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FAZ: Raus mit den Treibhausgasen aus dem Portfolio

Berlin (csr-news) > Der französische Vermögensverwalter Amundi hat gemeinsam mit dem Indexanbieter MSCI einen klimafreundlichen Indexfonds entwickelt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe schreibt, wollen die Pensionsfonds AP4 aus Schweden und FRR aus Frankreich nun rund 2 Milliarden Euro in diesen Fonds umschichten. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Angeboten setzen die Fondsmanager dabei nicht auf erneuerbare Energien, sondern haben Unternehmen mit besonders großem Kohlendioxidausstoß sowie großen Öl-, Kohle- und Gasreserven aus den herkömmlichen Fonds aussortiert und die übrigen Werte entsprechend umgewichtet. Branchen wie die Solar- oder Windenergie seien noch nicht „reif genug“, um herkömmliche Technologiekonzerne im Portfolio zu ersetzen, zitiert die Zeitung den Amundi-Manager Laurent Trottier. Dabei haben die Investoren gar nicht so sehr den Klimaschutz im Sinn, vielmehr befürchten sie gesetzliche Vorgaben für CO2-intensive Unternehmen. „Inzwischen setzt sich an den Kapitalmärkten durch, dass der Klimawandel neben ökologischen und gesellschaftlichen auch erhebliche finanzielle Risiken birgt“, wird Trottier zitiert. Einbußen bei der Performance wollte man bei der Konstruktion der neuen Indexfonds aber nicht riskieren, deshalb wurden nicht die größten CO2-Emittenten aussortiert, sondern der CO2-Ausstoß wurde ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt. So bleiben auch die bekannten Ölriesen weiterhin im Klimaschutz-Index vertreten.