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CSR NEWS briefly vom 17.02.15

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung.

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

Ausschreibung für den Green Franchise Award 2015

Berlin (csr-news) – Zum dritten Mal wird in diesem Jahr der Green Franchise Award vergeben. Ausgezeichnet werden Franchisesysteme, die in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Kultur und/oder Soziales vorbildlich aufgestellt sind und langfristig nachhaltig agieren. Ausrichter ist der der Deutsche Franchise-Verband (DFV), das Berliner Greenfranchise Lab und das schweizerische Beratungsunternehmen Bellone Franchise Consulting. Noch bis zum 27. März 2015 können sich Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewerben. Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik wird die Preisträger auswählen, die dann am 12. Mai im Rahmen des Franchise-Forums 2015 ausgezeichnet werden. Im vergangenen Jahr hat die österreichische Kräuterhandelsgesellschaft Sonnentor mit dem am nachhaltigsten standardisierten und ganzheitlich ausgerichteten Konzept den Award erhalten.

Weitere Informationen zum Green Franchise Award gibt es auf der Website des DFV.

Fonds soll Lebensbedingungen von Kleinbauern verbessern

Viersen (csr-news) – „Livelihoods Fund for Family Farming“ – kurz Livelihoods 3F, ist ein neuer Investmentfonds, der von Mars und Danone unter dem Dach des Finanzdienstleisters Livelihoods Venture gegründet wird. Vor wenigen Tagen wurde eine entsprechende Absichtserklärung veröffentlicht. Ziel des Fonds, der in den nächsten zehn Jahren 12o Millionen Euro investieren will, ist es die Lebensbedingungen von Kleinbauern in Entwicklungsländern zu verbessern und gleichzeitig eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika werden gefördert um die Produktivität der Bauern zu steigern, die Lebensgrundlage der landwirtschaftlichen Familienbetrieb zu verbessern und ihnen durch verantwortungsvolle Agrartechniken und Technologien eine nachhaltigere Bewirtschaftung ihrer Betriebe zu ermöglichen. Der Fonds wird in finanzielle Vorleistung treten und technische Unterstützung für nichtstaatliche Organisationen und Farmerorganisationen bereitstellen, die Projekte mit den Bauern durchführen. „Livelihoods 3F beruht auf der Überzeugung, dass nachhaltige Landwirtschaft, Klimawandel und Armut eng miteinander verknüpft sind“, erläutert Bernard Giraud, Vorsitzender von Livelihoods Venture. Der Fonds ist offen für weitere Unternehmen, die ein Interesse an der verantwortlichen Beschaffung von Nahrungsmitteln haben. „Sie sind herzlich eingeladen, mitzumachen und die Bandbreite unseres Wissens und unseres Einflusses zu verstärken“, so Giraud. Livelihoods Fund versteht sich als eine innovative Plattform für Unternehmen, die nach Möglichkeiten suchen, eine nachhaltige Beschaffung zu sichern. „Wenn wir hochwertige Produkte herstellen möchten, die die Verbraucher lieben, und wenn wir stolz sein möchten auf das Wachstum unseres Unternehmens, dann benötigen wir eine nachhaltige Wertschöpfungskette, die gegenseitigen Nutzen für alle Beteiligten erzeugt und von der auch die Bauern profitieren, die für unsere landwirtschaftlichen Zutaten hart arbeiten“, sagt Victoria B. Mars, Chairman of the Board bei Mars, Incorporated. „Durch die Zusammenarbeit mit Livelihoods und Danone bei der Gründung dieses Fonds können wir auch selbst mehr darüber lernen, was wir tun können, um die Anbaumethoden und den Wohlstand von kleinbäuerlichen Gemeinschaften zu verbessern.“

Fairtrade Produkte sind oft auch Bio

Nürnberg (csr-news) – 79 Prozent der verkauften Lebensmittel mit Fairtrade-Siegel auch Bio-zertifiziert. Dies teilte die Organisation TransFair auf der Biofach-Messe in Nürnberg mit. Grundsätzlich setzt der faire Handel Bio nicht voraus, umgekehrt sind biologisch angebaute Nahrungsmittel nicht automatisch auch fair produziert. „Deshalb ist es sinnvoll, Bioanbau mit den ökonomischen und sozialen Kriterien von Fairtrade zu verbinden“, so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. Inzwischen ist die Bio-Zertifizierung die wichtigste Zweitzertifizierung für Fairtrade-Produzenten. Rund 50 Prozent der Produzentenorganisationen weltweit sind neben Fairtrade auch Bio-zertifiziert. So wurde fast 70 Prozent des fair gehandelten Kaffees, der 2014 in Deutschland verkauft wurde, auch biologisch angebaut. Bei Schokolade sind 54 Prozent bio-zertifiziert, im Bereich Süßwaren 60 Prozent, bei Trinkschokoladen 70 Prozent. Bei Fairtrade-Reis liegt dieser Anteil bei gut zwei Dritteln; bei Tee sogar bei 80 Prozent. Außerdem sind rund drei Viertel aller Bio-Bananen auf dem deutschen Markt auch Fairtrade-zertifiziert und umgekehrt tragen 98 Prozent der fair gehandelten Bananen auch ein Bio-Siegel. „Das Absatzwachstum bei Bio-Bananen freut uns sehr“, so Overath, schränkt aber ein: „Die Banane ist dennoch ein gutes Beispiel dafür, dass neben Produzenten und Verarbeitern auch der Handel Verantwortung für den Erhalt biologischer Vielfalt übernehmen muss“. Derzeit wird mit der Cavendish-Banane weltweit faktisch nur eine Bananensorte gehandelt. Dies führt zu einem Verlust der Sortenvielfalt, der Genpool von Bananen verkleinert sich. Dadurch werden sie anfälliger für Schädlinge- und Krankheiten, was zum verstärkten Einsatz von Pestiziden führt. Dieser ist wiederum schädlich für die biologische Vielfalt. Overath: „Um diesen Kreislauf zu durchbrechen und langfristig Ernährungssicherheit zu gewährleisten, muss auch der Handel aktiv werden und mehr Sortenvielfalt zulassen.“

E-Plus Gruppe & Stiftung Digitale Chancen: Tablet PCs für die Generation 60plus

Berlin (csr-news) – Mit dem Projekt „Tablet PCs für Seniorinnen und Senioren“ wollen E-Plus Mobilfunk und die Stiftung Digitale Chancen seit dem Jahr 2012 Berührungsängste von Senioren mit der Internet-Technologie abbauen und ihren Einstieg in die Internetnutzung und den Anschluss an die digitale Gesellschaft erleichtern. Die E-Plus-Marke BASE stellt Senioren in verschiedenen deutschen Städten vier Wochen lang kostenfrei Tablet PCs mit einer Internetflatrate zur Verfügung. Ein Teil dieser Geräte verbleibt anschließend in Senioren-Einrichtungen. Die Stiftung Digitale Chancen betreut und evaluiert das Projekt. Am Donnerstag warben Vertreter des Unternehmens und der Stiftung in Berlin für das Projekt und übergaben Tablet PCs an Senioren in der AWO Freizeitstätte Schillerpark. E-Plus verweist auf eine BITKOM-Studie, nach der sich Tablet PCs rasch in der Bevölkerung verbreiten – jedoch nur sechs Prozent der über 60-Jährigen ein solches Gerät besitzen.

Weitere Informationen >> im Internet

Microsoft: Software fürs Ehrenamt

Unterschleißheim (csr-news) – Microsoft hat den rund 8.000 gemeinnützigen Organisationen in Deutschland im vergangenen Jahr Software im Wert von etwa 53 Millionen Euro kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem kündigte der Konzern den Start einer Helpline an, über die Ehrenamtliche kostenlosen technischen Support von Microsoft-Mitarbeitern erhalten. Unterstützt wird das Projekt von der IT-Spendenportal Stifter-helfen.de. Vorgestellt wurde das neue Proket am 13. Februar auf einem von Microsoft und Stifter-helfen.de gemeinsam ausgerichteten Trendtag.

Turbinenbauer Rolls-Royce in Korruptionsskandal verstrickt

London (afp) – Der britische Rolls-Royce-Konzern ist einem Zeitungsbericht zufolge in den Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras verstrickt. Der Hersteller von Gasturbinen für Bohrplattformen von Petrobras habe Schmiergelder bezahlt, um einen Auftrag für 100 Millionen Dollar zu erhalten, berichtete die „Financial Times“ am Montag unter Berufung auf die Aussage des früheren Petrobras-Verantwortlichen Pedro Barusco. Dieser habe gegenüber der brasilianischen Polizei gestanden, selbst mindestens 200.000 Dollar von dem britischen Motorenhersteller erhalten zu haben. Weiteres Geld soll demnach an andere Verantwortliche und Politiker geflossen sein.

Das brasilianische Staatsunternehmen Petrobras wird seit vergangenem Herbst von einem Korruptionsskandal erschüttert, in den auch die Politik stark verwoben ist. Ermittler deckten ein seit Jahren praktiziertes System von Schmiergeldzahlungen bei der Auftragsvergabe auf, in das zahlreiche Baufirmen des Landes verwickelt waren.

Rolls-Royce kündigte als Reaktion auf den Bericht an, für die Einhaltung von Gesetzen alles Nötige zu unternehmen. „Wir wollen kristallklar deutlich machen, dass wir unzulässiges Geschäftsverhalten jeglicher Art nicht dulden“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Rolls-Royce war bereits mit Korruptionsvorwürfen in Indonesien und China konfrontiert. Die britische Finanzaufsichtsbehörde (SFO) eröffnete deswegen im Jahr 2013 eine Untersuchung.