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C&A: Nachhaltigkeitsteam und Einkauf arbeiten Hand in Hand

Nachhaltigkeit in der Lieferkette stellt gerade in der Textilbranche eine große Herausforderung dar: Eine weltweite und mehrstufige Lieferkette, Produktion in sogenannten Risikoländern und die kritische Beobachtung durch die Öffentlichkeit prägen die Branche. Die Modekette C&A stellt sich dieser Herausforderung mit dem 70 Personen umfassenden Sustainable Supply Chain (SSC)-Team, das eng mit den Einkaufsmitarbeitern zusammenarbeitet. „Die Mitarbeiter aus den Bereichen Einkauf und Nachhaltigkeit haben noch nie so eng zusammengearbeitet“, sagt Thorsten Rolfes, Head of Corporate Communications.

Düsseldorf (csr-news) – Nachhaltigkeit in der Lieferkette stellt gerade in der Textilbranche eine große Herausforderung dar: Eine weltweite und mehrstufige Lieferkette, Produktion in sogenannten Risikoländern und die kritische Beobachtung durch die Öffentlichkeit prägen die Branche. Die Modekette C&A stellt sich dieser Herausforderung mit dem 70 Personen umfassenden Sustainable Supply Chain (SSC)-Team, das eng mit den Einkaufsmitarbeitern zusammenarbeitet. „Die Mitarbeiter aus den Bereichen Einkauf und Nachhaltigkeit haben noch nie so eng zusammengearbeitet“, sagt Thorsten Rolfes, Head of Corporate Communications.

In Jahr 2013 hat C&A ein auf drei Jahre angelegtes SSC-Programm auf den Weg gebracht und dazu inzwischen einen ersten internen Fortschrittsbericht vorgelegt. Das SSC-Team hat die Aufgabe der Lieferantenauditierung übernommen, die zuvor vom C&A-Einkauf unabhängig agierender SOCAM geleistet wurde. In den Audits werden Nachhaltigkeitsaspekte wie Arbeits- und Produktionsbedingungen, Sicherheit und Umwelt beleuchtet. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in das Ranking ein, das Lieferanten in die Stufen A bis E einteilt. Schlechter als C gerankte Lieferanten erhalten keine neue Order. „Veränderungen gehen über wirtschaftliche Konsequenzen“, sagt Rolfes. Das System motiviert auch Einkäufer, ihre wichtigen Lieferanten zumindest auf ein C-Rating zu bringen.

„Audits sind aber nicht alles“

Seine Lieferanten auditiert C&A regelmäßig. In Bangladesch haben die Auditoren – Ingenieure von Bureau Veritas – inzwischen alle Zulieferbetriebe mit einem Schwerpunkt auf Brandschutz und Gebäudesicherheit besucht. In keinem Gebäude fanden sich Mängel, die eine Einstellung der Produktion erforderten. Notwendige Veränderungen wurden in einem Corrective Action Plan festgehalten. „Nicht alle Probleme lassen sich sofort lösen. In Bangladesch fehlt es etwa an Produktionskapazitäten für Brandschutztüren“, sagt Rolfes. Auch wenn ein Unternehmer eine solche Türe deshalb nicht sofort beschaffen kann, wird ein Zeitplan vereinbart und nachverfolgt, dass er sie beschafft.

Die Tätigkeit des SSC-Teams bleibt nicht auf die Audits beschränkt. „Audits alleine ändern grundsätzlich nichts“, so Rolfes. „Man weiß nur, wo man steht.“ Das Audit sei eine Momentaufnahme, deshalb gelte es, zwischen den Audits mit den Lieferanten in Kontakt zu bleiben und die Umsetzung der Corrective Action Plans zu begleiten. Um dies zu erleichtern, gehören Experten aus den Herkunftsländern der Textilien zum SSC-Team von C&A. Diese unterstützen Textilfabrikanten bei ihrer nachhaltigen Weiterentwicklung. Schwerpunkte dieser Qualifizierung bilden das Management gesetzlicher Dokumente und Lizenzen (etwa zum Gebäude- und Brandschutz) und die Arbeitsplatzsicherheit (die aktuell zu 100% durch den sogenannten Accord – ein Abkommen zwischen Textilunternehmen und Gewerkschaften – abgedeckt wird).

Zugleich zielt die Lieferantenqualifizierung auf Effizienzsteigerungen in der Produktion: Verringerte Kosten und eine gesteigerte Produktion erleichtern es, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu reduzieren und Investitionen in den Arbeitsschutz zu finanzieren. Gefördert werden die Qualifizierungsprogramme zudem von der C&A Foundation.

Mit Road Show zu den Lieferanten

Seine Arbeit stellt das SSC-Team mit einer Road Show in den Produktionsländern vor. Über 1000 Firmenvertreter und damit rund 80% der C&A-Lieferanten hat das Team so bereits erreicht: in Bangladesch, China, der Türkei, Ungarn, Vietnam sowie in Brüssel und Düsseldorf. Rolfes dazu: „Unsere Botschaft lautet: Im Einkauf geht es nicht nur um den Preis, sondern auch um Qualität und die am Produktionsprozess beteiligten Menschen.“

Foto: Qualitätsdokumentation in einem Textilbetrieb in Bangladesch

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