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Initiative Tierwohl nimmt Arbeit auf

Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit hat die Initiative Tierwohl nun offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

Berlin (afp) – Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit hat die Initiative Tierwohl nun offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die Initiative sei ein „klares Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Fleischproduktion“, erklärte Geschäftsführer Alexander Hinrichs am Dienstag in Berlin. Tierschützer erneuerten dagegen ihre Kritik an der Initiative.

Die Tierwohl-Initiative sieht vor, dass Bauern, die freiwillig bestimmte Tierschutzmaßnahmen ergreifen, finanziell unterstützt werden. Das Geld dafür stammt aus einem Fonds, in den Einzelhändler seit Anfang dieses Jahres einzahlen.

Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes beteiligen sich alle großen Handelsketten in Deutschland an der Initiative und zahlen vier Cent „Tierwohl-Beitrag“ pro verkauftem Kilogramm Fleisch. Ab April können sich zunächst Schweinehalter und kurz darauf auch Geflügelproduzenten für die Initiative registrieren.

Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte, Tierhaltung müsse als Ganzes betrachtet werden, die Honorierung von „isoliert wählbaren Teilaspekten“ führe nicht unbedingt zu einem höheren Tierschutzniveau. Zudem seien die geplanten Standards bei Geflügel „viel zu niedrig“. Aus Sicht der Verbraucher sei es bedauerlich, dass Fleisch aus teilnehmenden Betrieben nicht speziell auf der Verpackung gekennzeichnet werde, teilte der Tierschutzbund weiter mit.

Das Aktionsbündnis Grüne Woche demaskieren! bezeichnete die Initiative als „bloße Image-Kampagne und Werbetrick“. Die Auswirkungen der Initiative auf die Lebensqualität der Tiere sei „denkbar minimal“, teilte eine Sprecherin mit.

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