Agenturmeldung Nachrichten

Modekette Uniqlo will Arbeit in chinesischen Fabriken verbessern

Die japanische Modekette Uniqlo hat zugesichert, sich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei zwei chinesischen Zulieferern zu kümmern.

Tokio (afp) – Die japanische Modekette Uniqlo hat zugesichert, sich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei zwei chinesischen Zulieferern zu kümmern. Die Achtung der Menschenrechte und „angemessene“ Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Zulieferer stünden ganz oben auf der Liste der Prioritäten bei Fast Retailing, dem Uniqlo-Mutterkonzern, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Zulieferer seien angewiesen worden, „rasch“ zu handeln. Binnen eines Monats würden die Ergebnisse überprüft, und zwar auch von unabhängigen Dritten.

Die in Hongkong ansässige Arbeitsrechts-Gruppe Sacom hatte Uniqlo am Dienstag vorgeworfen, bei Zulieferern in der südchinesischen Provinz Guangdong einzukaufen, deren Arbeitskräfte lange und schlecht bezahlt unter gesundheitsschädigenden Bedingungen arbeiten müssen. In den Fabrikhallen herrschten „extrem hohe“ Temperaturen, der Boden sei mit Abwasser verschmutzt, die Lüftung sei dürftig, die Luft völlig verstaubt. Die Arbeiter müssten Stoffe ohne Schutzkleidung färben.

Eine interne Untersuchung habe einen Teil der Informationen bestätigt, teilte Fast Retailing am Donnerstag mit. Der Zulieferer Tomwell sei angewiesen, die Arbeitszeiten seiner Beschäftigten zu erfassen und sie gemäß den Vorschriften zu reduzieren. Die Firma Pacific Textiles habe zusichern müssen, ihren Mitarbeitern mindestens einen Tag pro Woche frei zu geben. Auch müsse sie die Arbeitszeiten pro Tag reduzieren. Die Arbeitnehmer in beiden Firmen hätten zudem das Recht, einen Vertreter zu wählen.

Sacom hatte in der Vergangenheit bereits die Arbeitsbedingungen von Menschen untersucht, die in China Maskottchen für die Olympischen Spiele in London oder Produkte für den Filmkonzern Disney herstellten.