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CSR NEWS briefly vom 05.03.15

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

Frauen im Job fast gleichberechtigt

Frankfurt (csr-news) > Die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland sind im letzten Jahr deutlich zurückgegangen. Dies ergibt der aktuelle „Women in Work“-Index der Beratungsgesellschaft PWC, bei dem sich Deutschland vom 8. auf den 7. Platz verbessert hat. Im Jahr 2000 lag Deutschland noch weit unter dem OECD-Durchschnitt, seitdem habe sich die Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben in Deutschland deutlich verbessert. Die Bundesrepublik liegt mit einem Index-Wert von 66,6 Punkten heute deutlich über dem OECD-Durchschnitt (59,1 Punkte). Spitzenreiter bleibt Norwegen (82,9 Punkte), es folgen Dänemark (77,9 Punkte) und Schweden (75 Punkte). „In Deutschland nehmen Frauen heute weitgehend gleichberechtigt am Berufsleben teil. Zwar ist es Deutschland als einzigem OECD-Staat bisher gelungen, sich im ‚Women in Work-Index‘ seit 2000 kontinuierlich zu verbessern“, stellt Petra Justenhoven, Mitglied des Vorstands von PWC Deutschland, fest, „am Ziel sind wir aber noch nicht. Vor allem in Führungspositionen sind Frauen hierzulande noch immer deutlich unterrepräsentiert“, so Justenhoven. Der „Women in Work“-Index misst die Beteiligung von Frauen am Wirtschaftsgeschehen einer Volkswirtschaft anhand von fünf standardisierten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Gehaltsunterschiede, Frauenanteil der Erwerbstätigen oder die Arbeitslosenrate unter Frauen, die zu einem Index-Wert aggregiert werden.

Wertekommission startet mit bundesweiter Werte-Kampagne

Bonn (csr-news) > Daniela Bechtold-Schwabe, Geschäftsführende Gesellschafterin, b.i.g.-Gruppe, Gerhard Kränzle, CEO, GARDEUR GmbH, Frank Marrenbach, CEO, Oetker Collection und Prof. Claudia Peus, Professorin für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement und Vice Dean of Executive Education, TU München sind die vier Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, mit denen die Wertekommission ihre dritte bundesweite Anzeigenkampagne startet. „Die öffentliche Diskussion über die Bedeutung von Werten in der Wirtschaft, die in den vergangenen zehn Jahren erheblich an Breite und Tiefe gewonnen hat, lebt nicht zuletzt von Vorbildern, die Werte vorleben – so wie die Persönlichkeiten, die sich für unsere Kampagne engagieren“, so Sven H. Korndörffer, Vorstandsvorsitzender der Wertekommission. “Der Diskurs bleibt aber auch nur dann lebendig, wenn Menschen immer wieder über ihre ganz persönlichen Erfahrungen berichten und ihre eigenen Vorstellungen einbringen. Wir sehen unsere Aufgabe daher vor allem darin, Impulse zu geben und Plattformen für die öffentliche Diskussion zu schaffen, um so einen kontinuierlichen Dialog über alle Branchen und Hierarchieebenen hinweg zu fördern“. Im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens wird die Wertekommission eine Reihe weiterer Aktivitäten umsetzen, darunter Werteforen und eine Führungskräftebefragung.

Deutschlands beste Arbeitgeber 2015

Berlin/Köln (csr-news) > Die Gewinner des bundesweiten Great Place to Work – Wettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2015“ stehen fest. Der Wettbewerb zeichnet nach eigenen Angaben jene Unternehmen aus, die sich in besonderer Weise für gute und attraktive Arbeitsbedingungen stark machen und eine besonders vertrauensvolle und begeisternde Zusammenarbeit mit den Beschäftigten pflegen. Den Spitzenplatz bei den Unternehmen in der Kategorie „Über 5.000 Beschäftigte“ belegt in diesem Jahr das Chemieunternehmen Dow Deutschland aus dem hessischen Schwalbach (Platz 1). In der Kategorie der Unternehmen mit 2.001 bis 5.000 Mitarbeitern belegen Microsoft Deutschland aus dem bayerischen Unterschleißheim (Platz 1), der Sensortechnikspezialist Sick AG aus Waldkirch in Baden-Württemberg (2) und die Direktbank ING-Diba aus Frankfurt/Main (3) die Top-Platzierungen. In der Größenklasse der Unternehmen mit 501 bis 2.001 Beschäftigten liegen der Datenspeicherspezialist NetApp Deutschland aus Kirchheim in Bayern (Platz 1), der Membranspezialist W.L. Gore & Associates aus dem bayerischen Putzbrunn (2) und das Softwarehaus Vector Informatik aus Stuttgart ganz vorne. Als Top-Arbeitgeber bei den Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern wurden der IT-Dienstleister sepago aus Köln (Platz 1), der Internet-Spezialist Netpioneer aus Karlsruhe (2) sowie das gemeinnützige Altenpflegeunternehmen St. Gereon Seniorendienste aus dem nordrhein-westfälischen Hückelhoven (3) ausgezeichnet.

Die diesjährigen Sonderpreise des Wettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ für herausragende Leistungen in einzelnen Bereichen der Personal- und Führungsarbeit gehen an die deutsche Niederlassung des Softwarekonzerns Adobe aus München für „Kompetenzentwicklung“, an die ING-Diba für „Diversity“, an den Baufinanzierungsvermittler Interhyp aus München für „Chancengleichheit“ und an das Neumüller Ingenieurbüro aus Nürnberg für „Gesundheitsförderung“. Den ddn-Sonderpreis für „Demographiebewusstes Personalmanagement“ erhielt das Pharmaunternehmen Janssen-Cilag aus Neuss, der HCC-Sonderpreis „Humanpotenzialförderndes Personalmanagement“ ging an die Sparda-Bank München.

Insgesamt wurden 100 Unternehmen aller Branchen, Größen und Regionen für ihre besondere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber ausgezeichnet. Beteiligt hatten sich an der Benchmark-Untersuchung über 600 Unternehmen.

WWF startet neue Kampagne

Berlin (csr-news) > Ökologie, Gesundheit, Feel-Good und bewusste Ernährung sind die Trends, die der WWF in seiner neuen deutschlandweiten Kampagne #iamnature vereint. Die Sehnsucht nach einem „guten Leben“ würde sich in Teilen der Gesellschaft weiter ausbreiten, so die Naturschutzorganisation in einer Mitteilung. „Nach Jahrzehnten der Wohlstandsmehrung und der Jagd nach dem immer Neuesten, fangen die Menschen an, wieder ein Leben zu suchen, das sich gut anfühlt. Sie versuchen mehr Balance mit sich selbst, der Gesellschaft und der Natur zu erhalten“. Herzstück der Kampagne ist die interaktive Website www.iamnature.de, die dem User individuelle, personalisierte Tipps und Vorschläge gibt auf seinem Weg ins „gute, neue Leben“. Der WWF will mit kleinen und großen Ideen ermutigen, sich selbst mehr Ruhe, genussvolle Momente und Zeit mit Freunden zu schenken. Was dem Menschen gut tut, so die Philosophie hinter #iamnature, kann auch gut für unseren Planeten sein. „Mit dem Living Planet Report belegt der WWF, dass die Menschheit bereits heute so lebt, als hätte sie mehr als einen Planeten zur Verfügung. Dieses abstrakte Bild brechen wir mit der Kampagne auf die Lebenswelten des Einzelnen herunter. Das Ziel von #iamnature ist es, die Menschen in ihrem Alltag zum Umdenken und vor allem zum Umsteuern zu bewegen, ohne den berüchtigten, moralischen Zeigefinger zu heben“, sagt Marco Vollmar, Geschäftsleitung Politik und Kommunikation beim WWF Deutschland. „Viele Menschen wissen längst, dass ihr Leben mitunter schädliche Auswirkungen auf die Umwelt hat und sie sich selbst unter Druck setzen und stressen. Sie wissen, dass sie weniger Auto fahren oder weniger Fleisch essen sollten, um unsere Lebensgrundlagen zu bewahren. Nur an der Umsetzung hapert es manchmal. Wir wollen den Menschen helfen die erste, oft nur scheinbare Hürde zu nehmen“, erklärt Daniel Goliasch, verantwortlicher Campaigner beim WWF Deutschland. „Das tolle ist doch, dass ein nachhaltigeres Leben für den Einzelnen auch mit einer höheren Lebensqualität verbunden ist. Es macht Spaß. Es fühlt sich gut an. Das wollen wir mit #iamnature bewusst machen.“

Erdölkonzern Total holt neun Niederlassungen aus Steuerparadiesen

Paris (afp) > Der wegen seiner Steuerpraxis seit langem in der Kritik stehende französische Erdölriese Total will einige seiner Niederlassungen aus Steuerparadiesen abziehen. Bis Ende 2016 sollten neun Filialen aus Steueroasen nach Europa umgesiedelt werden, kündigte der Konzern am Mittwoch in Paris an. Seit 2012 seien bereits 14 Niederlassungen aus Steuerparadiesen zurückgezogen worden und seien nun in Frankreich oder in den Niederlanden beheimatet.

Der Konzern veröffentlichte am Mittwoch auch erstmals eine Liste mit all seinen 903 Niederlassungen weltweit. Bisher hatte das Unternehmen regelmäßig lediglich eine Liste mit 200 seiner Filialen veröffentlicht.

Total-Chef Patrick Pouyanné hatte Ende Januar in einem Interview versichert, sein Konzern habe Niederlassungen in Steuerparadiesen wie den Kaiman-Inseln oder auf den Bermudas nicht aus „Gründen der Steueroptimierung“, sondern aus buchhalterischen und juristischen Gründen, etwa wegen der Möglichkeit zu Dollar-Konten. Total hob nun hervor, dass nicht alle Niederlassungen in Steuerparadiesen nach Europa zurückverlegt werden könnten, zum Beispiel dann, wenn Total nicht der hauptentscheidende Aktionär sei.

Am Mittwoch prangerte Frankreichs Präsident François Hollande die Steuerflucht großer Konzerne an. In einem Interview mit der Zeitung „Le Parisien“ kritisierte er Taktiken zur „Steueroptimierung“, wobei er insbesondere Total erwähnte. „Total ist das größte französische Unternehmen und sollte daher auch der größte französische Steuerzahler sein.“ Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat den Kampf gegen die Steuerflucht zu einer ihrer Prioritäten erklärt.

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