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CSR-Ausgaben der größten Unternehmen für Bildungsprojekte

Es sind knapp die Hälfte der weltweit größten Unternehmen, die im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten auch in Bildung investieren. Die ist ein Ergebnis der weltweiten ersten Studie zu diesem Thema, die von der Varkey Foundation zusammen mit der Unesco durchgeführt wurde. Gegenstand der Studie waren die Firmen des Fortune Global 500, darunter auch 29 Unternehmen aus Deutschland.

Dubai (csr-news) > Es sind knapp die Hälfte der weltweit größten Unternehmen, die im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten auch in Bildung investieren. Die ist ein Ergebnis der weltweiten ersten Studie zu diesem Thema, die von der Varkey Foundation zusammen mit der Unesco durchgeführt wurde. Gegenstand der Studie waren die Firmen des Fortune Global 500, darunter auch 29 Unternehmen aus Deutschland.

Bildung gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für stabile Arbeitsplätze in der Zukunft. Das gilt für nahezu alle Branchen weltweit. Selbst in den Schwellenländern zeigt sich schon ein zunehmender Bedarf höher qualifizierter Mitarbeiter während die Arbeitsplätze, die nur eine geringe Qualifikation erfordern, abnehmen. Doch zahlreiche Länder, vor allem die einkommensschwachen Volkswirtschaften, können den Bedarf kaum decken. Es fehlt oftmals schon an grundlegenden Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Ein Problem, das nach Angaben der Unesco nur mit zusätzlichen Milliardeninvestitionen zu stemmen ist. An dieser Stelle sind auch Unternehmen gefragt. Ob und wie sie sich an Bildungsinvestitionen beteiligen, ist Gegenstand einer Studie der Varkey Foundation, die zusammen mit der Unesco erstmalig die Unternehmensausgaben für Bildung erfasst hat. Das zentrale Ergebnis: die weltweit 500 größten Unternehmen (Fortune Global 500) geben etwa 2,6 Milliarden US-Dollar für Bildungsprojekte aus, rund 13 Prozent der Ausgaben, die diese Unternehmen für CSR-Projekte zur Verfügung haben. Dabei unterhält etwa die Hälfte der Firmen überhaupt keine Bildungsprojekte. Tatsächlich wird der Großteil der genannten Bildungsausgaben, mehr als 40 Prozent, von den zehn größten Unternehmen getragen. An erster Stelle nennt die Studie die Banco Santander, gefolgt von IBM und Telefonica.

BBE-Top-10-CSR-Spend

Quelle: Bericht „Business Backs Education“ der Varkey Foundation

Die deutschen Unternehmen im Fortune Global 500, insgesamt 29, haben zusammen 133 Millionen US-Dollar für Bildungsprojekte ausgegeben. Die CSR-Budgets dieser Unternehmen haben zusammen eine Größenordnung von etwa 516 Millionen US-Dollar. In der Studie werden die Bildungsausgaben, die in Länder gehen, in denen ein besonders hoher Bedarf besteht, beispielsweise in zahlreichen Ländern Afrikas, teilweise in Lateinamerika und in einigen Ländern Asiens, gesondert ausgewiesen. Für Projekte in diesen Ländern stellen die 29 Unternehmen zusammen etwa 20 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Dabei haben sich einige wenige Unternehmen besonders hervorgetan. Die Studie nennt vor allem die Deutsche Bank, E.ON, BASF, Siemens und Bosch mit einem entsprechend umfangreichen Engagement. Insgesamt werden nur rund 1 Milliarde US-Dollar der unternehmensbezogenen Bildungsausgaben in die Länder mit dem höchsten Bedarf investiert, also in jene Länder, die von der Unesco als prioritär betrachtet werden. Entsprechend lautet das Fazit der Studie. Die Unternehmen müssten ihre CSR-Ausgaben stärker am Thema Bildung orientieren und dort investieren, wo es am nötigsten ist. Würden nur etwa 20 Prozent der CSR-Budgets dieser 500 größten Unternehmen in Bildungsprojekte gehen wären dies etwa 4 Milliarden US-Dollar. Damit ließe sich die Grundschulausbildung von zusätzlich drei Millionen Kindern bezahlen. Unternehmen müssten schon aus eigenem Interesse ihr Engagement im Bildungssektor erhöhen, denn sie sind auch auf die Qualifikation dieser Menschen angewiesen.

Der Bericht „Business Backs Education“ zum Download.

 

 

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