch im Rahmenprogramm der Ambiente wird dieses Thema immer präsenter. Ressourcenschonung, ökologisch sinnvolle Verarbeitung sowie der durchdachte Materialeinsatz sind für viele Konsumenten nachhaltige Aspekte, auf die sie nicht verzichten möchten. Ähnlich wie Qualität und Ästhetik ist die Nachhaltigkeit auf bestem Wege, zu einem Kriterium zu werden, das die Produktauswahl entscheidend beeinflusst“, so Nicolette Naumann, Vice President Ambiente. Auch die Talents – die Teilnehmer des gleichnamigen Design-Nachwuchsprogramms der Messe Frankfurt – greifen das Thema Nachhaltigkeit verstärkt auf. Insbesondere bei der Lebensmittellagerung und -zubereitung machen sich die Talents Gedanken dazu, wie man bestehende Konzepte in nachhaltige Lösungen von morgen übersetzen kann. Die Ambiente wird vom 13. bis 17. Februar 2015 in den Frankfurter Messehallen veranstaltet. Weitere Informationen auf der Website der Messe.

Gute Arbeitsbedingungen für Forschende
Als erster deutscher Hochschule hat die Europäische Kommission der Fachhochschule Köln das Logo „HR Excellence in Research“ verliehen, ein Gütesiegel im weltweiten Wettbewerb um Spitzen-Wissenschaftler. Es steht unter anderem für faire und transparente Einstellungsverfahren, gute Arbeitsbedingungen, Achtung vor geistigen Eigentumsrechten sowie für ein stimulierendes Arbeitsumfeld mit ausreichenden Fortbildungsangeboten. Damit bestätigt die EU-Kommission, dass die Fachhochschule Köln bereits viele Prinzipien der Europäischen Charta für Forschende sowie des Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschenden der Europäischen Kommission erfüllt. Sie sollen sicherstellen, dass das Verhältnis der Forschenden mit ihren Forschungseinrichtungen die Erzeugung von Wissen und den Transfer von Wissen und Technologie begünstigt. Hintergrund der EU-Initiative ist die Sorge, dass ein Mangel an Forschenden die Innovationskraft, das Wissenspotenzial und das Produktivitätswachstum der EU erheblich beeinträchtigen könnte. Um das zu verhindern, will die Europäische Union ihre Attraktivität für Forscher entscheidend verbessern. Einheitliche Standards in der Personalpolitik und neue Instrumente für die Laufbahnentwicklung von Forschenden sollen deren Karriereaussichten in Europa verbessern. Im Rahmen der Initiative „HR Excellence in Research“ hat die Hochschule mit ihrer „Human Resources Strategy for Researchers“ einen Vier-Jahresplan aufgestellt, der den Ausbau bereits bestehender Maßnahmen unter anderem in den Bereichen Einstellungsverfahren, Arbeitsbedingungen und Soziale Sicherheit, Chancengleichheit, Laufbahnentwicklung und -beratung sowie Mobilität und Ausbildung von Nachwuchswissenschaftler vorsieht.

Bewerbungsbeginn TRIGOS 2015
Seit dem 8. Januar könne sich Unternehmen aus Österreich wieder um den Nachhaltigkeitspreis TRIGOS bewerben. Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen, denen nachhaltiges Wirtschaften ein Anliegen ist. Ausgezeichnet werden jene Betriebe, die Corporate Social Responsibility in all ihre Handlungsfelder integrieren und entsprechende Maßnahmen in Hinblick auf die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen, den Einkauf, die Mitarbeiter und auch im Bereich Umwelt und Gesellschaft setzen. Hinter dem TRIGOS steht eine Trägerschaft aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die den Preis seit dem Jahr 2004 einmal jährlich an österreichische Vorzeigebetriebe vergibt. Unternehmen können sich noch bis zum 8.März für folgende Kategorien bewerben: Ganzheitliches CSR-Engagement (nach Unternehmensgröße unterteilt in klein, mittel und groß), Social Entrepreneurship und Beste Partnerschaft. Dabei können erfolgreiche Partnerschaftsprojekte zwischen Unternehmen oder zwischen Unternehmen und dem dritten Sektor sowohl auf nationaler wie internationaler Ebene einreichen. Die Einreichung eines Partnerschaftsprojekts zwischen mehreren Unternehmen ohne Beteiligung eines nicht-unternehmerischen Partners ist 2015 erstmals möglich. Der TRIGOS wird in der Kategorie „Beste Partnerschaft“ zweimal vergeben. Auch 2015 richtet sich die Kategorie „Beste Partnerschaft“ fokussiert an internationale Projekte. Hier geht es zur Ausschreibung.

EU-Ökodesign-Verordnung löst Innovationsschub aus
Die auf dem deutschen Markt vertretenen Hersteller von Staubsaugern bieten zu einem großen Teil Geräte an, die deutlich weniger Energie verbrauchen als es die vor vier Monaten eingeführte EU-Ökodesign-Verordnung für Staubsauger vorgibt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter fünf großen Staubsaugerherstellern. Befragt wurden drei deutsche Firmen sowie zwei aus dem europäischen Ausland. Obwohl Neugeräte laut Verordnung weiterhin bis zu 1.600 Watt Leistung aufnehmen dürfen, haben vier der fünf Hersteller überwiegend Staubsauger in ihrem aktuellen Programm, die weniger als 1.000 Watt benötigen. Zwei dieser Firmen bieten ausschließlich solche Modelle an. Die verpflichtende Kennzeichnung mit dem EU-Energielabel ergibt ein ähnliches Bild: Bei drei der fünf Hersteller dominieren Geräte der Energieeffizienzklassen A und B das Produktportfolio. Diese Staubsauger benötigen in einem Durchschnittshaushalt jährlich zwischen 28 und 34 Kilowattstunden Strom. Zulässig ist nach der EU-Ökodesign-Verordnung ein rund doppelt so hoher Durchschnittsverbrauch von 62 Kilowattstunden pro Jahr. Die besonders hohe Energieeffizienz der neuen Staubsauger-Generation verdeutlicht auch die dena-Auswertung des Preisvergleichsportals idealo im Internet, das Produkte aus rund 35.000 Online-Shops berücksichtigt. Von den gelabelten Geräten entfielen in einer Stichprobe von November 2014 61 Prozent auf die Energieeffizienzklassen A oder B. Bei der Leistungsaufnahme lagen 24 Prozent der gelisteten Geräte unter 1.000 Watt. Im August 2014, kurz vor Inkrafttreten der Verordnung, traf das lediglich auf 15 Prozent der Produkte zu. Allerdings gibt es aktuell noch viele ältere Staubsauger auf dem Markt, die erheblich mehr Strom verbrauchen und seit Einführung des EU-Labels für Staubsauger im September 2014 oftmals sehr preisgünstig angeboten werden. Viele dieser Geräte bieten keine bessere Saugleistung als die neuen, energieeffizienteren Modelle. Beim Kauf eines Staubsaugers ist zu beachten, dass eine hohe Wattzahl nicht mit hoher Saugleistung gleichgesetzt werden kann. Bei den neueren Staubsaugern bietet das EU-Energielabel eine Orientierung: Es informiert sowohl über den Energieverbrauch als auch über die Saugleistung der gekennzeichneten Produkte. Viele Hersteller konnten die Saugleistung ihrer Geräte trotz eines deutlich reduzierten Energieverbrauchs verbessern, indem sie verschiedene Komponenten überarbeiteten. Hierzu gehören etwa Saugdüsen, Motoren, Ventilatoren, Filtertechnik sowie die Luftführung in den Geräten. Von diesem Innovationsschub profitieren die Verbraucher. Sie erhalten die gewünschte Saugleistung zu geringeren Stromkosten. Prognosen der Europäischen Kommission gehen davon aus, dass mit dieser Vorschrift und dem EU-Energielabel für Staubsauger im Jahr 2020 europaweit 19 Terawattstunden Strom eingespart werden. Das entspricht ungefähr der Leistung von drei Großkraftwerken.

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