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Vertrauen in Wirtschaft, NGOs und Medien schwindet

Veränderung? Lieber nicht! Zentrales Ergebnis des Edelman Trust Barometers 2015 ist die Angst der deutschen Bevölkerung vor zu schnellen Innovationszyklen. Auch global stehen die Menschen der sich immer schneller verändernden Technologielandschaft skeptisch gegenüber.

Frankfurt (csr-news) > Veränderung? Lieber nicht! Zentrales Ergebnis des Edelman Trust Barometers 2015 ist die Angst der deutschen Bevölkerung vor zu schnellen Innovationszyklen. Auch global stehen die Menschen der sich immer schneller verändernden Technologielandschaft skeptisch gegenüber. In Deutschland ist das geringe Vertrauen in Innovationen allerdings Teil eines allgemeinen Vertrauensrückgangs. Der Trust Index sank gegenüber dem vergangenen Jahr signifikant um sieben Prozentpunkte auf 50 Prozent. Gründe sind die deutlichen Rückgänge des Vertrauens in Unternehmen (minus zwölf Prozentpunkte), NGOs (minus zehn Prozentpunkte) und Medien (minus neun Prozentpunkte). Nur die deutsche Regierung konnte sich diesem Trend entgegenstemmen und das Vertrauen um einen Prozentpunkt auf 50 Prozent erhöhen. In der Umfrage formulieren die rund 1.000 Befragten klare Forderungen an Unternehmen. Diese sollen mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zu einer produktiveren Gesellschaft leisten. Dabei ist die Mehrheit der Befragten (72 Prozent) der Meinung, dass Unternehmen gleichzeitig ihre Gewinne erhöhen und die wirtschaftlichen und sozialen Lebensumstände verbessern können. Damit dies gelingen kann, verlangen die Menschen nach mehr Sorgfalt und fordern mehr Transparenz. 57 Prozent der Befragten glauben, Produkte werden nicht ausreichend getestet, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Unternehmen können Vertrauen schaffen, indem sie beispielsweise Testergebnisse veröffentlichen (von 73 Prozent gefordert) oder sich glaubwürdige Partner aus Wissenschaft oder NGOs suchen (von jeweils 63 Prozent gefordert). Die weiteren Ergebnisse des Edelmann Trust Barometers 2015 im Internet.

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