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Rank a Brand erweitert Bewertungskriterien für Modemarken

Berlin (csr-news) > Die Initiative rank a brand untersucht inzwischen seit fünf Jahren die Nachhaltigkeitsleistungen von Modeunternehmen. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Klimaschutz, Umweltschutz und den Arbeitsbedingungen. Jetzt wurden die Bewertungskriterien erweitert und die Forderungen an die Unternehmen erhöht. Im Laufe des Jahres werden die Kriterien auf alle bislang betrachteten Marken angewendet. So möchte die Initiative in Zukunft wissen, ob und in welchem Umfang die Unternehmen Strom aus erneuerbareb Quellen beziehen. Für eine positive Bewertung ist es wichtig, dass der bezogene Strom zum Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung beiträgt. Unter den bisher gerankten Modemarken konnte in diesem Punkt nur Tchibo über erzeugen. Weitere Bewertungskriterien beziehen sich auf Maßnahmen zum Klimaschutz in der Lieferkette, Energieeffizienz in den Geschäften, die Bilanzierung der Emissionen sowie den Zielen zur Senkung der klimaschädlichen Emissionen. Im Themenbereich Umweltschutz wurden die Kriterien zum Anteil nachhaltiger Rohstoffe in der Gesamtkollektion verschärft. Bewertet wird unter anderem der Tierschutz, der Wasser und Energieverbrauch, der Umgang mit Chemikalien sowie die Arbeitsbedingungen bis hin zu den Anfängen der Wertschöpfungskette. In diesem Bereich hat C&A mit einem 38%igen Anteil von OCS oder GOTS zertifizierter Baumwolle bislang die Nase vorn. Neu hinzugekommen sind Themen wie das Abfallmanagement, der Umgang mit Verpackungen im Handel sowie der Produktlebenszyklus. Dazu möchte rank a Brand wissen, mit welchen Maßnahmen Modeunternehmen ihre Kunden dabei unterstützen, die Lebensdauer ihrer Produkte zu erhöhen bzw. alte Kleidung zurückzugeben. &M, Mud Jeans und Patagonien konnten in diesem Punkt bislang mit den besten Konzepten punkten. Zum Thema Arbeitsbedingungen sind vor allem Antworten zum den geforderten Arbeitsstandards gefragt aber auch ob die Unternehmen sich in entsprechenden Initiativen wie etwa Fair Labor Association oder Fair Wear Foundation engagieren. Relevant sind aber auch Angaben zu den Maßnahmen, mit denen Arbeitsbedingungen verbessert werden sollen und ob das betreffende Unternehmen zumindest seine direkten Lieferanten veröffentlicht. Im Bereich Arbeitsbedingungen konnten von den Modemarken bislang noch keine überzeugenden Antworten auf die neuen Bewertungskriterien gegeben werden. So zieht rank a brand ein nüchternes erstes Fazit: „Es ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich zu behaupten, dass eines der untersuchten Modehäuser zu akzeptablen Arbeitsbedingungen produzieren lässt“.

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