Nachrichten

CSR NEWS briefly vom 23. März 2015

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

NRW schafft fünf CSR-Kompetenzzentren

Düsseldorf (csr-news)- Mit der Förderung von fünf CSR-Kompetenzzentren will nordrhein-westfälische Landesregierung gesellschaftliche Unternehmensverantwortung im Mittelstand fördern. Auf eine entsprechende Ausschreibung hatten sich 25 Organisationen bzw. Kooperationen um die Förderung als Beratungsstelle beworben. Eine Jury hat dem Wirtschaftsministerium nun fünf Projekte zur Förderung vorgeschlagen. Das sind:

  • Gewerbe- und Innovationszentrum Lippe-Detmold Gilde GmbH
  • Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. und Collaborating Center on Sustainable Consumption an Production Wuppertal
  • Wirtschaftsförderung Mönchengladbach, Hochschule Niederrhein und Zitex Textil und Mode NRW
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss
  • IHK Bonn Rhein-Sieg und Hochschule Bonn Rhein-Sieg

Die Kompetenzzentren sollen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden und Netzwerke in den Regionen aufbauen sowie Unternehmen zur Einführung von CSR-Konzepten ermutigen. Im Zeitraum bis 2020 stehen Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung, um Wachstum und Beschäftigung voran zu bringen. Die ausgewählten Projektträger können sich nun mit einem Antrag um Fördermittel von maximal 400.000 Euro bewerben.

Paris verhängt am Montag Fahrverbote wegen hoher Luftverschmutzung

Paris (apf) – Wegen der derzeit sehr hohen Luftverschmutzung verhängt die Stadt Paris am Montag wieder ein Fahrverbot gegen jedes zweite Auto. Wie Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, stimmte die französische Regierung der bereits seit Tagen von der Pariser Stadtverwaltung geforderten Maßnahme zu. Damit muss am Montag jedes zweite Auto und Motorrad geparkt bleiben – nur Fahrzeuge mit einer ungeraden Endziffer auf dem Nummernschild dürfen fahren. Der Nahverkehr im Großraum Paris ist dafür bis mindestens Montag kostenlos.

Wegen der anhaltend hohen Feinstaubbelastung in Paris hatte die Stadtverwaltung bereits am Donnerstag ein Fahrverbot für Freitag beantragt. Die Regierung stimmte der Maßnahme aber zunächst nicht zu. Stattdessen senkte die Polizei die erlaubte Geschwindigkeit im Großraum Paris um 20 Stundenkilometer. Am Freitagabend hatte Umweltministerin Ségolène Royal dann aber ein Fahrverbot für Montag in Aussicht gestellt, sollte die Feinstaubbelastung am Wochenende nicht spürbar sinken.

Zuletzt waren solche Fahrverbote für Autos und Motorräder vor fast genau einem Jahr verhängt worden, am 17. März 2014. Damals wurde Paris ebenfalls tagelang von hoher Luftverschmutzung geplagt, die wie ein grauer Schleier über der französischen Hauptstadt lag. Davor war die Maßnahme zuletzt 1997 verhängt worden.

„Handelsblatt“: Islamisches Geldinstitut startet in Deutschland

Düsseldorf (csr-news) – Die Finanzaufsicht Bafin hat einem Medienbericht zufolge erstmals einem islamischen Geldinstitut eine Banklizenz erteilt. Schon im Juli wolle die Kuveyt Türk Bank AG mit Filialen in Berlin, Frankfurt und Mannheim an den Start gehen, berichtete das „Handelsblatt“ am Sonntag. Im Laufe des Jahres solle mit Köln ein weiterer Standort hinzukommen.

„Unsere Marktforschung hat ergeben, dass 21 Prozent der Muslime hierzulande ein islamisches Geldhaus als natürliche Hausbank sehen würden“, sagte Geschäftsführer Kemal Ozan dem „Handelsblatt“. Unter den Geschäftskunden sei das Interesse sogar noch etwas größer.

Die in Istanbul ansässige Bank zählt dem Bericht zufolge zu den größten Banken der Türkei. Hinter dem Institut stehe die Finanzholding Kuwait Finance House, die sich mehrheitlich im Besitz staatlicher kuwaitischer Investoren befinde. Das sogenannte Islamic banking unterscheidet sich unter anderem durch ein Zinsverbot von westlichen Geschäftsmodellen.

Pläne zur Entgeltgleichheit stoßen in der Wirtschaft auf Ablehnung

Berlin (afp) – Die Pläne von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) für ein Gesetz zur Entgeltgleichheit von Männern und Frauen stoßen in der deutschen Wirtschaft auf Widerstand. „Das neue Gesetz wirkt nicht gegen die bestehenden Lohnunterschiede“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, der „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe).

„Wir müssen an den Ursachen anpacken“, betonte Dercks. Ganz vorne stehe dabei die Berufswahl. Frauen wählten häufig schlechter bezahlte Berufe. Aber auch lange Familienauszeiten und Teilzeitbeschäftigung trügen erheblich dazu bei. „Statt neuer bürokratischer Lasten für die Betriebe durch ein Entgeltgleichheitsgesetz brauchen wir flexible Betreuungsmöglichkeiten und Unterstützung bei der Berufswahl, aber auch mehr Aufstiegsperspektiven in Teilzeit“, betonte Dercks.