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CSR NEWS briefly vom 19.02.15

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

Nestlé USA verbannt künstliche Aromen und Farben aus Schokoriegeln

Washington (afp) – Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé will in den USA in Zukunft nur noch Schokoriegel ohne künstliche Aromen und Farbstoffe herstellen. Bis zum Jahresende würden sowohl künstliche Aromen als auch die von der US-Lebensmittelaufsicht erlaubten Farbstoffe aus mehr als 250 Produkten verschwinden, teilte Nestlé USA am Mittwoch mit. Der größte Lebensmittelkonzern der Welt vertreibt in den USA unter anderem Schokoriegel der Marken Crunch und Butterfinger.

Das Unternehmen gehe als erster großer Süßwarenhersteller in den USA auf den Wunsch der Verbraucher nach weniger künstlichen Zusatzstoffen in Süßigkeiten ein, erklärte Doreen Ida, Präsidentin der Süßwarensparte von Nestlé USA. Statt künstlicher Aromen und Farbstoffe sollten künftig natürliche Zutaten verwendet werden. Der Geschmack werde dadurch nicht beeinträchtigt, erklärte Nestlé. Auch an den Preisen solle sich nichts ändern.

Ab Mitte 2015 sollen dann die Schokoriegel und Süßigkeiten mit der Aufschrift „Keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe“ in den Supermarktregalen der Vereinigten Staaten liegen. Auch ganz neu kreierte Schokoriegel oder Bonbons sollen dann ohne die Zusatzstoffe auskommen.

Bis 2017 Verdopplung der Smartphone-Nutzung in Afrika

Abidjan (afp) – Die Zahl der in Afrika genutzten Smartphones wird sich einer Studie zufolge bis 2017 verdoppeln. Im übernächsten Jahr werde es auf dem Kontinent voraussichtlich mehr als 350 Millionen internetfähige Handys geben, teilte die Beratungsfirma Deloitte am Montag mit. Allein in diesem Jahr werde der Smartphone-Markt um 40 Prozent zulegen, rund 70 Millionen Geräte würden voraussichtlich verkauft, erklärte Karim Koundi von Deloitte Afrika.

Hintergrund der Entwicklung ist nach Angaben von Deloitte das kräftige Wirtschaftswachstum in vielen afrikanischen Ländern und ein größeres Angebot an günstigen Smartphones. Im Januar kündigte der US-Konzern Microsoft an, zwei neue Geräte zu Preisen zwischen 69 und 79 Euro pro Stück anzubieten. Zuvor hatte schon US-Konkurrent Google erklärt, in Schwellenländern künftig Smartphones für unter 100 Dollar (87,72 Euro) zu verkaufen. Zudem ist in Afrika in immer mehr Regionen schnelles drahtloses Internet verfügbar.

Auf dem Kontinent ist unter anderem das Bezahlen per Handy sehr beliebt. 52 Prozent aller weltweiten Transaktionen dieser Art werden in Afrika abgewickelt. In Kenia und Tansania benutzen laut Deloitte jeweils mehr als die Hälfte der Smartphone-Besitzer ihre Geräte zum mobilen Bezahlen.

Eurovision Song Contest – erstmals als Green Event

Wien (csr-news) > Im Mai 2015 findet in Wien der vom ORF veranstaltete „Eurovision Song Contest“ statt. Zum ersten Mal in der 60-jährigen ESC-Geschichte wird der größte TV-Unterhaltungsevent der Welt dieses Jahr als Green Event organisiert. „Der ‚Eurovision Song Contest‘ 2015 schreibt grüne Geschichte“, so Bundesminister DI Andrä Rupprechter. „Das Österreichische Umweltzeichen für ‚Green Meetings und Green Events‘ ist eine europaweit einzigartige und beispielgebende Zertifizierung. Mit dem ‚Green Song Contest‘ können wir beweisen, dass auch ein Großevent grün sein kann, und unsere hohen Standards für klima- und umweltfreundliche Events in die ganze Welt transportieren“.

Die Stromversorgung des ESC 2015 erfolgt zur Gänze umweltfreundlich aus dem öffentlichen Netz – ohne Einsatz von Dieselaggregaten. Die ESC-Tickets gelten als Freifahrtscheine für den öffentlichen Personennahverkehr in Wien. Beim Catering stehen hochwertige und biologische Lebensmittel aus Österreich im Mittelpunkt. Abfallvermeidung ist die oberste Prämisse des Abfallwirtschaftskonzepts. So werden Getränke ausschließlich in Mehrwegbechern ausgeschenkt und beim Event gratis Leitungswasser zur Verfügung gestellt. Zudem wird die Veranstaltung als auch die Fernsehübertragung barrierefrei umgesetzt. Eine umfassende Dokumentation in Form eines Nachhaltigkeitsberichts soll Standards für künftige ESCs und Groß-Events schaffen. Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor: „Für mich stand von Anfang an fest, dass wir alles daransetzen werden, den ESC in Wien als Green Event zu veranstalten. Als einen Event, bei dem bedachtsam mit Ressourcen umgegangen wird, regionale und nachhaltige Produkte zum Einsatz kommen und bei dem Barrierefreiheit und Inklusion gelebt werden. Wir wollen damit ein klares Zeichen und einen neuen Standard für künftige Song-Contest-Veranstalter setzen.“

Wirtschaftlicher Betrieb von Elektrofahrzeugen

Freiburg (csr-news) > Mehr als 90 Prozent der rund 24.000 zugelassenen Elektrofahrzeuge werden gewerblich genutzt. Sie werden durchschnittlich bis zu 150 Kilometer pro Tag bewegt und erreichen durch ihre hohe Fahrleistung eine wichtige Voraussetzung für ihren wirtschaftlichen Betrieb. Steuerliche Vorteile der gewerblichen Nutzung sind ein weiterer Pluspunkt in der Gesamtkostenrechnung ebenso die oft günstigeren Gewerbestromtarife. Je mehr sie bewegt werden, umso höher fällt ihr Vorteil gegenüber konventionellen Fahrzeugen aus. Dies ergibt sich aus einer neuen Studie des Öko-Instituts und des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, die erstmals die Wirtschaftlichkeit von elektrischen Nutzfahrzeugen wissenschaftlich untersuchte. Auf Basis weiter sinkender Batteriepreise entsteht laut Studie bis 2020 ein ökonomisches Potenzial von bis zu 700.000 elektrischen Nutzfahrzeugen, die wirtschaftlich betrieben werden können. Entscheidend ist dabei die jährliche Fahrleistung der Fahrzeuge. Derzeit muss ein mittelgroßer Pkw auf eine jährliche Kilometerleistung von mindestens 35.000 kommen, um günstiger als ein konventionelles Dieselfahrzeug zu sein.

Durch eine günstige Entwicklung der Rahmenbedingungen wie der Energie- und Batteriepreise sowie des Restwerts auf dem Gebrauchtwagenmarkt dürfte die Wirtschaftlichkeitsschwelle bis 2020 je nach Szenario auf 30.000 bis 10.000 Kilometer sinken. Während die Aussichten für die batterieelektrische Pkw-Nutzung positiv sind, können vor allem schwere Nutzfahrzeuge noch nicht und Busse nur mit Einschränkungen wirtschaftlich betrieben werden. Im optimistischen Szenario könnten bis zum Jahr 2020 bei optimaler Auslegung der Batterie 40 Prozent der Stadtbusse wirtschaftlich über die Straßen rollen. Elektrische Lkw hingegen weisen im Lieferverkehr auch im Jahr 2020 gegenüber dem Dieselantrieb noch Kostennachteile auf. Die Auswirkung auf die Treibhausgasemissionen wäre merklich: Würde das Potenzial von 700.000 Fahrzeugen erschlossen und der Strom für ihren Betrieb vollständig aus zusätzlichen erneuerbaren Quellen bezogen, könnten im Jahr 2020 rund 2,6 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Da die wirtschaftlichen Nachteile nur wenige tausend Euro betragen und diese Schwelle bei der angenommen Entwicklung bis 2020 noch deutlich sinken würde, könnten beispielsweise Sonderabschreibungen, günstige Stromtarife oder Kaufprämien helfen, die Ausbreitung von Elektrofahrzeugen zu vergrößern und das für Deutschland angestrebte Ziel von 1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020 zu erreichen.

Die vollständige Studie „Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen in gewerblichen Anwendungen. Betrachtung von Gesamtnutzungskosten, ökonomischen Potenzialen und möglicher CO2-Minderung“ des Öko-Instituts zum Download.

Verbände fordern starke UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

Berlin (csr-news) > Die zweite Runde der UN-Verhandlungen für weltweite Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele findet noch bis zum Freitag in New York statt. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) und das Forum Umwelt und Entwicklung haben die Bundesregierung in einer öffentlichen Stellungnahme aufgefordert, sich für ambitionierte Ziele für nachhaltige Entwicklung einzusetzen. „Die Bundesregierung muss sich dafür stark machen, dass die neuen Nachhaltigkeitsziele auf den allgemeinen Menschenrechten basieren“, sagt Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Mit den neuen Zielen müssen die Rechte auf Nahrung, Gesundheit, soziale Sicherheit, Bildung, Sanitärversorgung sowie menschenwürdige Arbeit weltweit verwirklicht werden.“ Grundlage der Verhandlungen sind 17 Ziele, die eine Arbeitsgruppe der UN bereits erarbeitet hat. Darin stehen neben Armuts- und Hungerbekämpfung Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften im Fokus. Die Verbände fordern, dass der Zielkatalog bei den Verhandlungen als rote Linie gilt und übernommen wird. „Die Ziele dürfen nicht nur selektiv umgesetzt werden, sondern müssen für alle Staaten verpflichtend sein. Das gilt auch für Deutschland“, sagt Jürgen Maier, Geschäftsführer vom Forum Umwelt und Entwicklung. „Wir fordern die Bundesregierung aus diesem Grund dazu auf, Ungleichheiten auch im eigenen Land anzugehen. Dazu gehören eine Überwindung unserer auf Ressourcenverschwendung ausgerichteten Wirtschaftspraktiken und ein klares Bekenntnis zu Umweltschutz und Armutsbekämpfung.“ Im September sollen Ziele für nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen in New York verabschiedet werden und dann Millenniumsentwicklungsziele ab 2016 ablösen.

Coca-Cola nutzt weiterhin Mehr- und Einwegflaschen

Berlin (csr-news) > Der Getränkekonzern Coca Cola hat auf Medienberichte reagiert, wonach das Unternehmen in Deutschland auf Mehrwegflaschen verzichten will. Tatsächlich sollen zukünftig die 0,5 und 1,5 Liter PET-Mehrwegflasche aus dem Sortiment genommen werden. „Rund drei Viertel unseres Mehrwegvolumens bleiben jedoch bestehen. Die beliebte 1,0 Liter PET-Mehrwegflasche wird eine unserer zentralen Verpackungen bleiben“, heißt es in einer Stellungnahme. Darüber hinaus sollen die Glas-Mehrwegflaschen weiterhin im Angebot bleiben. Coca Cola geht davon aus, dass ein Teil der nicht mehr geführten Flaschen durch andere Mehrwegsysteme ersetzt wird. Zudem weist das Unternehmen darauf hin, dass auch die Einwegflaschen nahezu vollständig erfasst, recycelt und ihr Material wiederverwendet wird. „Trotz des Verzichts auf zwei Verpackungen im Mehrwegbereich werden wir nach wie vor einer der größten Mehrweganbieter in Deutschland bleiben“, heißt es in der Stellungnahme. Coca-Cola Deutschland hatte im vergangenen Jahr einen Mehrweganteil von 56,7 Prozent und liegt damit deutlich über dem Gesamtmarkt.

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