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CSRbriefly am Freitag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Nachhaltige Unternehmen gesucht, Nachhaltigkeit im Facility Management, Deutsche Post DHL entwickelt Logistikmodelle für die „Circular Economy“, CO2-neutrales Reisen erobert den Fernbusmarkt, klimaaktive Kommunen und Regionen gesucht, Unternehmen spüren Fachkräftemangel, Frauen in Führungspositionen steigern Beförderungschancen weiblicher Arbeitnehmer, nachhaltige Lösungen für die Lebensmittelindustrie, Twitter veröffentlicht Transparenzbericht, auch Erwerbstätige profitieren von Freiwilligenarbeit, Dax-CEOs als unbekannte Wesen sowie Abenteuerurlaub und soziale Verantwortung auf der ITB Berlin.

 

Nachhaltige Unternehmen gesucht
Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) sucht Unternehmen die im Hinblick auf soziale Nachhaltigkeit ein vorbildliches und innovatives unternehmerisches Handeln aufweisen können. In Kooperation mit der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz wird der Preis „Zukunftsunternehmen 2015“ ausgeschrieben. Es geht beispielsweise darum, wie Zusammenarbeit und Mitwirkung im Unternehmen gelebt werden und wie die Beschäftigten in Nachhaltigkeitsprozesse im Unternehmen einbezogen werden. Soziale Verantwortung im Unternehmen und eine transparente und nachhaltige Unternehmenskultur werden zunehmend wichtiger – auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung und die Profilierung als attraktiver Arbeitgeber. Das unterstrichen die Vorsitzende der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), Margret Suckale, und Ministerpräsidentin Malu Dreyer, stellvertretende Vorsitzende der ZIRP. Bewerben können sich Unternehmen jeglicher Größe und Branche mit Sitz oder Niederlassung in Rheinland-Pfalz, die in Bezug auf eine oder mehrere der in der Ausschreibung definierten Kategorien bemerkenswerte Strategien oder Projekte entwickelt haben, die im Sinne von good practice Anregungen für andere Unternehmen sein können. Die Ausschreibungsunterlagen und weitere Informationen stehen auf der Homepage der ZIRP bereit.

Nachhaltigkeit im Facility Management
Im Rahmen der bevorstehenden Fachmesse Facility Management 2015 wird der Deutsche Verband für Facility Management GEFMA erstmals Zertifikate GEFMA 160 „Nachhaltigkeit im Facility Management“ vergeben. Das neue Nachhaltigkeitslabel und Zertifizierungssystem basiert auf der einschlägigen Richtlinie GEFMA 160, die vor Jahresfrist vorgelegt wurde. Mit der Richtlinie und der Ausarbeitung des Bewertungssystems betrat der FM-Branchenverband damals Neuland. Service- und Managementprozesse des Immobilienbetriebs – nicht die Gebäude selbst – werden an Nachhaltigkeitskriterien gemessen. Hier gibt es weitere Informationen.

Deutsche Post DHL entwickelt Logistikmodelle für die „Circular Economy“
Die Deutsche Post DHL ist in den „Circular Economy 100“-Kreis der Ellen MacArthur Foundation aufgenommen worden. Hierin sind Unternehmen, Innovatoren und Regionen vertreten, die sich der regenerativen Kreislaufwirtschaft verpflichtet sehen. Deutsche Post DHL hat die Stiftung mit seiner Unternehmensstrategie und seinen Maßnahmen im Konzernprogramm GoGreen überzeugt. Die Stiftung hob Deutsche Post DHL‘ s Ansätze bei der Optimierung von Lieferketten, seine Expertise im Bereich Warenrücklaufmanagement, der Vermeidung von CO2-Emissionen, dem zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien und der Einbeziehung aller Mitarbeiter bei allen Umweltthemen hervor. Das Unternehmen wird sich mit der Entwicklung und Realisierung von Logistikmodellen einbringen, die Kreislaufwirtschaft, effiziente Wiederverwertung bzw. Wiederaufbereitung sowie Recycling und Abfallvermeidung ermöglichen. Die gemeinnützige Ellen MacArthur Foundation mit Sitz in Großbritannien wurde 2010 gegründet mit dem Ziel, den Übergang zu einer regenerativen Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.

CO2-neutrales Reisen erobert den Fernbusmarkt
Im Kampf um Fahrgäste auf dem jungen deutschen Fernbusmarkt nimmt das Thema CO2-neutrales Reisen an Bedeutung zu. Neben niedrigen Preisen versuchen Anbieter zunehmend mit ihrer Umweltbilanz bei den Kunden zu punkten. Fahrgäste haben die Möglichkeit, anfallende Kohlenstoffdioxidemission durch eine Zusatzzahlung beim Ticketkauf auszugleichen – was langfristig am besten funktioniert, wenn sich die Fernbusunternehmen finanziell zu gleichen Teilen an der Kompensation beteiligen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Durchschnittlich 27 Prozent der Busreisenden nutzen die Möglichkeit, die bei ihrer Fahrt entstehenden CO2-Emissionen auszugleichen, wenn es ihnen angeboten wird. Konkret zur Kasse gebeten heißt das der Studie zufolge: Bei durchschnittlich 286 gefahrenen Personenkilometern wird ein Zuschlag von 23 Cent auf den Ticketpreis fällig. Beteiligt sich das Fernbusunternehmen an diesem Zuschlag, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Angebot mitgebucht wird. Ist das Fernbusunternehmen gewillt, auf eigene Kosten die Kompensationsmenge des Kunden zu verdoppeln, greifen wiederkehrende Busreisende am ehesten zu. Der Anbieter garantiert dabei, dass mit den Ausgleichszahlungen ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt unterstützt wird, um die Einsparung beim CO2-Ausstoß sicherzustellen. Die Studie zum Download.

Klimaaktive Kommunen und Regionen gesucht
Das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik suchen klimaaktive Kommunen und Regionen. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutschen Landkreistag und der Deutschen Städte- und Gemeindebund. Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich. Kategorie 1: Kommunaler Klimaschutz durch Kooperation, Kategorie 2: Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement, Kategorie 3: Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen. Die Klimaschutzprojekte sollen andere Kommunen und Regionen anregen, neue Ideen auf ihre eigenen Situationen zu übertragen und zu realisieren. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2015. Weitere Informationen auf der Website zum Wettbewerb.

Unternehmen spüren Fachkräftemangel
Die aktuelle Ausgabe des Fachkräftekompass, herausgegeben vom Personaldienstleister DIS AG, beschäftigt sich mit dem Fachkräftemangel. Darin heißt es: „Unternehmen in Deutschland verspüren nach wie vor einen Fachkräftemangel auf hohem Niveau“. Insbesondere im gewerblichen/handwerklichen sowie im Bereich der technischen/IT-Berufe würden qualifizierte Experten derzeit teils händeringend gesucht. „Die Umfrageergebnisse bestätigen die Erfahrungen, die wir in der täglichen Praxis machen“, sagt Bärbel Frommholz, Niederlassungsleiterin des Geschäftsbereichs Industrie der DIS AG in Hamburg. Befragt wurden die Umfrageteilnehmer, 251 Personalverantwortliche und Entscheider aus verschiedener Branchen. auch zu den Maßnahmen mit denen ihre Unternehmen auf den Fachkräftemangel reagieren. Die Hälfte gab an, auf interne Qualifizierungen zu setzen, um vakante Stellen besetzen zu können. Auch externe Qualifizierungen (27 Prozent) und eine Erhöhung der Arbeitszeiten (25 Prozent) werden als Maßnahmen geschätzt. Die Umfrageergebnisse zum Download.

Frauen in Führungspositionen steigern Beförderungschancen weiblicher Arbeitnehmer
Wenn sich der Frauenanteil in Führungspositionen erhöht, steigen auch die Beförderungschancen weiblicher Arbeitnehmer auf den unteren Hierarchieebenen. So lautet das Ergebnis einer Studie aus Norwegen, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. Dieser Zusammenhang lässt sich keineswegs nur in „typisch weiblichen“ Branchen oder Tätigkeitsfeldern beobachten, wie die Analyse von Arbeitnehmerdaten aus über 4.000 Unternehmen zeigt. Die Studienautorinnen Astrid Kunze und Amalia Miller gehen davon aus, dass sogenannte „Spillover-Effekte“ ausschlaggebend sind: Weibliche Führungskräfte steigern die Aufstiegschancen anderer Frauen im Unternehmen nicht nur durch aktive Beförderungsentscheidungen, sondern auch durch ihre Vorbild- und Mentorenfunktion. Mit politischen Zielvorgaben wie einer Frauenquote für Führungspositionen ließe sich demnach tatsächlich eine größere Chancengleichheit weiblicher Arbeitnehmer erreichen. Denn obwohl Frauen heute fast die Hälfte aller Erwerbstätigen in OECD-Ländern stellen, werden sie nach wie vor schlechter bezahlt als Männer und bleiben in Führungspositionen unterrepräsentiert. Die Untersuchung macht allerdings auch deutlich, dass nicht alle Effekte, die sich aus der Erhöhung des Frauenanteils in Unternehmen ergeben, zwangsläufig positiver Natur sind. Erhöht sich der Anteil weiblicher Kollegen auf einer Hierarchieebene, sinken laut Studie wiederum die weiteren Beförderungschancen für alle Frauen auf derselben Ebene. Sind erst mehr Frauen im Unternehmen beschäftigt, verringert sich offenbar deren gezielte Förderung und ihr individueller Zugang zu weiblichen Führungskräften. Die Studie zum Download.

Nachhaltige Lösungen für die Lebensmittelindustrie
Kaum eine Branche befindet sich so sehr im öffentlichen Fokus wie die Lebensmittelbranche. In den vergangenen Jahren sind beim Verbraucher informative Aspekte zum konsumierten Lebensmittel wie Regionalität, Herkunftsnachweis sowie Rückverfolgbarkeit in ein besonderes Interesse gerückt. Doch wie wird ein qualitativ hochwertiges Produkt erzeugt? Und wie kann dieses auch in einem regionalen klein- oder mittelständischen Unternehmen mit geringem Personalpool gewährleistet werden? Die Erforschung dieser komplexen Prozesse hat sich das Projekt „Lebensmittel-eq.com“ an der Fachhochschule Flensburg zur Aufgabe gemacht. Das Team um Prof. Rainer Kreuzhof entwickelt ein zukunftsorientiertes nachhaltiges Managementsystem für KMUs in der Lebensmittelbranche, das für eine optimierte und kostensparende Organisation im Unternehmen sowie für eine verbesserte Lebensmittelsicherheit des Verbrauchers sorgen soll. Im Projekt sollen Maßnahmen zur Sensibilisierung und Aktivierung der KMUs aus der Lebensmittelbranche entwickelt werden. Beratungen von Modellunternehmen sollen dazu dienen, einen spezifischen Regel- und Normenkatalog sowie eine Softwarelösung zu entwickeln. Individuelle Schulungen der Unternehmen runden die wissenschaftliche Beratungsleistung ab. Die Website zum Projekt enthält weitere Informationen.

Twitter veröffentlicht Transparenzbericht
Der Mikroblogging-Dienst Twitter hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Regierungsanfragen zu den Daten seiner Nutzer erhalten als im Vorjahr. Die Anzahl der betroffen Accounts ist um über 200 Prozent angestiegen. Spitzenreiter bei den Anfragen sind die USA gefolgt von der Türkei auf dem zweiten Platz. Die deutschen Behörden haben 17 Anfragen an Twitter gestellt. Zudem wurde das Unternehmen weltweit über 3.000 mal aufgefordert Daten zu löschen. Hier ist die Türkei klarer Spitzenreiter und liegt mit weitem Abstand vor Russland. Weitere Informationen enthält der Online-Transparenzbericht.

Auch Erwerbstätige profitieren von Freiwilligenarbeit
Erwerbstätige Menschen, die nebenbei ehrenamtliche Aufgaben wahrnehmen, erfreuen sich besserer Gesundheit. Sie sind mit dem Ausgleich zwischen Privat- und Arbeitsleben zufriedener als Menschen, die keine Freiwilligenarbeit leisten. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Studie. Obwohl die Mehrheit ehrenamtlich tätiger Menschen im Arbeitsleben steht, untersuchten frühere Studien vor allem den positiven Einfluss von Freiwilligenarbeit auf Rentner. Nun haben Forschende der ETH Zürich und der Universität Zürich volljährige Erwerbstätige in der deutschen Schweiz befragt. Ungefähr ein Drittel der untersuchten Erwerbstätigen arbeitet nebenbei auch freiwillig. Diese Personen sind trotz zusätzlicher Belastung zufriedener in Bezug auf das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben als Erwerbstätige ohne Nebenarbeit. Der Unterschied ist zwar klein, doch die Forschenden erklären ihn damit, dass zusätzlich und freiwillig verrichtete Arbeit das Gefühl vermitteln kann, dass die eigene Zeit gut eingeteilt ist. Dieses Erfolgsgefühl sowie die Überzeugung, etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu leisten, scheinen wiederum einen günstigen Einfluss auf die Gesundheit zu haben, wie zum Beispiel weniger Stresssymptome oder erhöhtes psychisches, emotionales und soziales Wohlbefinden. Romualdo Ramos, der für die ETH Zürich und die Universität Zürich tätig ist, stellt aber klar: „Wir können mit unserer Studie nicht ausschließen, dass dieser Zusammenhang daher rührt, dass jene Menschen, die gesünder sind, einfach eher dazu neigen, ehrenamtlich zu arbeiten, als solche, denen es gesundheitlich schlechter geht.“ Die vorteilhaften Effekte der Freiwilligenarbeit zeigten sich außerdem nur dann, wenn die Motivation dahinter aufrichtig sei. „Werden ehrenamtliche Aufgaben aufgrund sozialen Drucks oder aus Karrieredenken übernommen, bleiben positive Nebeneffekte aus“, sagt Ramos.

Dax-CEOs als unbekannte Wesen
Die Chefs der im Dax versammelten 30 deutschen Top-Unternehmen sind weiten Teilen der Öffentlichkeit unbekannt. Fast die Hälfte der Bevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren (43 Prozent) vermag keinen einzigen Dax-CEO zu benennen. Vor allem unter den Frauen kennen viele (60 Prozent) keinen Chef eines Dax-Unternehmens auch nur „dem Namen nach“. Dies belegt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Dr. Doeblin („Reputationsmonitor Dax-CEO“) vom Dezember 2014. Noch relativ am besten schneiden Martin Winterkorn/VW, Dieter Zetsche/Daimler und Jürgen Fitschen/Deutsche Bank ab. Martin Winterkorn ist immerhin 43 Prozent der Deutschen ein Begriff. An Dieter Zetsche erinnern sich 36 Prozent und von Jürgen Fitschen meinen 22 Prozent, den Namen schon einmal gehört zu haben. BMW-Chef Norbert Reithofer, Frank Appel von der Deutschen Post und Joe Kaeser von Siemens beschließen die Gruppe derjenigen Dax-CEOs, die jeweils (knapp) mehr als 10 Prozent der Bevölkerung bekannt sind. Als aufgrund von „Kompetenz und Persönlichkeit“ profilierteste Dax-CEOs gelten Martin Winterkorn von Volkswagen und Dieter Zetsche von Daimler. Jeder fünfte Befragte bestätigt dies den beiden Auto-Chefs. Alle anderen Dax-CEOs müssen sich mit der Anerkennung von jeweils weniger als 10 Prozent der Befragten zufrieden geben. Ganz schwach schneiden alle Dax-CEOs bei der Frage nach der persönlichen Glaubwürdigkeit ab. Martin Winterkorn und Dieter Zetsche führen wieder die Rangliste an; aber selbst ihnen ist nur jeder siebte Befragte bereit, den Vertrauensvorschuss der Glaubwürdigkeit zu schenken. Auch bei den Fragen zur Sympathie und dem Engagement für den Standort Deutschland vermögen die Dax-CEOs kaum zu punkten. Instituts-Leiter Jürgen Doeblin. „Man sollte sich fragen, ob diese möglicherweise von den CEOs großer Unternehmen selbst gesuchte Ausblendung aus der öffentlichen Wahrnehmung nicht einen Teil jener Probleme ausmacht, unter denen das Verständnis für die soziale Marktwirtschaft hierzulande leidet“.

 

Abenteuerurlaub und soziale Verantwortung auf der ITB Berlin
Mehr als 130 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren auf der diesjährigen ITB ihre Neuigkeiten und Produkte zu Abenteuerreisen sowie zu ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortlichem Tourismus. Beispielsweise werden die Auszeichnungen des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung e.V. vergeben. Bei dem „TO DO! Internationaler Wettbewerb Sozialverantwortlicher Tourismus“ haben sich Projekte beworben, bei denen die Interessen der lokalen Bevölkerung durch aktive Partizipation bei Planung und Umsetzung in beispielhafter Weise berücksichtigt werden. Des Weiteren werden „Menschenrechte in der Praxis – Herausforderungen für den Tourismus in menschenrechtlich sensiblen Kontexten“ diskutiert und der Kinderschutz im Tourismus thematisiert. Während der Fachbesuchertage vom 4. bis 6. März findet zum 10. Mal der „PowWow for Tourism Professionals“ statt. „Delve into the grasslands‘ amazing art of living” ist das Motto der dreitägigen Veranstaltungsreihe rund um Natur-, Abenteuer- und Erlebnisreisen sowie um nachhaltige und sozial verantwortliche Tourismusprojekte. Zur Diskussion über „Tourismus und Klimawandel“ haben hochkarätige Referenten zugesagt. Darunter sind Thomas Kropp, Leiter des Geschäftsbereichs Konzernpolitik und internationale Beziehungen der Deutschen Lufthansa; Jane Ashton, Nachhaltigkeits-Direktorin von TUI Travel; Uwe Brendle, Direktor, Referat Umwelt und Verkehr, Elektromobilität aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Sie werden auch den Award von myclimate Deutschland vergeben. Die Klimaschutzstiftung gehört weltweit zu den führenden Anbietern von freiwilligen Kompensationsmaßnahmen.

Stéphanie Balmir Villedrouin, Tourismusministerin von Haiti, spricht über das fünfte Jahr nach dem verheerenden Erdbeben und über neue nachhaltige Wege in der Entwicklung des Tourismus. Ein weiteres Thema wird die Krisensituation im afrikanischen Tourismus sein sowie auch verantwortliches Volunteering oder Freiwilligenarbeit. Zahlreiche Präsentationen geben einen Überblick über die Vielfalt von nachhaltigen Reisen und Abenteuerurlaub. Last but not least, werden auch 2015 wieder die „Vision & Innovation in Sustainable Tourism Awards (VISTAS) 2015“ an die Best-Practice-Gewinner aus den 100 besten nachhaltigen Destinationen vergeben. Die Welthungerhilfe spricht an ihrem Stand das Thema „Unfreiwilliges Reisen“ an und wird dem Flüchtlingsproblem in einer Paneldiskussion begegnen. An allen drei PowWow-Tagen werden auch die inzwischen fest etablierten „Responsible Tourism Clinics“ des ITB Responsible Tourism Partners The Blue Yonder (TBY) stattfinden. Hierbei geht es um Community Engagement und den ökonomischen Nutzen von sozial verantwortlichem Tourismus sowie um spirituellen Tourismus und um Ökotourismus in Asien in Zusammenarbeit mit TIES – The International Ecotourism Society.

Nachhaltigkeit im Tourismus ist auch für den ITB Berlin Kongress seit Jahren zentraler Bestandteil im Programm. Auf dem ITB CSR Day, Freitag, 6. März, werden eine Vielzahl von verantwortlichen Tourismusthemen behandelt, so zum Beispiel Slumtourismus, Hochgebirgstourismus und Nachhaltigkeit im Film. Auch steht die offizielle Unterzeichnung des Global Code of Ethics durch die ITB Berlin auf der Agenda. Sowie eine Diskussion mit den Gewinnern und Juroren des 1. ITB National Geographic World Legacy Awards am Freitag, 6. März. Die Sieger werden auf einer großen Preisverleihung bereits am Vortag bekannt gegeben. Es sind führende Tourismusunternehmen, Organisationen und Destinationen, die ein weltweites Umdenken der Reisebranche hin zu nachhaltigen Tourismusprinzipien und -praktiken vorantreiben. Mehr dazu auf: http://www.itb-berlin.de/csr.