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Bündnis befasst sich mit Zukunft der Industrie in Deutschland

Ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik will sich mit der Zukunft der Industrie in Deutschland auseinandersetzen. Ziel des Bündnisses sei es, konkrete Handlungsempfehlungen für die drängendsten Themen zu entwickeln, erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag bei der konstituierenden Sitzung in Berlin.

Berlin (afp) > Ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik will sich mit der Zukunft der Industrie in Deutschland auseinandersetzen. Ziel des Bündnisses sei es, konkrete Handlungsempfehlungen für die drängendsten Themen zu entwickeln, erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag bei der konstituierenden Sitzung in Berlin.

Das Bündnis, dem insgesamt 14 verschiedene Partner aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften angehören, sei „ein starkes Signal für die Zukunft der Industrie“ hierzulande, erklärte Gabriel. Eine wettbewerbsfähige Industrie und hochwertige industrielle Arbeitsplätze seien zentral für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Das Bündnis solle auch für einen gesellschafts- und industriepolitischen Dialog sorgen. Nötig sei eine „höhere Akzeptanz“ für die „Kernfunktionen“, die die Industrie bezüglich Wohlstand, Wachstum, Innovationen und zukunftssichere Arbeitsplätze wahrnehme.

Der IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel betonte, den Industriegewerkschaften gehe es darum, „die Bedingungen für mehr Wachstum und Beschäftigung zu verbessern“. Dabei sollten sich die Bündnispartner aber „auf jene Themen konzentrieren, bei denen sie inhaltlich übereinstimmen“, empfahl er. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, erklärte, ihm gehe es darum, „eine gesellschaftliche Offensive für industrielle Investitionen und Arbeitsplätze und für größere gesellschaftliche Akzeptanz in Deutschland“ einzuleiten.

In fünf Arbeitsgruppen sollen Handlungsempfehlungen zu den Kernthemen Akzeptanz der Industrie, Stärkung der Investitionstätigkeit, Zukunft der Arbeit in Industrie und industrienahen Dienstleistungen, Wertschöpfungsstrukturen der Zukunft sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie erarbeitet werden. Die Partner verabredeten außerdem, ein Netzwerk „Zukunft der Industrie“ bis zum Sommer 2015 einzurichten. Das Netzwerk soll eine industrie- und gesellschaftspolitische Diskussion über die Rolle und Bedeutung der Industrie für Deutschland und die Voraussetzungen für ihre erfolgreiche Tätigkeit anstoßen.

Mitglieder des Bündnisses „Zukunft der Industrie“ sind IG Metall, IG BAU, IG BCE, DGB, BDI, BACV, BDA, Gesamtmetall, HDB, VCI, VDA, VDMA, ZVEI und das BMWi.

Zum Download:

 

Foto: Bundesminister Sigmar Gabriel (5.v.l.), BDI-Präsident Ulrich Grillo (4.v.l.) und der IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel (3.v.l.) mit den Bündnispartnern „Zukunft der Industrie“

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